Heizung & Energie | Messen, Steuern, Regeln | 30.08.2018

Ungeregelte Pumpen verursachen hohe Betriebskosten

Energie sparen mit staatlicher Förderung

Alte, ungeregelte Pumpen verursachten im Donauisar Klinikum Deggendorf hohe Betriebskosten für Heizung und Warmwasserversorgung. Darüber hinaus war das Alter der Anlage auch im Hinblick auf die Sicherheit der Versorgungssysteme ein kritischer Faktor. Das Klinikum entschloss sich daher für eine Umrüstung auf hocheffiziente, drehzahlregelbare Pumpen von Grundfos.

  • Moderne Warmwasserzirkulationspumpen des Typs „TPE3“ von Grundfos optimieren die Versorgungssysteme im Donauisar Klinikum Deggendorf. Quelle: pesContracting GmbH

I m Donauisar Klinikum, dem Akademischen Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover, stehen das Wohl und die Sicherheit der Patienten an erster Stelle. Dementsprechend hoch sind die eigenen Anforderungen an Hygiene und die Versorgungssysteme. „Das Alter der Pumpenanlage der Heizungs- und Warmwasserversorgung in Deggendorf hat uns deshalb schon einige Zeit Bauchschmerzen bereitet“, berichtet Jürgen Kannemann, Abteilungsleiter Finanz- und Dienstleistungsmanagement im Donauisar Klinikum. Als ein Mitarbeiter ihm dann von dem PumpenEnergieSpar-Concept (pesConcept) berichtete, entschlossen sich die Betreiber, die Anlage zu sanieren.

Effiziente Umrüstung

Eine Umrüstung auf effiziente, drehzahlregelbare Heizungsumwälz- und Warmwasserzirkulationspumpen war früher oder später unumgänglich. Insgesamt wurden vier neue Warmwasserzirkulationspumpen des Typs „TPE3“ und zwei „NKE“ Heizungsumwälzpumpen von Grundfos (https://de.grundfos.com) installiert. Die Kreiselpumpen des Typs „NKE“ verfügen über einen hocheffizienten IEC Normmotor der Effizienzklasse IE2. Die Inline-Pumpen der Baureihe „TPE3“ mit MGE Motor sorgen zudem mit einer optimierten Durchflussgeometrie für maximale Energieeffizienz. Die innovative Technik des internationalen Marktführers garantiert eine Energieeinsparung von rund 60 %. „Mit der bedarfsgerechten Planung und optimierten Auslegung des neuen Pumpensystems durch unsere Experten lassen sich auf dieser technischen Basis mit pesConcept sogar Einsparungen von bis zu 80 % und mehr erzielen“, erläutert Olaf Behrendt, Vertriebsleiter der pesContracting GmbH (www.pesconcept.de). Die Zahlen aus Deggendorf sprechen für sich: „Mit dem Austausch von nur sechs Pumpen reduziert das Donauisar Klinikum seinen Stromverbrauch um 70.080 kWh pro Jahr. Das entspricht einer Ersparnis von 12.324 € pro Jahr“, so Behrendt.

Durch die Sanierung der Pumpenanlage leistet das Klinikum auch einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz: Der Stromverbrauch der Pumpen entspricht einer Verringerung des CO2-Ausstoßes um 36.932 kg/CO2 pro Jahr. Der Staat fördert die Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen. Noch bis 2020 kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Rückerstattung von bis zu 30 % der Nettoinvestitionskosten beantragt werden. „Die pesContracting GmbH hat auch die Fördermittelanträge für uns gestellt“, freut sich Kannemann und ergänzt, „durch die hohen Einsparungen bei den Stromkosten und dank der staatlichen Förderung amortisiert sich die Investition in Höhe von knapp 57.400 € für die Sanierung bereits nach drei Jahren.“

Sicherheit von A bis Z

Besonders beeindruckt hat den Abteilungsleiter Finanzen die Umsetzung. „Der Austausch der Pumpen erfolgte ohne wesentliche Beeinträchtigungen des Krankenhausbetriebs. Und das sogar termingerecht“, erinnert sich Kannemann. Zusätzlich sorgt die detaillierte Einweisung des technischen Personals auch in Zukunft für mehr Sicherheit bei der Warmwasserversorgung. Olaf Behrendt ergänzt: „Zwei Dinge liegen uns bei unserem pesConcept-Projekten sehr am Herzen. Wir wollen unseren Kunden einen professionellen und umfassenden Service bieten, um eine gemeinsame maximale Energieeinsparung zu erzielen – und das nicht zuletzt der Umwelt zuliebe. Deshalb bieten wir neben dem Kauf auch verschiedene Finanzierungsmodelle an, die für jeden Betrieb die passende Lösung zur Verfügung stellen. Auch ohne Investition und ohne Risiko.“

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