Kooperation nutzt ihre Chancen auch online

Jahreshauptversammlung der SHK AG

Vom 2. bis 4. Juni 2016 lud die SHK Einkaufs- und Vertriebs AG zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in den Rosengarten nach Mannheim ein. 500 Teilnehmer und 70 Aussteller folgten der Einladung und erlebten ein kurzweiliges Jahrestreffen mit interessantem Rahmenprogramm und begleitender Fachausstellung. Bestimmend für die Veranstaltung war die neue Ausrichtung der SHK AG auf eine professionelle und umfassende Online-Strategie.

Die Digitalisierung der Branche bewegt die Gemüter. Das hat auch die SHK AG (www.shknet.de) erkannt und bereits 2015 damit begonnen, sich auf Onlinemarketing zu konzentrieren, um als Anlaufstelle des Fachhandwerks auch weiterhin präsent zu sein. Eine durchdachte Strategie soll den Mitgliedern dabei helfen, neue Zielgruppen zu erreichen, Besucherfrequenzen in Ausstellungen zu steigern, bessere Deckungsbeiträge bei Aufträgen zu generieren u.v.m. Und der entscheidende Vorteil, die SHK AG spielt ihre Vorzüge als Netzwerk aus: Mitglieder erzielen durch die Kooperation eine größere Reichweite und erreichen eine höhere Relevanz.

Strategie

95 % der Endverbraucher informieren sich laut SHK AG im Internet. Dort erhalten sie in kurzer Zeit attraktiv erscheinende Angebote. Die Anzahl der Angebote steigt stetig an. Für die Mitglieder der Handwerkerkooperation SHK AG heißt das, sie müssen mit ihren Marken „Meister der Elemente“ und „Die Badgestalter“ an prominenter Stelle präsent sein, um ihre Kunden nicht zu verlieren und eine Chance auf Neukundengewinnung und Bestandskundensicherung zu haben. Zentral ist dabei für beide Marken jeweils eine suchmaschinenoptimierte Webseite mit markenkompatiblen Mitgliederwebseiten im einheitlichen Design.

Die „Meister der Elemente“ und „Die Badgestalter“ sprechen mit ihren neuen Webseiten gezielt Menschen an, die sich bereits in der Kaufentscheidung befinden. Die Besucher können auf der Seite ihre Adresse hinterlassen. Diese wird dann in einem zentralen System erfasst und nach Verkaufs-Chancen bewertet, um dann exklusiv an einen Markenbetrieb weitergeleitet zu werden. Dieser nimmt zeitnah mit dem potentiellen Neukunden Kontakt auf. Die Mitglieder verpflichten sich zum schnellen Kundenkontakt, um den Verkaufsabschluss nicht durch lange Wartezeiten zu gefährden. Durch die Vorauswahl können die Verkaufschancen der Betriebe deutlich erhöht werden. Darüber hinaus können sich die Betriebe auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, die zumeist nicht im Online-Marketing liegen. Die SHK AG nimmt ihnen somit Probleme ab, sorgt für einen einheitlichen Auftritt und Rechtssicherheit bezüglich des Datenschutzes.

Eine wichtige Funktion im Kundengewinnungsprozess hat für die SHK AG die Online-Werbung. Im Gegensatz zu Print- oder Radiowerbung können eine Vielzahl von Kennzahlen Aufschluss über den Erfolg der Kampagne geben. Es wird ermittelt, wie viele Personen die Webseite besucht, auf welchen Themenseiten sie sich vorrangig aufgehalten, wie viel Zeit sie auf der Webseite verbracht haben. E s kann auch ausgewertet werden, wie viele Besucher eine Kontaktaufnahme in Form eines Anrufs, einer Chatnachricht oder einer Anfrage über das Formular auf der Webseite getätigt haben. Um den Online-Auftritt herum gruppieren sich klassische Offline-Werbemaßnahmen, die Interessenten auf die Internetseite leiten sollen.

Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Maxeiner, der mit seinem Betrieb zu einem der 20 Pilotbetriebe zählt, die das Projekt bereits getestet haben, verspricht sich „von dem Online-Thema den ganz großen Wurf“. Er hebt besonders die einfache Leadgenerierung hervor, also die guten Verkaufschancen, die sich aus dem Konzept seiner Erfahrung nach ergeben.

Umsatzwachstum

Im Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2015 liegt die SHK AG über dem Durchschnitt der Branche. Ein zweistelliges Umsatzwachstum, abermals das beste Ergebnis seit ihrer Gründung 1988, gibt der Handwerkerkooperation recht, in den letzten Jahren vorausschauend agiert zu haben. Die solide wirtschaftliche Basis versetze die SHK AG laut Vorstand Holger Kachel in die Lage, ihre Mitgliedsunternehmen auch in Zukunft rechtzeitig auf veränderte Marktbedingungen einzustellen. Dazu Vorstandskollege Harald Belzer: „Die SHK-Branche durchlebt seit etwa fünf Jahren einen grundlegenden Wandel: Der Online-Handel etabliert sich. SHK-Produkte werden preistransparent. […] Folglich rückt unsere Online-Kommunikation mit dem Endverbraucher stärker nach vorn. […] Es gilt, den Interessenten online abzuholen und offline zum begeisterten Kunden zu machen.“

Fazit

Die SHK AG hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Mitgliedsbetriebe hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit optimal zu unterstützen. Die Mitglieder profitieren durch die Bekanntheit der überregionalen Marke und der Stärke eines gemeinschaftlichen Auftretens. Mit der neuen Online-Strategie erobert die Handwerkergemeinschaft Zukunftsmärkte und stellt ihren Mitgliedern ein System zur Kundengewinnung und Auftragssteuerung zur Verfügung, das auf veränderte Marktbedingungen abgestimmt ist. Die Mitglieder können sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und dem Kunden einen guten Service bieten. Wenn es die SHK AG schafft, sich damit erfolgreich am Markt zu positionieren, ohne bewährte Geschäftsmodelle ganz aus den Augen zu verlieren, kann die Handwerkskooperation ihr Potential auch in Zukunft weiter entfalten.

Wechsel in Beirat und Aufsichtsrat

Turnusgemäß wurden während der Jahreshauptversammlung zwei Mandate zur Wahl gestellt, diesmal die Positionen von Helmut Maxeiner (Beiratsvorsitzender) und Andreas Werner (stellvertretender Beiratsvorsitzender). Beide Beiräte kandidierten erneut. Aus der Gesellschafterversammlung heraus kandidierten zwei weitere SHK-Mitglieder: Carsten Holler (Heinrich Holler GmbH, Krefeld) und Markus Rausch (Rausch GmbH, Sulzbach). Das Votum der Gesellschafter entfiel auf Carsten Holler und Markus Rausch, die neu in den SHK-Beirat aufgenommen wurden. Helmut Maxeiner und Andreas Werner scheiden aus dem Beirat aus. Nach den Satzungsregeln wird der Beirat Anfang Juli nach der Wahl zur ersten ordentlichen Beiratssitzung zusammenkommen. Dort wird sich der neue Beirat konstituieren. Es wird die Beiratsspitze – Vorsitz und Stellvertretung – gewählt, die dann auch in Personalunion Vorsitz und Stellvertretung des SHK-Aufsichtsrates ist. Im Anschluss daran wird sich dann schnellstmöglich – noch vor der Sommerpause – der neue Aufsichtsrat zu seiner ersten Sitzung zusammenfinden.

Info

In der Ausgabe 6/2016 stellt der SHK Profi die Badplaner des Jahres näher vor, die während der Jahreshauptversammlung prämiert wurden. In der Ausgabe 7/2016 dürfen Sie sich schon jetzt auf ein spannendes Interview mit den Innenarchitekten Hanns-Christian Hofmann und Lotte Li Benkert zum Thema „Lösungen für Problembäder“ freuen.

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