Heizung & Energie | Messen, Steuern, Regeln | 17.06.2014

Alles eine Frage der Ziele

Interview mit Matthias Steiner
Kraftvoller Botschafter fürs Gewerk

Im Interview mit SHK Profi-Redakteur Sascha Brakmüller gab Gewichtheber und SHK-Fachmann Matthias Steiner Einblicke in sein Leben und sprach über die SHK-Branche, Motivation sowie seine Tätigkeit als Afriso-Werbebotschafter.

  • Matthias Steiner kennt sich in der Branche aus: Der bekannte Gewichtheber ist gelernter Zentralheizungsbauer sowie Gas- und Wasserinstallateur.

  • Als Werbebotschafter des Unternehmens Afriso, Spezialist im Bereich Mess-, Regel- und Überwachungsgeräte, ist Matthias Steiner auch privat von den Produkten des Familienunternehmens überzeugt.

SHK Profi: Herr Steiner, bekannt sind Sie in der Öffentlichkeit durch Ihre zahlreichen Erfolge im Gewichtheben. Weniger bekannt ist Ihre Verbindung zum SHK-Gewerk. Sie sind gelernter Zentralheizungsbauer sowie Gas- und Wasserinstallateur. Warum wählten Sie gerade diese Ausbildung und wie ließ sich diese Tätigkeit mit Ihrem Sport vereinbaren?

Matthias Steiner: Zunächst war mir klar, dass ich nicht studieren werde, denn ich bin ein viel zu unruhiger Sitzer. Ich hätte mich Semester um Semester abmühen müssen und ich brauchte natürlich auch so früh wie möglich Geld, um  meinen Sport finanzieren zu können. Dann wollte ich unbedingt ein Handwerk lernen, weil es mir Spaß macht und ich mich dabei auch bewegen kann. Jetzt galt es nur noch rauszufinden, welches Gewerk? Mein Vater konnte von Tischler über Maurer und Mechaniker einfach alles. Nur bei Gas, Wasser, Heizung hatte er zu wenig Wissen. So kam ich auf diesen Beruf.

Es wurde von Jahr zu Jahr schwieriger für mich den Lehrberuf mit dem Sport zu vereinbaren, denn ich entwickelte mich auf beiden Ebenen immer besser. Dann kam im 3. Lehrjahr auch noch die Diagnose Diabetes hinzu, was es natürlich noch schwerer für mich machte. Trotzdem habe ich alles mit höchster Sorgfalt ausgeführt.

SHK Profi: Heute sind Sie eine Person, die man bei Quiz- und Talkshows im TV sieht. Geregelte Arbeitszeiten sind das nicht gerade, zudem werden Sie wahrscheinlich überall auf der Straße erkannt. Vermissen Sie manchmal Ihr altes Leben als Handwerker? Welche Momente sollten Ihre Kollegen aus dem Handwerk stärker zu schätzen wissen?

Matthias Steiner: Natürlich ist es manchmal angenehmer nicht erkannt zu werden, aber es hat ja auch viele schöne Seiten. Als Handwerker vermisse ich am meisten den sichtbaren Erfolg. Wenn wir vor einer großen Baustelle standen, die Pläne studierten und dann nach Wochen oder Monaten alles fertig hatten, war das ein tolles Gefühl. Aber auch die kleinen Reparaturen, bei denen hinterher die Kunden zufrieden waren, sind eine Bestätigung, Tag für Tag das Richtige zu tun. Gerade eine simple Druckprobe, bei der man prüft, ob alle Verbindungen in der Leitung dicht sind, kann überwältigend sein, wenn alles sofort dicht ist!

SHK Profi: In Ihrer ersten Antwort beschrieben Sie, wie es von Jahr zu Jahr immer schwerer wurde, den Beruf und Ihre Leidenschaft „Gewichtheben“ unter einen Hut zu bekommen. Haben Sie Tipps, wie dies doch gelingt, und woran man erkennt, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, aus dem geregelten Berufsleben in den Profi-Sport zu wechseln?

Matthias Steiner: Für mich war es sehr wichtig eine abgeschlossene Berufsausbildung zu haben, egal wie weit ich schon im Sport war. Denn wenn man sich z.B. verletzt oder sonst irgendwie seine Karriere aufgeben muss, steht man mit nichts da. Für mich war ein Jahr vor Lehrende klar, ich will zu den Olympischen Spielen und das geht dann nur ohne Arbeit. Also hab ich bis zum Lehrabschluss durchgezogen und dann gekündigt. Ich habe dem Chef aber bereits ein halbes Jahr vorher meinen Entschluss mitgeteilt – der Fairness halber. Meine Werte im Training haben einfach dafür gesprochen, den sportlichen Weg einzuschlagen, aber natürlich hat mir der Sport auch noch den Ticken mehr Spaß gemacht. Es war also volle Überzeugung.

SHK Profi: Neben den vielen Erfolgen weist Ihr Lebenslauf auch einige private sowie gesundheitliche Schicksalsschläge auf. Wie sind Sie mit solchen Rückschlägen umgegangen und woher holen Sie die Motivation, um weiterzumachen? Welche Tipps können Sie geben?

Matthias Steiner: Aus Rückschlägen – und sind sie noch so bitter – geht man meist gestärkt hervor. Aber das Wichtigste dabei ist, ein Ziel zu haben. Auch wenn es banal ist, es kann ja nicht für jeden der Olympiasieg sein, aber ich brauche etwas, woran ich mich orientieren kann. Und es ist auch in so einer Situation wichtig, wenn man gebraucht wird. Das gibt einem das Gefühl, wichtig zu sein und vor allem weiterzumachen.

SHK Profi: Mittlerweile ist Ihr Gesicht auch eng mit dem Namen Afriso verbunden. Als Fachmann aus dem SHK-Gewerk können Sie besser als viele andere Sportler, die für Produkte werben, bewerten, ob Sie für die Produkte von Afriso einstehen können. Warum machen Sie gerade für dieses Unternehmen Werbung? 

Matthias Steiner: Es hat durch einen freundschaftlichen Zufall begonnen. Ich hatte mich für die Ventile am Heizkörper interessiert und mir erklären lassen, dass diese perfekt für den hydraulischen Abgleich, gerade im Bestand, sind. Es hat nicht lange gedauert, da habe ich das ganze Unternehmen kennengelernt und war beeindruckt von der Unternehmensführung – viele Mitarbeiter sind z.B. schon sehr lange dabei – aber auch von den Produkten. Dabei ist mir die unheimliche Fertigungstiefe aufgefallen und vor allem durch sehr viel Eigenproduktion auch eine enorme Unabhängigkeit vom Markt. Tja und da ich dieses Handwerk gelernt habe, glaube ich, passt es wie die Faust aufs Auge hinter den Produkten zu stehen und sie zu empfehlen. Ich bin ein Fan von Afriso und sollte ich in die Lage kommen, ein Haus zu renovieren – was ich durchaus vorhabe –, dann werden Sie dort viele Afriso-Produkte finden.

Vielen Dank für dieses Interview!

Info

Weitere Infor­mationen zu Matthias Steiner finden Sie unter www.matthiassteiner.com. Weiteres zu Afriso gibt es unter www.afriso.de.

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