Harley-Davidson-Händler setzt auf Gas

Flüssiggas für die Wärmeversorgung

Mit 19 bekam Walter Maygatt seine erste Harley, mit Anfang 20 eröffnete er eine Werkstatt, heute führt er das größte Harley-Davidson-Geschäft Europas. Das Problem mit der fehlenden Anbindung an das Fernwärmenetz konnte er mithilfe von Flüssiggasversorger Progas aus Dortmund schnell aus dem Weg räumen.

Walter Maygatts persönliches Paradies ist staubig, heiß und von bizarren Tafelbergen durchzogen, die in der Abendsonne rot glühen. „Diese Weite ist einfach einzigartig“, sagt der Schwabe über das Monument Valley im Südwesten der USA, „sie fasziniert mich immer wieder aufs Neue.“ Mehrfach ist der 56-Jährige schon durch das pittoreske Tal gefahren: das Gefühl der großen Freiheit im Kopf und unter ihm der trommelnde Sound eines Motorads von Harley-Davidson.

Die amerikanische Kultmarke ist die große Konstante im Leben des gebürtigen Stuttgarters, dessen Harley-Liebe früh entbrannte. Infiziert vom Easy-Rider-Spirit kaufte er sich mit 19 eine gebrauchte Sportster. Von Anfang an war der gelernte Werkzeugmacher auch ein Schrauber. 1984 eröffnete er in Ulm seine erste Harley-Werkstatt. Dort bot er bald nicht nur Reparaturen an, sondern auch aufwendige, kundenindividuelle Umbauten – sogenanntes Customizing. „Mein Markenzeichen sind Breitreifen“, sagt Maygatt, der seit Jahren auch eine CNC-Firma zur Maßanfertigung von Bauteilen betreibt.

„House of Flames“

Von ausgefallenen Harleys ist Maygatt heute noch umgeben – mit bis zu 33 cm breitem Hinterreifen oder in die Räder gefrästen Westernrevolvern. Doch in seinem „House of Flames“ (www.house-of-flames.com) im Osten von München machen die Spezialanfertigungen nur noch einen Teil des riesigen Angebots aus. Auf mehr als 1.100 m² hat sich der Schwabe, der unter demselben Namen eine weitere Niederlassung im Westen der Stadt und eine in Ulm betreibt, hier sein chromblitzendes berufliches Paradies geschaffen: das größte Harley-Davidson-Geschäft Europas. Umrahmt von oftmals historischen, großformatigen Motorradbildern an den Wänden stehen hier rund 150 neue und gebrauchte Maschinen, darunter auch Raritäten aus den 1920er und 30er Jahren. Dazu jede Menge Kleidung mit Harley-Logo und Rock’n’Roll-Motiven, Zubehör aller Art, eine Motorenausstellung und viele unverkäufliche Fundstücke, die Maygatt über Jahre zusammengetragen hat.

Entscheidung pro Flüssiggas

Die Wärme für sein „Flammenhaus“, das neben dem Showroom auch die Werkstatt und eine Wintergarage für Motorräder umfasst, bezieht Maygatt von Progas (www.progas.de). Weil das ehemalige Lagerhaus für Chemiegüter nicht ans Fernwärmenetz angeschlossen war, schwankte er vor der Eröffnung im März 2016 zwischen einem neuen Anschluss, Öl oder Flüssiggas. „Das Angebot von Progas war für uns eine flexible, gute Lösung“, sagt er. Auch mit der Betreuung durch Progas-Fachberater Helmut Diewald ist Maygatt sehr zufrieden. Der wiederum bleibt als Motorenfan beim Kundenbesuch auch mal etwas länger: „Hier gibt es so viele faszinierende Maschinen“, schwärmt Diewald. Eine Etage unter den fahrenden Maschinen stehen die heizenden: zwei 60 kW starke Brennwertgeräte aus dem Hause Vaillant (www.vaillant.de), die von einem 2,9 t Flüssiggasbehälter außerhalb der Halle gespeist werden. Die Thermen versorgen unter anderem lange flache Deckenheizkörper, die eine wohlige Wärme erzeugen.

Vom Richter bis zur Rotlichtgröße

Die Menschen, die das angenehme Klima im „House of Flames“ genießen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Auftraggeber für die bis zu 100.000 € teuren Spezialanfertigungen kommen aus ganz Europa und Russland. Und auch das Angebot an Serienmaschinen, die heute mit Bordcomputer, Stereoanlage oder Sitzheizung verfügbar sind, zieht Harley-Davidson-Fans aller Art an. „Unser Kundenspektrum reicht von 30- bis 85-Jährigen, vom Promi bis zum Normalo, vom Richter bis zur Rotlichtgröße“, sagt Maygatt, der genau das an seinem Beruf liebt: Auf der Harley sind alle ein bisschen gleich – und die Liebe zu dieser Legende verbindet.

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