Bohrhammer im Test

Werkzeuge für die Heizungsmontage

Bei der Montage von Heizungsanlagen in Privathaushalten zählen beim Bohren und Meißeln vor allem Leistung und Gewicht des Werkzeugs. Die Installateure des Heizungsbauers Thermondo haben bereits seit vergangenem Jahr den Bohrhammer „TE 6-A36“ von Hilti im Einsatz, der als 36-Volt-Akkugerät alle zentralen Anwendungen im Heizungsbau abdeckt. Wie sich das Gerät im Praxistest schlägt, lesen Sie in diesem Beitrag.

Wenn Michael Kriegisch einen Heizkessel austauscht, bohrt er im Schnitt 30 bis 40 Löcher, bis die neue Anlage befestigt ist und alle Zu- und Ableitungen mit Rohrschellen verankert sind. Als Heizungsbaumeister und stellvertretender Gebietsleiter von Thermondo (www.thermondo.de) tauscht Kriegisch im Schnitt bei zwei Kunden in der Woche die Heizungsanlage aus. Michael Kriegisch ist einer von mittlerweile rund 150 festangestellten Meistern und Anlagenmechanikern an über 50 Standorten in ganz Deutschland. Sie übernehmen den Einbau einer neuen Heizungsanlage, indem sie vorab alle Daten zu dem Auftrag auf ihr Tablet übermittelt bekommen. Die 54 Montageteams haben auf diese Weise bereits an die 5.000 Installationen in Deutschland durchgeführt. Auf eine Lagerhaltung verzichtet der Heizungsbauer bewusst und lässt sich herstellerübergreifend die Wärmeerzeuger und Verbrauchsmaterialien just-in-time an das Bauvorhaben liefern, während Entsorgerfirmen gleichzeitig das Altmaterial im Auftrag von Thermondo abholen.

 

Fixbetrag für Elektrowerkzeuge

Als Technischer Leiter ist Kersten Wilhelm, selbst Heizungsbaumeister mit über 30 Jahren Berufserfahrung, dafür zuständig, dass alle Montageteams von Thermondo die notwendige Ausrüstung zur Verfügung haben, um das enorme Auftragsaufkommen auch in der Praxis bewältigen zu können und beim Kunden professionell zu arbeiten. Thermondo ist seit der Gründung im Jahr 2012 stets dreistellig gewachsen und verzeichnete in 2016 an die 60 Neueinstellungen von Monteuren sowie 30 neue Montagefahrzeuge alleine in sechs Monaten.

So hat sich Kersten Wilhelm im Frühjahr 2016 hinsichtlich der Ausrüstung mit Elektrowerkzeugen für das Nutzungsmodell des Hilti Flottenmanagements entschlossen, das für einen monatlichen Fixbetrag sämtliche Geräte-, Service- und Reparaturkosten abdeckt. „Uns hat hier das Gesamtpaket überzeugt, denn wir können unseren Kunden nur dann gute Preise bieten, wenn wir all unsere Prozesse möglichst effizient halten. Das erwarte ich auch von unseren Lieferanten, denn die Funktionalität, Verfügbarkeit und natürlich auch der Endpreis müssen stimmen“, begründet Wilhelm seine Entscheidung. War in der Vergangenheit beispielsweise ein Gerät defekt, hat der Großhändler den Austausch übernommen, was einen mehrtägigen Ausfall zur Folge hatte. Jetzt bezieht Thermondo die vier für die Installationsanwendung wichtigsten Elektrowerkzeuge, eine Säbelsäge, einen Akkuschrauber, einen Winkelschleifer und einen Bohrhammer, über das Flottenmanagement von Hilti (www.hilti.de). So entstehen keine weiteren Reparatur-, Transport- und Administrationskosten, während die Kosten durch den Fixbetrag transparent und planbar sind. Sind Geräte defekt, erhält Thermondo ergänzend zur Abholung und Reparatur ein kostenloses Ersatzgerät innerhalb von 24 Stunden. „Das reduziert natürlich die Ausfallzeit unserer Geräte und senkt die Prozesskosten, was sich bei unseren zahlreichen Montageteams durchaus bemerkbar macht“, resümiert Wilhelm. Die vier Geräte der neuen Werkzeugflotte wurden nach und nach auf allen 54 Montagefahrzeugen ausgetauscht, während Kersten Wilhelm die Neufahrzeuge derzeit automatisch mit der Hilti Geräteflotte bestücken lässt. Über das Flottenmanagement erhält Thermondo stets den neuesten Stand der Technik an Geräten, so dass der Heizungsbauer von jedem technischen Fortschritt profitiert und seine Produktivität steigert.

 

Akkutechnologie

Teil dieser Geräteflotte ist die Weiterentwicklung des Hilti Bohrhammers „TE 6-A36“, der ebenso wie sein Vorgänger auf einem 36-Volt-Akku basiert, nun jedoch um eine Meißelfunktion ergänzt wurde und deshalb einen stark erweiterten Anwendungsbereich aufweist. „Da bei der Heizungsinstallation auch immer Arbeiten am Schornstein auf dem Hausdach anfallen, war von vorneherein klar, dass unsere Geräteflotte nur aus Akkugeräten bestehen soll“, erinnert sich Wilhelm. Michael Kriegisch hatte den Bohrhammer „TE 6-A36“ bereits ausgiebig im Einsatz und konnte den Neuzugang von Hilti auf Herz und Nieren testen. Der Heizungsprofi legt besonders viel Wert auf das Gewicht, das bei dem Bohrhammer im Vergleich zum Vorgängermodell noch deutlich reduziert werden konnte. „Ich muss bei jedem Auftrag mindestens einmal aufs Dach, wo die Ausstiege oft schlecht sind. Der neue Hilti Bohrhammer liegt so leicht in der Hand, dass ich z.B. am Schornstein jetzt mit ausgestrecktem Arm nach unten bohren kann. Bevor es aufs Dach geht, checke ich mit einem Knopfdruck noch schnell den Ladezustand des Akkus. Diese Ladestandsanzeige ist für mich ein praktisches Detail um sicherzugehen, dass noch genügend Leistung vorhanden ist“, führt Kriegisch aus.

 

Meißelfunktion

Der Heizungsinstallateur muss oftmals am Dachboden auf Wunsch des Schornsteinfegers eine Revisionsöffnung von circa 20 x 20 cm im Kamin anlegen. „Diese Anwendung hat für uns mit den Ausschlag gegeben, den Hilti Bohrhammer „TE 6-A36“ mit in die Geräteflotte aufzunehmen, denn dank seiner neuen Meißelfunktion muss ich nur ein Gerät mit nach oben nehmen“, so Kriegisch, der damit auch Durchbrüche für Kondensatleitungen meißelt, größere Kernbohrungen jedoch dann den spezialisierten Dienstleistern überlässt. Die Leistung beurteilt er als absolut ausreichend für sein Tätigkeitsspektrum, auf die als Zubehör erhältliche aufsetzbare DRS Staubabsaugung verzichtet er jedoch aus Platzgründen. Auch die Schnellspannaufnahme ist für den Berliner Handwerker weniger relevant, da er separat Akkuschrauber im Einsatz hat und das Bohrfutter deshalb nicht wechseln muss. Für einen Serienanwender wie Michael Kriegisch, der überwiegend in den Durchmessern zwischen 6 und 30 mm bohrt, hat sich das vibrationsreduzierte Gerät bereits bezahlt gemacht und er möchte es auf seinen Baustellen nicht mehr missen. Und davon hat er als Thermondo-Installateur schließlich einige, denn das Tablet meldet bereits den nächsten Auftrag, bei dem Kriegisch wieder bohrend und meißelnd den Wärmeerzeuger austauschen wird.

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