Installationsbeispiel

Einfache Wartung

Saubere Kleinhebeanlage

Dass Kleinhebeanlagen eine saubere Sache sein können, wird nicht jedem Handwerker einleuchten. Bei einer Neuentwicklung einer Fäkalienhebeanlage stand dieser Aspekt aber genauso im Fokus, wie eine schnelle Installation und Wartungsarbeiten einfach durchführen zu können. In einer Bilderstrecke wird veranschaulicht, wie einfach das Beseitigen einer Verstopfung bei dieser Anlage ist.

Die DIN EN 12050-3 beschäftigt sich mit Fäkalienhebeanlagen zur „beschränkten Verwendung“. Diese Umschreibung deutet schon auf dessen ausschließliche Einsetzbarkeit im privaten Bereich hin. In der Regel geht es um den Einsatz in nachträglich ausgebauten Kellerräumen mit Badezimmer, einschließlich WC, Dusche und Waschbecken. Üblicherweise sind diese Kleinhebeanlagen hinter einem WC bzw. in einer Vorwandinstallation angeordnet und fördern das anfallende Abwasser über die Rückstauebene hinaus in den Kanal. Das ist eine klar umschriebene Aufgabenstellung – was kann man da noch verbessern?

Bevor die Ingenieure von Grundfos sich daran machten, das Nachfolgemodell der Kleinhebeanlage „Sololift“ zu entwickeln, startete das Unternehmen bei Installateuren und Endverbrauchern eine Marktbefragung. Die Studie sollte zwei wesentliche Fragestellungen beantworten: (1) Worauf legen Kunden bei einer Kleinhebeanlage primär Wert? (2) Welche technischen Features sollten bei einer Neuentwicklung besonders berücksichtigt werden?

Klares Ergebnis dieser Befragung war, dass zum Einen Kleinhebeanlagen zuverlässiger bzw. robuster sein sollten. Zum Anderen bemängelten viele Kunden den Service- und Wartungsaufwand bzw. das Handling beim Beseitigen kleinerer Störungen (Geruch, schmutzige Hände). Bei der Neuentwicklung der „Sololift2“ wurden diese Hinweise aufgegriffen und umgesetzt.

Neue Lösungen, wie z.B. das leistungsstarke Profi-Schneidwerk, die spezielle Motorbauweise mit einem leistungsstarken Anlaufdrehmoment und einer hohen Schneidkraft sowie der trockene Zugang zur Pumpen-Motor-Einheit erleichtern nun die Arbeit für das SHK-Handwerk (und in Notfällen auch für den Hauseigentümer). Aufgrund der Selbstreinigungseigenschaften der „Sololift2“ bleiben das Schneidwerk und der Sammelbehälter frei von Ablagerungen und daraus resultierenden unangenehmen Gerüchen. Im Normalfall ist keine regelmäßige Reinigung mehr erforderlich, insbesondere entfällt der Einsatz chemischer Reinigungsmittel.

Robuste Technik verzeiht
„Fehlbedienungen“

Die deutlich robustere Technik der “Sololift2“ verzeiht auch gelegentliche „Fehlbedienungen“ wie in die Toilette geworfene Hygieneartikel. Zudem bietet die neue Baureihe ein durchdachtes Konzept für den Geräte-Service durch den Installateur bzw. beim Beseitigen kleinerer Störungen durch den Endverbraucher selbst.

Besonders vorteilhaft ist, dass für Service-Arbeiten weder das Abflussrohr noch die Anlage selbst demontiert werden müssen. Zum Reinigen oder Trocknen von Anlageteilen muss nur der Deckel der Hebeanlage geöffnet werden. Aufgrund der Deblockier-Funktion reicht meist ein Schraubendreher zum Bewegen der Motorwelle aus, um eine Verstopfung durch nicht zulässige Objekte zu beseitigen. Muss der Installateur größere Objekte entfernen, löst er einfach den Wartungsdeckel, um die kompakte Pumpen-Motor-Einheit auszubauen (er muss dazu nicht in die Anlage hineingreifen!).

Zusätzliche Funktionen und Leistungsmerkmale, wie die Montage mit unverlierbaren Befestigungselementen und eine externe berührungslose Niveauschaltung und Behälterentleerung, erhöhen die Wartungsfreundlichkeit der Hebeanlage. Alle Ausführungen der „Sololift2“ (verfügbar sind fünf Varianten) sind mit einem Entlüftungsventil und einem hochwirksamen Aktivkohlefilter ausgerüstet, um unangenehme Gerüche zu vermeiden. Alternativ kann die Kleinhebeanlage über einen eingebauten Adapter auch an eine Entlüftungsleitung angeschlossen werden.

Für den Betrieb ist eine kaum sichtbare Druckleitung mit nur 20 mm Nennweite erforderlich. Flexible Zulauf- und Auslass­anschlüsse erleichtern die Arbeit des Installateurs bei der Neuinstallation ebenso wie beim Austausch. Neuartig ist die wählbare Druckabgangsrichtung bei den Modellen „Sololift2 WC-1“, „WC-2“ und „C-3“. Beim Austausch der Anlage ermöglichen exzentrische Zulaufanschlüsse in vertikaler und horizontaler Richtung eine Montagetoleranz von bis zu 10 mm.

Fazit

Die „Sololift2“ bietet eine einfache, flexible Installation, Sauberkeit und Zuverlässigkeit. Das hat auch die international besetzte Jury des ‚Plus X Award‘ so gesehen: Sie zeichnete die „Sololift2“ in den Kategorien „High Quality“ und „Funktionalität“ aus und verlieh ihr darüber hinaus das Gütesiegel „Bestes Produkt des Jahres 2011“.

Einfache Reinigung bzw. Entfernung einer
Verstopfung bei der „Sololift2“

Die Ausgangslage ist eine Verstopfung bei einer installierten „Sololift2“. Das Vorgehen ist aber bei einer regelmäßigen Wartung und Reinigung gleichfalls gültig. Die nachfolgende Bildstrecke verdeutlicht das hygienische und praxisgerechte „Saubere Hand“-Konzept von Grundfos. Der ganze Vorgang dauert für einen geübten Installateur nicht mehr als 6 bis 7 Minuten. Er beinhaltet alle sicherheitsrelevanten Schritte und beachtet insbesondere die Sauberkeit der Arbeitsstelle.

Online-Plus

http://www.grundfos.de/gebaudetechnik/produkte-loesungen/produkte/kleinhebeanlagen/sololift2.html


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