Gesundheitsrisiko Hitze

Mietkälte hilft pragmatisch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

Eine der spürbarsten Folgen des Klimawandels ist extreme Hitze. Was sich für viele „nur“ anstrengend und belastend anfühlt, kann für ältere und kranke Menschen zur lebensgefährlichen Situation werden. Für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen stellt sich daher zunehmend die Frage, wie sich Raumtemperaturen auch an heißen Sommertagen auf einem gesundheitlich erträglichen Niveau halten lassen. Eine schnelle und finanziell vertretbare Lösung kann hier Mietkälte sein.

Während gesunde Menschen hohe Temperaturen meist gut kompensieren können, stoßen Ältere oder chronisch Kranke deutlich schneller an ihre Belastungsgrenzen. Besonders betroffen sind Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen. Um den Körper zu kühlen, erweitern sich die Blutgefäße, gleichzeitig steigen Herzfrequenz sowie Flüssigkeitsbedarf. Durch das starke Schwitzen verliert der Körper Wasser und Salze. Wird dieser Verlust nicht ausgeglichen, nimmt das Blutvolumen ab. Die Folge: Das Blut kann zähflüssiger werden, der Blutdruck sinkt, die Nieren werden schlechter durchblutet, der Kreislauf wird instabiler. Ein wahrer Stresstest für Menschen mit vorgeschädigten Herzen oder eingeschränkter Kreislauffunktion, da hier weniger körperliche Reserven zur Verfügung stehen, um solche Veränderungen zu tolerieren.*

Hinzu kommt, dass Hitze nicht nur unmittelbar belastend ist. Sie wirkt sich auch auf die Schlafqualität aus. Hohe Raumtemperaturen erschweren das Ein- und Durchschlafen, wodurch sich die nächtliche Regeneration zusätzlich verschlechtert. Vor allem die Bilanz der letzten Jahre zeigt deutlich: Hitze ist keine lästige Sommerbegleiterscheinung, sie ist richtig gefährlich. „Allein in den letzten vier Jahren sind europaweit mehr als 200.000 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben“, sagt Dr. Hans Henri P. Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa.** Kein Wunder also, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) extreme Hitze als eines der größten und wachsenden Gesundheitsrisiken einstuft.

 

Wie hitzeresistent sind Pflegeheime?

Doch gerade in Pflegeheimen hapert es hierzulande oft an der nötigen technischen Gebäudeausrüstung wie jüngst unter anderem ein Fall in Dormagen zeigte. Ende Juni stiegen die Temperaturen in einzelnen Räumen der Pflegeeinrichtung auf über 35 ºC, mehrere Bewohner mussten daraufhin im Krankenhaus behandelt werden, viele wurden in anderen, klimatisierten Einrichtungen untergebracht. Auch in Krefeld gab es einen ähnlichen Fall, wo etwa 40 Bewohnerinnen und Bewohner des Dachgeschosses stark unter der Hitze litten.*** In keiner der beiden Einrichtungen sind Klimaanlagen vorhanden, die die Hitzebe-
lastung wirksam reduzieren könnten. Deshalb fordern Verbände regelmäßig Förderprogramme vom Bund ein. Doch bis sich hier etwas tut, sind Pflegeeinrichtungen auf sich selbst gestellt und müssen die Kosten allein stemmen. Das Problem: Meist fehlt dafür das Budget.

 

Mietkälte als praktische Lösung

Was also tun, um der Extremhitze zu trotzen? Eine Möglichkeit bietet Mietkälte. Unternehmen wie Mitsubishi Electric stellen temporär Kühllösungen zur Verfügung, mit denen sich die Hitzespitzen abfangen lassen. Sobald die Geräte, die sofort zur Verfügung gestellt werden können, nicht mehr benötigt werden, werden sie wieder abgeholt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen sind die Kosten im Vergleich zu einer Festinstallation deutlich geringer. Zum anderen wird kein langfristig gebundenes Investitionskapital benötigt. Hinzu kommt, dass Nutzer mit „MELRent“, der Mietlösung von Mitsubishi Electric, von einem Rundum-Sorglos-Service profitieren, der zum Beispiel permanentes Monitoring, kurze Reaktionszeiten und auch den Austausch eines ausgefallenen Geräts beinhaltet. Zudem sparen sich Nutzer der Mietlösung die Wartungskosten.

Eine Lösung, die auch für Krankenhäuser besonders sinnvoll ist, die ebenso wie Pflegeheime angesichts der zunehmenden und länger andauernden Hitzewellen an ihre Grenzen stoßen. Zwar sind OP-Säle, Intensivstationen und Räumlichkeiten, in denen hochsensible, wärmeempfindliche Geräte untergebracht sind, durchweg gekühlt, doch fehlt es meist an entsprechender technischer Ausstattung in den Bettenhäusern oder den Aufenthaltsbereichen. Ein Mangel, der gerade für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zum lebensbedrohlichen Problem werden könnte. Mit Mietkälte können Krankenhäuser – auch ohne hohe Investitionssummen tätigen zu müssen – im Bedarfsfall ebenfalls von einer temporären und praktischen Lösung profitieren. Das zahlt sich aus, zumal eine ganzjährige Kühlung meist auch gar nicht erforderlich ist.

 

Wie sieht das konkret aus?

Ob Krankenhäuser oder Pflegeheime – meist bieten solche Einrichtungen dank ausreichender Grünfläche genügend Platz, um das Außengerät ohne Weiteres aufzustellen. Von hier aus wird ein Wasserschlauch durch die Wand ins Gebäudeinnere gelegt, wo es mit dem Innengerät verbunden wird. Als Beispiel kommt ein klassischer Umluftklimaschrank infrage, der in einem gewissen Segment wie zum Beispiel im Empfangsbereich für ein angenehmes Raumklima sorgt. Mit Blick auf die zukünftigen Sommer, die deutschlandweit vermutlich auch weiterhin heiße Wochen mit sich bringen, macht hier und da auch eine Kombilösung aus Teilmiete und Teilinvestition Sinn: Während das Außengerät bei Bedarf in Spitzenzeiten einfach gemietet wird, wählt man im Gebäudeinneren fest installierte Klimageräte. Mit kompakten Wandgeräten, Deckenkassetten und Truhengeräten bietet Mitsubishi Electric hier ein großes Portfolio an Klimatisierungslösungen, die jedem Bedarf gerecht werden.

 

Auch in Notsituationen eine gute Wahl

Unabhängig von einem Klima, das zur Genesung beiträgt, ist Mietkälte für Krankenhäuser generell ein interessantes
Thema. Sollten stationäre Kälteanlagen ausfallen, gewartet werden oder bei Umbauten zusätzliche Kühlleistung nötig sein, sichert sie den Betrieb. Noch entscheidender ist ihr Einsatz oft in
OP-Sälen, Laboren, der Medizintechnik oder bei Medikamentenlagerung, wenn hier Ausfälle überbrückt werden müssen. Ist eine Notfallkühlung aufgrund defekter Haustechnik gefragt, liefert bspw. Mitsubishi Electric oft mit Expresslieferung innerhalb weniger Stunden die passende Lösung. Und auch in puncto Medizintechnik, wo ein Ausfall wärmeempfindlicher Geräte wie Magnetresonanztomographen (MRT) oder Computertomographen pro Tag mehrere Tausende Euro kostet, kann die Mietkälte schnell für Entwarnung sorgen. Schließlich benötigen MRTs für ihren Betrieb eine permanente und hochverfügbare Kälteversorgung. Die dafür eingesetzten Kaltwassersätze werden in der Regel direkt vom MRT-Hersteller mitgeliefert und installiert. Dennoch kann auch diese Kühllösung ausfallen oder aufgrund von Wartungsarbeiten temporär nicht zur Verfügung stehen. In solchen Fällen konnte z. B. „MELRent“ in der Vergangenheit
bereits mehrfach unterstützen, indem kurzfristig diese  mobilen Kälteanlagen bereitgestellt wurden. Dadurch ließ sich die Kühlversorgung sicherstellen und ein kostenintensiver Stillstand des MRT vermeiden.

 

Quellen:

*https://herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/klima-und-umwelt/herzprobleme-bei-hitze

**https://www.who.int/europe/de/news/item/11-06-2026-heat-action-day--new-who-guidance-helps-authorities-better-protect-people-from-the-effects-of-heat

***https://www1.wdr.de/nrw/duesseldorf/hitze-einsatz-seniorenheim-dormagen-krefeld-100.html

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