Dämmung im Objektgeschäft

Für den Alltag gerüstet

Robust und platzsparend

Im Objektgeschäft spielt die schnelle Ausführung von handwerklichen Tätigkeiten eine entscheidende Rolle, um als Investor wettbewerbsfähig zu sein. Auf größeren Baustellen ist es an der Tagesordnung, dass mehrere Gewerke intensiv nebeneinander arbeiten. Bei Installations­arbeiten, die eine hochwertige Dämmung von Rohrleitungen vorsehen, ist es deshalb von Interesse, dass die Dämmung auch nach Abschluss aller Baustellenarbeiten in einem ein­wand­freien Zustand ist. Dazu wurde beim Bau des Global Office in Stuttgart eine spezielle Dämmhülse verwendet.

Im Stuttgarter Stadtteil Vaihingen entsteht derzeit ein reprä­sentativer Neubau für einen Immobilieninvestor. In dem fünfstöckigen Gebäude mit einer Nutzfläche von 5200 m2 sollen eine Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft unterkommen und bis zum Jahresende 200 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz finden. Das heißt: In nur sechs Monaten Bauzeit soll das Gebäude mit dem weltläufigen Namen „Global Office“ fertiggestellt werden. Planer und Handwerker müssen daher besonders eng zusammenarbeiten, um die Gewerke zu koordi­nieren und sich nicht gegenseitig zu stören. Das ist gar nicht so einfach. So sind gedämmte Rohrleitungen oft Stol­per­fallen und können von nachfolgenden Gewerken beschädigt werden. Aufwändige Nachbesserungsarbeiten sind die Folge.

Hohe Reißfestigkeit

Bei der Dämmung der Kalt- und Warmwasser-Rohrleitungen wurde beim Objekt Global Office deshalb vom Planer die Vor­gabe gemacht, die „Kompakt-Dämmhülse KDH“ des Fell­bacher Dämmspezialisten Kolektor Missel Schwab (www.missel.de) zu ver­wenden. Das Besondere ist ihre hohe Reißfestigkeit. Die thermische Dämmung aus geschlossenzelligem Kompakt-Polyethylenschaum wird von einer stabilen Faser-Polsterlage aus vernadelten Fasern umhüllt. Eine reißfeste Gittergewebefolie schützt diese Dämmschichten zusätzlich und macht die „KDH“ baustellentauglich. Dazu bietet das Produkt weitere Pluspunkte: die Körperschall dämmenden Eigenschaften und die geringe Auf­bau­höhe. Die spezifische asymmetrische Form der Dämmung – es wird vor allem gegen Wärmeverluste in das untere Geschoss gedämmt – spart Höhe ein. Dadurch ist sie bei Bodenaufbauten mit begrenzter Höhe sehr gut einsetzbar – und erfüllt die Ansprüche an die Energieeinsparverordnung EnEV.

Dämmung trotzt dem Baustellenalltag

„Wir haben uns für die ‚KDH’ der Marke Missel entschieden, weil wir zum einen den harten Baustellenalltag beachten müssen und zum anderen nur eine begrenzte Höhe zur Rohrverlegung zur Verfügung haben“, erklärt Heinz Grötz­in­ger von der Planungsfirma Walter Scheer seine Entscheidung für das Produkt. Vor allem bei Untersprüngen von Rohrleitungen ist der Raum beengt. Jürgen Layer, Pro­jekt­leiter der ausführenden Firma Wilhelm Schetter, ergänzt aus seiner Perspektive: „Gerade wenn sich viele Gewerke gleich­zeitig auf der Baustelle bewegen, kann es schon einmal zu Be­schädigungen von fertig gedämmten Rohrleitungen kommen. Die Nacharbeit, die dann anfällt, ist aufwändig und kostet Zeit und damit Geld.“
Im Global-Office wurden circa 1500 m Rohrleitungen gedämmt. Es kamen Rohrdurchmesser von 15 bis 28 mm zum Einsatz. Bei 15 mm Rohrleitungen beträgt die Bauhöhe 33 mm, bei 18 mm ist die Bauhöhe 36 mm vorgesehen. Für das 22 mm-Rohr und das 28 mm-Rohr muss der Planer von 40 bis 46 mm Aufbauhöhe ausgehen. Die Stöße wurden beim Dämmen von den Instal­lateu­ren mit Missel-Klebestreifen verbunden. „Die Arbeiten verliefen problemlos und wir hatten mit den Produkten leichtes Spiel“, resümiert Pro­jektleiter Jürgen Layer, der bisweilen mit zwölf Mann auf der Baustelle in Vaihingen war.

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