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Betrieb | Betriebsführung | 30.08.2018

Kosten sparen & Qualität erhöhen

Firma Flach aus Schweich setzt auf digitale Vernetzung

Der Blick auf die Berge, die Magie der Mosel, die Nähe zur historischen Stadt Trier – wer sich der Firma Flach in Schweich nähert, gerät leicht ins Schwärmen angesichts der Verlockungen dieser märchenhaften Region. Dass hier auch kräftig gearbeitet und digital vorausgedacht wird, beweist der Fachhandwerksbetrieb mit seinen mehr als 100 Mitarbeitern seit Jahrzehnten. Geschäftsführer Günter Späder sagt: „Wir haben keine Angst vor der Digitalisierung. Hat sich ein digitales Werkzeug eingespielt, sparen wir massiv Kosten ein und erhöhen die Qualität unserer Arbeit. Bei der Größe unseres Betriebs hätten wir auf anderem Wege gar keine Ordnung mehr, die Dinge abzuwickeln.“

  • Die Firma Flach aus Schweich setzt auf Digitalisierung.

  • Auch mit Sicht auf die laufenden Betriebskosten besitzen saubere digitale Arbeitsabläufe Vorteile.

  • Geschäftsführer Günter Späder, der Firma Flach aus Schweich

Günter Späder erinnert sich in seinem Büro an die ersten technischen Gehversuche, etwa an sein riesiges Autotelefon. Er spricht über die Funkgeräte mit ZB-Funk zur Koordination der Kundendienstmonteure. Und der 55-Jährige blickt auf die ersten Computer in der Firma zurück, mit denen die Kolleginnen und Kollegen Lieferscheine und Rechnungen druckten. Was heute wie ein Rundgang durchs Archiv klingt, war zur jeweiligen Zeit Innovation, Zukunft, Fortschritt.

Digitale Werkzeuge

Und heute? In vielen Bereichen setzt die Firma Flach ihren Vorreiter-Weg fort und in jedem Betriebsbereich auf digitale Werkzeuge. Seit Beginn der Zusammenarbeit mit der G.U.T. Braun KG (www.gut-gruppe.de/de/unternehmen/braun-kg) in Trier bestellt der Betrieb fast alle Produkte über die Service-Plattform „Online Plus“.

„Es ist gut zu wissen, ob die Produkte direkt am Lager sind und ich weiß, wie ich jeweils reagieren muss“, sagt Günter Späder. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen zudem im ständigen Kontakt mit den Experten der Fachhandwerker-Software Label. „Im Kundendienst fehlte vor 20 Jahren ein Handwerkersoftwareprogramm. Mittlerweile gibt es dafür Lösungen. Vor zwei Jahren haben wir Label eingeführt und das Arbeiten damit auf eine zentrale Software reduziert. Label fasst immer mehr gute Programme zusammen. Manche Dinge sind auf unsere Anregung hin aufgenommen und angepasst worden. Inzwischen finden wir dort fast alles, was wir im Betrieb brauchen.“

Dienstfahrzeuge & Gerätedaten

Jedes Kundendienstfahrzeug ist heute mit GPS ausgestattet. „Über dieses Signal können wir spontan Aufträge an den Monteur vergeben, der in direkter Nähe zum Kunden unterwegs ist und können ihm Daten auf sein Tablet schicken. Er bestätigt das und in dem Moment, in dem er auf der Baustelle fertig ist, sorgt er mit einem Fingertipp dafür, dass wir die Informationen für die Rechnungen nutzen können“, sagt Günter Späder. Schon vor dem Termin wird der Monteur mit wichtigen Gerätedaten gefüttert. Unter anderem hinterlegt die Firma Flach die Gerätedaten ihrer Kunden in der Software. Kessel, Umwälzpumpe, Ausdehnungsgefäß – die Firma Flach weiß im Vorfeld genau, was sie im Heizungskeller erwartet. Voller Einblick, praktischer Durchblick: Das gilt auch für den Bereich der Wärmepumpen. „Über eine Schnittstelle können wir die Anlagen unserer Kunden überwachen und umstellen. Wir haben einen Blick auf die Betriebsstunden, die Vorlauftemperatur und anstehende Reparaturen. Früher mussten wir den Kunden in den Keller schicken, damit er den Fehlercode abliest. Heute können wir das selber sehen.“

3D-Badplanung in der 450 m² großen Ausstellung, der Austausch von Foto- und Videomaterial zur Unterstützung auf der Baustelle, die Nutzung der UGL-Schnittstelle zur schnelleren und einfacheren Produktbestellung oder ein dreidimensionaler Service für Architekten  – das alles nutzt die Firma Flach im Alltag. Günter Späder aber denkt weiter: „Ich wünsche mir für die Zukunft einen Scanner, der das ganze Bad aufnimmt. Ich glaube auch daran, dass die Monteure irgendwann einen Art Kamerasystem haben, über das wir sie noch effektiver auf der Baustelle unterstützen können.“

Online Betrieb

Alles, was online geht, nutzt sein Betrieb online. Die Zahl der leeren Pappordner steigt, das Speichern von Daten in der virtuellen Welt gewinnt an Bedeutung. Demnächst führt der Betrieb mit ZUGFeRD die neueste Form elektronischer Rechnungsstellung ein. Die Informations-Veranstaltung der G.U.T. Braun KG hat die Firma bereits besucht.

Welche Rolle nimmt Günter Späder selbst in diesem Prozess ein? „Ich persönlich bin reiner Anwender und freue mich, dass so viele Dinge möglich sind. Ich muss aufpassen, nicht immer das Teuerste zu nehmen, in dem Glauben, dass es dann am besten funktioniert.“ In gemeinsamen Runden diskutiert er mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neue digitale Werkzeuge. 

Günter Späder weiß um die Chancen und Risiken eines Digital-Pioniers und setzt auf Dialog: „Wir wollen nicht immer Vorreiter sein, weil das viel Geld kostet. Wir versuchen uns mit anderen auszutauschen, ob das jeweilige System oder Produkt schon in der Praxis funktioniert.“ Aber er weiß genau: Die Chancen überwiegen. „Wir werden im Bereich Digitalisierung weiter nach vorne preschen. Uns bleibt auch gar nichts anderes übrig, weil wir unser Büro ziemlich schlank halten müssen. Zu dieser Organisation gehört einfach moderne Technik, auch wenn wir wissen, dass der Mensch das Wichtigste ist und bleibt.“

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