Gut aufgestellt für die Zukunft

Simplex-Geschäftsführer zieht positive Bilanz fürs Jubiläumsjahr

Für Simplex (www.simplex-armaturen.de) war 2017 ein besonderes Jahr: Der Spezialist für Anschlussarmaturen und Heizungssysteme mit Sitz im Allgäu feierte 60. Geburtstag. Geschäftsführer Helmut Vollprecht blickt zufrieden zurück auf sechs Jahrzehnte Technologien „Made in Germany“ und stellt sich zuversichtlich den Herausforderungen der Zukunft.

SHK Profi: Simplex feierte 2017 sein

60. Jubiläum. Was sind aus Ihrer Sicht die Meilensteine in der Unternehmenshistorie?

Vollprecht: 60 Jahre Simplex, „Made in Germany“! Dafür an erster Stelle einen herzlichen Dank an die qualitätsbewussten Fachhandwerker, Großhandelspartner, Kunden und Investoren. Die wesentlichen Meilensteine sind die Gründung durch Johann Wilfer 1957, der Beginn der industriellen Fertigung 1974, die Expansion in Thüringen 1991/93, der Verkauf an Aalberts Industries N.V. Niederlande 1998 und die strategische Zuordnung zur Climate Control/Hydronic Flow Control im Jahr 2016. Letzteres wird uns Synergien und die weitergehende Internationalisierung der Marke Simplex ermöglichen. 

SHK Profi: Welche Stärken zeichnen Simplex aus?

Vollprecht: Als Stärken von Simplex sehe ich lösungsorientierte Technologien und Produkte, Innovation, Qualität und Sicherheit „Made in Germany“. Aus Tradition und Service wächst Vertrauen in Simplex, seit nunmehr 60 Jahren. 

SHK Profi: Simplex bekennt sich in unserer globalisierten Welt zum Standort Deutschland. Was ist der Hintergrund dafür? Werden Sie sich auch in Zukunft auf die beiden Produktionsstandorte in Argenbühl und in Schwallungen konzentrieren?

Vollprecht: Ja, Simplex, als Unternehmen der weltweit agierenden Aalberts Industries N.V., setzt auf Deutschland. Mit unseren hiesigen Produktionsstätten leisten wir einen unternehmerischen Beitrag zur Beschäftigung im Land und damit zu Wohlstand, Nachfrage und Zukunft. Weitere gute Gründe für den Standort sind das Know-how unserer Mitarbeiter, die Reaktionsschnelligkeit und die Nähe zu unseren Hauptmärkten. Die Produktion auf deutschem Boden ist so lange möglich, wie der Simplex-Mehrwert weitergehend geschaffen und honoriert wird. Die Absatzentwicklung 2017 zeigt uns hier eine positive Tendenz.

SHK Profi: Die gute Konjunktur setzt sich in Deutschland fort. Diese schließt auch die Baubranche mit ein. Inwiefern profitiert Simplex von dem anhaltenden Aufschwung? Welche Unternehmensbereiche entwickeln sich besonders positiv?

Vollprecht: Im Jahr des 60. Geburtstag ist Simplex zweistellig gewachsen. Neben den positiven konjunkturellen Voraussetzungen haben innovative Produktneuheiten und ein überdurchschnittliches Wachstum im Ausland dazu beigetragen. Besonders gut entwickeln sich die Unternehmensbereiche Produktmanagement sowie Forschung und Entwicklung, so dass wir in den nächsten Jahren mit innovativen Systemlösungen in neuen Dimensionen überraschen werden. Die Kundenbedürfnisse Energieeffizienz, Montage- und Bedienkomfort, Flexibilität, Digitalisierung, Mehrwert und Nachhaltigkeit haben wir bei den laufenden Entwicklungen stets im Fokus.

SHK Profi: Arbeitsprozesse werden zunehmend digitaler. Welche Einflüsse hat die Digitalisierung auf Simplex?

Vollprecht: Für jedes Unternehmen, auch für Simplex, gilt es zu analysieren inwieweit die Digitalisierung von Aktivitäten und Lösungen zum Bestandteil werden muss. Der Fokus muss dabei auf veränderte Kundenbedürfnisse und Wettbewerbsbedingungen gerichtet werden. Informations- und Warenflüsse verändern sich, neue Vertriebsformen entstehen. Simplex ist Partner im 3-stufigen Vertrieb. Der Fachgroßhandel im 3-stufigen Vertrieb, mit seiner physischen Nähe zum Fachhandwerker und Endkunden, wird nach meiner Beurteilung, bei ausreichender Aufrechterhaltung der Lagerhaltung und Verfügbarkeit vor Ort, für viele Markenhersteller der attraktivste Distributionspartner bleiben.

SHK Profi: Auszeichnungen wie der „Plus X-Award“ stehen für Markenqualität made in Argenbühl. Wie kommt das im Markt an?

Vollprecht: Offensichtlich ganz hervorragend. Nur so lässt sich die hohe Nachfrage erklären. Das Produkt „VarioDesign“ wurde in den Kategorien Qualität, Design, Funktionalität ausgezeichnet und später zum Produkt 2017 seiner Kategorie gewählt. Wir verstehen den Erfolg als positives Feedback aus dem Markt und als Motivation für weitere erfolgreiche Entwicklungen und Lösungen.

SHK Profi: Simplex engagiert sich in sozialen Projekten und zeigt damit seine regionale Verbundenheit. Welche Projekte sind das?

Vollprecht: Soziales Engagement verstehen wir als festen Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Wir arbeiten seit vielen Jahren mit dem LebenshilfeWerk Meiningen zusammen und haben ein jährliches Budget für soziale Aktivitäten. In 2017 unterstützten wir unter anderem die Damen-Fußball-Spielgemeinschaft SGM Eglofs mit einer Trikot-Ausrüstung. Die Mannschaft spielt erfolgreich in der Landesliga Baden-Württemberg und trägt positiv zur Bekanntheit von Simplex als Allgäuer Arbeitgeber bei.  

SHK Profi: Der demografische Wandel ist in vollem Gange. Spüren Sie das Thema Fachkräftemangel? Wie steuern Sie dagegen? 

Vollprecht: In der Tat spüren wir diesen Mangel. An erster Stelle gilt es die Attraktivität als Arbeitgeber im Blick zu haben. Wir investieren in die Weiterbildung und in Mitarbeiter-Entwicklungsprogramme. So können sich auch aus den eigenen Reihen Führungskräfte und Spezialisten entwickeln. Für den Bereich Forschung und Entwicklung ermöglichen wir ab sofort duale Studiengänge. Auch neue Wege in Sachen Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodelle sind für uns erforderlichenfalls denkbar.  

SHK Profi: Welche Zielsetzung verfolgen Sie für die kommenden Jahre? Was sind Ihre Wachstumstreiber?

Vollprecht: Die Zielsetzung der Hydronic Flow Control Gruppe bestehend aus Flamco, Meibes und Simplex ist es, Mehrwert für Bauherren und Investoren zu schaffen. Dies im Besonderen durch Lösungen und Systeme, die zur Energieeinsparung und Leistungsverbesserung beitragen. Die Weiterentwicklung unseres Gesamtsortiments von der Quelle über die Verteilung bis zur Abgabe wird unter Berücksichtigung der Markttrends, Kundenbedürfnisse und des Gebäudelebenszyklus im Mittelpunkt stehen. Unser weiteres Wachstum werden wir aus Innovationen, Dienstleistungen und der Nutzung von Synergien einer starken Gruppe generieren. Wir sehen positiv und motiviert in die Zukunft.

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