Heizung/Energie | Unternehmen & Markt | 11.07.2017

Innovations-Forum 2017

Erfahrungsaustausch in Würzburg

Netzwerken, Informieren und Optimieren stand vom 19. und 20. Mai 2017 in Würzburg beim 4. Innovations-Forum im Vordergrund. Der Veranstalter, die Wöhler Technik GmbH, bot dazu optimale Rahmenbedingungen, spannende Fachvorträge und praxisnahe Workshops. Ein zentraler Punkt stellte die fortschreitende Digitalisierung dar, die bei den Betriebsabläufen der Handwerksbetriebe Effizienzsteigerungen möglich macht und mit Blick auf die Gebäudetechnik einen zukunftsträchtigen Kundenzugang in einem spannenden Markt aufzeigt. Begleitet wurde die Veranstaltung durch eine kleine Fachausstellung mit Produktneuheiten aus dem Hause Wöhler.

  • links: Wöhler Innovations-Forum 2017 in Würzburg Quelle: Wöhler Technik GmbH

  • Begrüßte die über 160 Teilnehmer: Johannes Lötfering, Geschäftsführer Wöhler Quelle: srb

  • Bei der begleitenden Fachaustellung wurden auch die Produktneuheiten wie das HD-Videoinspektionssystem „Wöhler VIS 700“, das Abgasmessgerät „Wöhler A 450“ oder der „Wöhler BC 600 Blower Check“ ausgiebig getestet. Quelle: srb

  • Keynote Speaker Günther Ohland zeigte Potentiale im Bereich Smart Home auf. Quelle: srb

Tablets und Smartphones liegen heutzutage wie selbstverständlich bei jeder Weiterbildung auf den Tischen. Das Innovations-Forum in Würzburg, das Wöhler am 19. und 20. Mai 2017 veranstaltete, stellte hierbei keine Ausnahme dar. Auch das Handwerk ist längst digital. Kurz ein Anruf, eine Anweisung per WhatsApp oder ein Foto als Gedächtnisstütze – smarte Technik ist längst als Arbeitshilfe etabliert. Doch nicht nur als Kommunikationsmittel mit anderen Menschen bieten unsere elektronischen Helferlein wertvolle Dienste, ebenso lassen sich andere Geräte damit komfortabel steuern – Verbindungen über z.B. Bluetooth oder WLAN machen es möglich. Die Steuerung einer intelligenten Gebäudetechnik ist somit auch für Endkunden nur ein Wischen entfernt.

Vernetzte Haustechnik

Keynote Speaker Günther Ohland, Fachjournalist und 1. Vorsitzender der Smart Home Initiative Deutschland e.V., empfahl den Teilnehmern des Innovations-Forums ein starkes Engagement im Bereich Smart Home: „Viele von Ihnen haben Haustechnik auf ihren Service-Fahrzeugen stehen; schreiben Sie auch Smart Home dazu“. Wer sich jetzt positioniere, sei auch in Zukunft 1. Ansprechpartner, wenn es um die Digitalisierung im Gebäude geht. Dabei habe das SHK-Gewerk Vorteile bei der Kundenansprache gegenüber anderen Handwerkern wie z.B. Elektrikern und IT-Technikern, weil SHKler gewohnt seien, auch zu verkaufen. Zudem habe das SHK-Handwerk Erfahrung damit, Leistungen anderer Gewerke gleich mit zu koordinieren. Mit den richtigen Partnerbetrieben an der Seite klappen so auch umfassende Aufträge, die andere Gewerke einschließen. Dazu passte auch der Tipp von Johannes Lötfering, den der Geschäftsführer von Wöhler direkt bei der Eröffnung der Veranstaltung bereithielt: „Alles kann einer gar nicht leisten; nutzen Sie dieses Forum, um sich auszutauschen und gemeinsam zu agieren.“ In seinem Vortrag zeigte Günther Ohland auch die Potentiale der Smart Home-Technik auf. Dabei seien gerade drei Themenblöcke besonders spannend.

Potentiale: Smart Home

Demografischer Wandel: Durch die immer älter werdende Gesellschaft bietet sich für Smart Home die perfekte Klientel – komfortaffin, kapitalstark und gewillt mit Unterstützung durch Hilfssysteme möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Und auch die Wohnungswirtschaft hat dies bereits erkannt. „Senioren sind die besten Mieter“, gibt Ohland zu bedenken: „die können ihren Job nicht mehr verlieren und malen keine Graffiti an die Wand“.

Energieeffizienz: In Sachen Energie sparen sind Einzelmaßnahmen bei Häusern häufig schon ausgereizt – ordentlich isolierte Fenster und eine Dämmung der Außenhülle sind oft schon vorhanden. In der wirtschaftlichen Betrachtung lohnt der Blick auf die Gebäudetechnik, die gerade bei vernetzen Systemen hohe Einsparungen verspricht.

Sicherheit: Ein Aspekt, der nicht direkt in das Aufgabengebiet von SHKlern fällt, jedoch bei der Planung von Smart Home-Systemen unbedingt beachten werden muss, ist der Faktor Sicherheit. Denn für viele Kunden ist das Thema Sicherheit die ausschlaggebende Motivation, um sich mit Smart Home überhaupt auseinanderzusetzen.

     

Workshop und Fachausstellung

An den beiden Veranstaltungstagen fanden auch Workshops zu den Themen Lüftungskonzepte, Lüftungsverhalten, Leckageortung, Personalmanagement, Chefentlastung und Marktraumumstellung im Zuge der die L-/H-Gas-Anpassung statt. Zu den technischen Vorträgen wurden zusätzlich Praxismodule angeboten, die Arbeitsschritte und Problemstellungen veranschaulichten.

Referent Claus Händel informierte so z.B. im Workshop Lüftungskonzepte über Weiterentwicklungen der DIN 1946-6 sowie über dezentrale Lüftungen und Teillüftungen. Der Referent des Workshops Leckageortung, Michael Carl, gab Tipps zur Identifizierung typischer Ursachen von Leckagen und Feuchteschäden. Dabei gab er auch Hinweise, wie man strukturiert bei einem Leckageverdachtsfall vorgeht. Das zusätzliche Aufgabengebiet Leckageortung sei für Handwerker zudem sehr lukrativ, da man so auch direkt Folgeaufträge akquirieren könne.

Fazit

Das 4. Wöhler Innovations-Forum bot den insgesamt über 160 Teilnehmern den optimalen Rahmen, um sich fachlich weiterzubilden und sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen. Gerade die Möglichkeit, von den Erfahrungswerten anderer – den Teilnehmern als auch den Vertretern der Industriepartner bzw. Referenten – profitieren zu können, stellte auch in Würzburg einen hohen Mehrwert dar. Die Fachausstellung, mit den neuen Produktentwicklungen aus dem Hause Wöhler (www.woehler.de) wie z.B. der HD-Videoinspektionssystem „Wöhler VIS 700“ oder dem Abgasmessgerät „Wöhler A 450“, lud zum Ausprobieren und Fachsimpeln ein und rundete eine gelungene Veranstaltung ab.

Autor: Sascha Brakmüller
SHK Profi-Redaktion
Gütersloh

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    Bildquelle: Wosilat Fotografie

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