Adolf Würth baut Umschlaglager

Hauptumschlagplatz an der Autobahnausfahrt Kupferzell

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Mutterunternehmen der weltweit tätigen Würth-Gruppe baut direkt an der A6/Ausfahrt Kupferzell im Gewerbepark Hohenlohe ein neues Umschlaglager. Am 25. Juni 2018 war Spatenstich.

 

Drehkreuz für Europa

Ziel der optimierten Logistikstrategie ist es, Liefersplits zu vermeiden und die Positionen pro Bestellung zu bündeln, sodass der Kunde genau ein Paket bzw. eine Sendung erhält. Dazu fasst das neue Lager zum einen verschiedene Versandstellen sowie Außenläger zusammen. Zum anderen schafft der Spezialist für Befestigungs- und Montagetechnik damit eine eigene Hauptumschlagsbasis (HUB) – Sammel- und Knotenpunkt – für den Umschlag und die Zusammenfassung von Warenströmen zur Weiterverteilung, nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch in ganz Europa. Rund 20 % aller Aufträge aus dem neuen Lager gehen direkt ins europäische Ausland: Bestückung der Lager von Würth-Tochtergesellschaften, Sendungen direkt zu Endkunden, die im Ausland sitzen.

Über diese Hauptumschlagsbasis rückt Würth im Gesamtlogistikprozess näher an den Zielort heran bei gleichzeitig weniger Umschlag. „Mit dieser Umstellung der gesamten Logistikstruktur schaffen wir es, dem Kunden ein breites Sortiment in genau einer Zustellung zur Verfügung zu stellen. Das ist ein wirklicher Meilenstein in unserer Logistiksteuerung“, freut sich Thomas Wahl, Geschäftsführer Logistik bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG über den Neubau. „Das reduziert die Anzahl der Packstücke beim Kunden sowie das Füllmaterial.“ Gleichzeitig ergänzt die neue Strategie das Gesamtlogistiknetzwerk des Montageprofis, zu dem auch die 470 Niederlassungen deutschlandweit zählen, über die der Kunde direkt vor Ort seinen Sofortbedarf decken kann.

 

Logistik kundenindividuell

Der Steuerungsprozess beginnt direkt beim Bestellvorgang: Der Kunde bekommt bei der Bestelleingabe die Information, welcher Dienstleister, zu welchem Zeitpunkt die Ware bei ihm anliefert. Sind Positionen dabei, welche die Auslieferung verzögern könnten, bekommt er dies angezeigt und kann selbst entscheiden, ob er sich diese Position separat liefern lässt. „Über die Mitbestimmung des Kunden im Logistikprozess geben wir unserem Servicegedanken nochmals einen immensen Schub“, erklärt Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG.

 

Größte Logistikinvestition in der Würth-Gruppe

Die Investitionssumme für das neue Umschlaglager und die damit verbundene Neugestaltung des Logistikprozesses beläuft sich auf rund 73 Mio. € und setzt ein entsprechendes Frachtvolumen voraus. Damit ist diese bisher größte Logistikinvestition auf der einen Seite eine klare Aussage des Unternehmens zur weiteren Standortentwicklung in Hohenlohe und spricht auf der anderen Seite gleichzeitig für das weitere Wachstum des Mutterunternehmens. Die Fertigstellung ist für Sommer 2020 geplant.

Das Lager ist aufgrund des Gebäudekonzepts multifunktional nutzbar, hat eine Grundfläche von rund 50.000 m² und verfügt über 62 Andockstellen zur Be- und Entladung der LKWs.Im Endausbau werden rund 300 Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb in dem neuen Logistikkomplex arbeiten.

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