Bad & Design | Badmöbel und Ambiente | 03.03.2017

Mehrwert durch Design und Funktion

Komponenten für ein aufgeräumtes Bad

Sarah Seidel ist eine von vier Produktdesignern bei Geberit (www.geberit.de) und verantwortlich für die Komplettbadserie „Keramag Acanto“ (www.keramag.de). In ihrer Position arbeitet sie eng vernetzt in Projektteams mit Produktmanagement, technischer Produktentwicklung und Qualitätssicherung zusammen.

  • Sarah Seidel, Produktdesignern bei Geberit

SHK Profi: Welche Überlegungen haben Sie der Komplettbadserie „Keramag Acanto“ zugrunde gelegt?

Sarah Seidel: Der Mensch, seine Individualität, seine Gewohnheiten standen für uns bei der Entwicklung von „Acanto“ im Vordergrund. Wir haben versucht, alltägliche Wünsche und Bedürfnisse auf die Produktebene zu übersetzen – funktional, aber auch ästhetisch. Einrichtung ist heute weit mehr als nur die Bestückung mit bloßen Funktionsgegenständen, sie ist auch Teil der Persönlichkeit und erzählt Geschichten.

Die Auswahl von Produkten erfolgt neben praktischen Gesichtspunkten also immer auch auf der emotionalen Ebene. Das Stichwort ist Identifikation, der Mensch muss sich angesprochen fühlen. Das gilt es sowohl gestalterisch, als auch funktional und konzeptionell zu beachten. Zeitgemäßes Design, die Materialauswahl, durchdachte Features die individuelle Handlungsspielräume schaffen und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sind hier wichtige Aspekte. Die Bauherren von heute sind sehr anspruchsvoll. Unser Ziel war es daher, immer etwas mehr Qualität, Funktion, Variabilität und Design zu bieten als es in der Preisklasse von „Acanto“ üblich ist.

SHK Profi: Was zeichnet „Acanto“ aus?

Sarah Seidel: „Acanto“ trägt auf der einen Seite etliche Merkmale von Designserien aus dem höheren Preissegment. Dazu zählen die schlanken, leichten Waschtische, die geschlossenen, spülrandlosen Rimfree-Keramiken, Glasfronten an den Möbeln, pulverbeschichtete Griffe, die eigens für die Serie entwickelt wurden, und auch eine exklusive Innenausstattung der Möbelauszüge in Holzdekor und edlem, mattem Grau, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Gestaltung ist modern, dabei aber reduziert und subtil.

„Acanto“ bietet ein sehr breit aufgestelltes Produktportfolio für so gut wie jede Raumsituation. Und passt somit auch in großzügig geschnittene Tageslichtbäder ebenso wie in kleine Räume oder in das Gästebad. Dazu trägt auch die Kombinationsfähigkeit der Möbelelemente bei. Sie lassen sich in vielen Konstellationen zusammenstellen, von der einfachen Waschtisch-Kombination bis zur geschlossen wirkenden Schrankwand mit halbhohen und hohen Elementen.

SHK Profi: Welche Neuentwicklungen bietet „Acanto“?

Sarah Seidel: Exemplarisch ist hier der Spiegelschrank zu nennen, den wir besonders im Hinblick auf die weibliche Klientel entwickelt haben. Bei „Acanto“ sind die Ablagefächer innen an den Türen befestigt. Öffnet man diese, schwingen die Ablagen inklusive ihres Inhalts mit auf und geben den Blick auf einen großflächigen Spiegel an der Rückwand frei. Eine zusätzlich integrierte LED-Beleuchtung im Inneren sorgt für eine optimale Ausleuchtung beim Schminken. Im Schrank befinden sich neben den abnehmbaren Ablagen auch eine Steckdose mit USB-Anschluss und ein Vergrößerungsspiegel.

Ein weiteres Beispiel sind verschiebbare Boxen in den Unterschränken und im Seitenschrank, die gerade Kleinigkeiten sehr gut organisieren.

Oder der schmale Hochschrank als dekorativer Raumtrenner oder praktisch in Eck-Situationen einsetzbar, in dem sich Badprodukte durch den Apotheker­auszug einfach netter verstauen lassen. Ein bei ausgewählten Waschtischen in die Keramik integriertes Clousystem und eine neue, optimierte Wandbefestigung für das WC sind weitere Neuentwicklungen, die wir mit „Acanto“ vorstellen. Unterm Strich haben wir vieles etwas anders und ein bisschen besser gemacht, was dem Nutzer dabei hilft, seine persönlichen Badrituale zu leben.

SHK Profi: Vielen Dank für das Gespräch.

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