Klima- & Lüftungstechnik | Klimatechnik | 05.10.2018

Heiz- und Kühldecke im Büro

Schalldämmende Gipskartondecke für gutes Klima

Das erfolgreiche Familienunternehmen Jäger Heizung-Sanitär GmbH mit Standort in Karlsruhe erweiterte 2016 seinen Betrieb um ein dreistöckiges Bürogebäude im Passivhausstandard. Hierbei war ein energieeffizientes Flächenheiz- und Kühlsystem gefragt, das sich optisch ansprechend in die Deckenkonstruktion einbauen lässt. Die Entscheidung fiel auf eine schalldämmende Gipskartondecke mit integrierter Beleuchtung von Zehnder.

  • Die Jäger Heizung-Sanitär GmbH in Karlsruhe hat ihren Betrieb um ein dreistöckiges Bürogebäude im Passivhausstandard erweitert. Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

  • Zehnder Heiz- und Kühldecken-Systeme (hier zu sehen sind die Aktivierungselemente) überzeugen durch hohe Verarbeitungsqualität und Energieeffizienz. Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

  • Mit unterschiedlich großen Deckenmodulen konnte die Zehnder Heiz- und Kühldecke mit Gipskartonverkleidung flexibel an die Räume im neuen Bürogebäude der Jäger Haustechnik angepasst werden. Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

  • Durch die auf Maß gefertigte Zehnder Gipskartondecke in gelochter Ausführung werden Geräusche stark gedämmt – ideal für das Besprechungszimmer. Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

  • Die perforierte Gipskartondecke von Zehnder fügt sich optisch ansprechend in den Empfangsbereich der Jäger Heizung-Sanitär GmbH ein. Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

  • Das ganze Jahr über kann mit dem Zehnder Heiz- und Kühldecken-System geheizt und zugluftfrei gekühlt werden. Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

  • Die Gipskartondecke von Zehnder (hier in der glatten Ausführung) ist durch ihre weiße Farbe optisch unauffällig und fügt sich dezent in die Räume der Jäger Haustechnik, wie hier in die Toilette, ein. Der Werkstoff Gips ist ein 100 % mineralisches Naturprodukt. Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

Aufgrund des stetigen Wachstums des Unternehmens hat die Jäger Heizung-Sanitär GmbH 2016 ihre Büroräume vergrößert. Dazu wurde das Gelände um ein dreistöckiges Bürogebäude mit ca. 280 m2 Nutzfläche erweitert. „Die moderne, energieeffiziente Ausstattung soll vor allem unsere Kunden ansprechen“, so Frank Jäger. Dementsprechend war das Familienunternehmen auf der Suche nach einem statischen Flächenheiz- und Kühlsystem, das energiesparend und nachhaltig für ein jederzeit angenehmes Raumklima sorgt. Der Einbau in die Decke war dabei von zentraler Bedeutung, da das Unternehmen eine Holzständerkonstruktion bevorzugte und dadurch aufgrund von Bauzeit und Nachhaltigkeitsvorgaben eine Betonkernaktivierung ausschied. Außerdem sollte sich die Klimatechnologie optisch ansprechend in die neuen Räumlichkeiten einfügen.

Gipskartondecke

„Besonders die Kühlfunktion der geschlossenen Gipskartondecke war uns wichtig, denn in einem Passivhaus-Büro steht vor allem die Kühlung im Sommer im Vordergrund“, erklärt Jäger. Das Haustechnik-Unternehmen hat sich letztendlich für das Heiz- und Kühldecken-System des Herstellers Zehnder (www.zehnder-systems.de) entschieden. Mit einem einzigen System kann damit im Winter geheizt und im Sommer zugluftfrei gekühlt werden. „Zehnder bietet in diesem Zusammenhang u.a. auch eine Ausführung als gelochte, schalldämmende Gipskartondecke an, welche sich für uns als ideale Lösung herausgestellt hat“, berichtet der Diplom-Ingenieur, „Diese Gipskartondecke bietet uns eindeutig den gestalterischen und optischen Vorteil im Vergleich zu anderen Heiz- und Kühldecken-Systemen.“

Nahezu im gesamten Neubau des Bürogebäudes, auch in den meisten Toiletten und Nebenräumen, wurde die moderne Raumklima-Technologie von Zehnder eingebaut. Auf einer Deckenfläche von ca. 240 m2 wurden insgesamt 195 Heiz- und Kühl-Module installiert. „Die Verlegung erfolgte von uns Haustechnikern und hat den eigenen Monteuren Spaß gemacht. Nicht zuletzt auch dank der Unterstützung von Zehnder war es ein sauberes und unproblematisches Arbeiten nach Plan“, berichtet Frank Jäger zufrieden.

Angenehme Strahlungswärme

Die Zehnder Heiz- und Kühldecken-Systeme überzeugen durch höchste Verarbeitungsqualität und maximale Energieeffizienz. Sie verzichten dabei vollkommen auf elektrische Antriebsenergie. Von warmem Wasser durchströmt, geben sie dessen Energie überwiegend in Form von Infrarotstrahlung ab, die sich erst beim Auftreffen auf den menschlichen Körper oder Gegenstände in Wärme umwandelt. Da für das Wärmeempfinden nicht erst die gesamte Luft erhitzt werden muss, kann mit einem erheblich niedrigeren Energieeinsatz gearbeitet werden: Aufgrund des Strahlungsprinzips kann im Heizfall die Raumlufttemperatur um bis zu 3 K geringer bzw. im Kühlfall um bis zu 3 K höher gehalten werden. Dies garantiert eine enorme Energieeinsparung. Im Kühlbetrieb kann man sogar oft ohne den Energieaufwand für eine Kältemaschine auskommen. Denn Grundwasser, das eine Temperatur von ca. 12 °C bei der Entnahme nicht überschreitet, reicht als Kühlmedium für das System aus. Frank Jäger ist zudem von der schnellen Reaktionszeit der Zehnder Heiz- und Kühldecken-Systeme begeistert.

Im Neubau der Jäger Haustechnik wurde die Raumklimatechnologie mit folgenden Temperaturen ausgelegt: Heizen 34/31 °C, Kühlen 16/19 °C. Die Raumtemperatur beträgt dabei ca. 20 °C im Sommer und 26 °C im Winter. Die Wärmeversorgung erfolgt mit einer bestehenden 15 kW Holzpelletanlage sowie einer Photovoltaikanlage auf einem bereits vorhandenen Hallendach. Hier sind auf einer Fläche von 15 m² Solarzellen mit einer Leistung von knapp 20 kWp angebracht. Die zugluftfreie Kühlung hingegen funktioniert über eine Erdsondenanlage im Grundwasser (Leistung ca. 12 kW, acht Sonden in einer Tiefe von 28 m) ohne zusätzliche Kälteaggregate, denn die natürliche Grundwassertemperatur ist für die Kühlung ausreichend. Auch die Wartung ist mit dem Zehnder Heiz- und Kühldecken-System – im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Systemen – im Prinzip überflüssig, die Lebensdauer also nahezu unbegrenzt.

Flexible Anpassung an den Arbeitsplatz

Die einzelnen Module der gelochten Gipskartondecke ermöglichen eine flexible und optisch ansprechende Anpassung der abgehängten Decke an die individuelle Raumgeometrie des Neubaus. Dabei ist das kleinste Deckenmodul 42 x 50, das größte 42 x 380 cm. Zudem wurden zusätzliche Deckeninstallationen, wie z.B. Beleuchtung, Rauchmelder oder auch Luftauslässe, bereits bei der Planung variabel in die Deckenelemente eingesetzt.

Außerdem wird der Geräuschpegel in den Büros aufgrund der Perforierung stark gefiltert, was sich sehr positiv auf den Arbeitsalltag auswirkt. So wird zum einen grundsätzlich die Konzentration der Mitarbeiter hochgehalten und zum anderen bleibt die manchmal notwendige Vertraulichkeit von Gesprächen gewährleistet. Die Schallwellen gelangen dabei durch die Perforation der Gipskartonplatten mit Lochabmessung 8 x 8 mm direkt in ein Schallabsorptionsvlies, von dem sie absorbiert werden. Die perforierte Gipskartondecke von Zehnder ist durch ihre weiße Farbe optisch unauffällig und fügt sich dezent in die Räume der Jäger Heizung-Sanitär GmbH ein. Der natürliche Werkstoff Gips verfügt zudem über einige grundlegende bautechnische Vorzüge: Es handelt sich um ein 100 % mineralisches Naturprodukt, das nicht nur in der Herstellung sehr umweltfreundlich und mit einfachen Mitteln komplett zu recyceln ist, sondern auch keinerlei unerwünschte Zusatzstoffe enthält, die das Wohlbehagen im Raum beeinträchtigen könnten.

Insgesamt ist die Jäger Heizung-Sanitär GmbH sehr zufrieden mit dem neuen Zehnder Heiz- und Kühldecken-System, wie Frank Jäger resümiert: „Das Zehnder System hat uns gut durchs Jahr gebracht. Der Kühleffekt im Sommer war sehr angenehm und die Heizfunktion ermöglicht auch im Winter ein komfortables Raumklima.“

Jäger Haustechnik

Die Jäger Heizung-Sanitär GmbH plant und installiert komplette Bäder für den anspruchsvollen Privatkunden. Außerdem montiert der in Karlsruhe ansässige Betrieb Heizsysteme aller Art. „Jäger Heizung-Sanitär gibt es seit 1978 und wird heute in der zweiten Generation geführt“, stellt Dipl.-Ing. (FH) und Geschäftsführer Frank Jäger das SHK-Unternehmen vor. „Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit in allen Bereichen, so dass Natur und Umwelt geschützt und Ressourcen geschont werden.“ Seit 2010 ist der Betrieb ganz offiziell ein CO2-neutrales Unternehmen.

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