KFW-Förderprogramm für barrierearme Bäder ausgeschöpft
07.08.2026Die Fördermittel des KfW-Programms „Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (455-B) sind ausgeschöpft. Die für 2026 bereitgestellten 50 Millionen Euro Bundesmittel konnten erwartungsgemäß den hohen Bedarf zur Barrierereduzierung nicht abdecken. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) fordert deshalb, das erfolgreiche Förderprogramm im Jahr 2027 fortzuführen und deutlich stärker auszustatten.
Bild: ZVSHK
„Die schnelle Ausschöpfung der Fördermittel zeigt: Der Bedarf an barrierearmen Bädern ist groß. Die bereitgestellten Mittel reichen nicht aus, um der Nachfrage gerecht zu werden. Mit vergleichsweise geringem öffentlichen Mitteleinsatz kann eine große Wirkung erzielt werden – Menschen erhalten die Möglichkeit, länger selbstbestimmt in ihrem Zuhause zu leben“, sagt Michael Hilpert, Präsident des ZVSHK. Gerade das Badezimmer ist ein zentraler Bereich beim altersgerechten Umbau von Wohnraum. Mit Maßnahmen wie bodengleichen Duschen oder angepassten Sanitärausstattungen können Barrieren reduziert und Sicherheit sowie Selbstständigkeit im Alltag verbessert werden. Die Förderung schafft dabei wichtige Anreize, notwendige Modernisierungen umzusetzen.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gewinnt der altersgerechte Umbau von Wohnraum weiter an Bedeutung. Barrierearme Bäder leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Menschen ein möglichst langes selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und Angehörige sowie Pflegeeinrichtungen zu unterstützen. Möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu leben ist dabei nicht nur Wunsch der Menschen, dadurch werden auch die Pflegekassen entlastet. Der ZVSHK setzt sich deshalb dafür ein, das KfW-Programm 455-B im Jahr 2027 fortzuführen und mit mindestens 150 Millionen Euro jährlich auszustatten. Eine verlässliche Förderung schafft Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Fachbetriebe des SHK-Handwerks.
