Hausautomation fürs Handwerk

Smart Home System verknüpft Hersteller und Gewerke

Auf den Nutzer anpassbare Produkte gewinnen zunehmend an Bedeutung, auch wenn die Akzeptanz intelligenter Technik sowohl beim Kunden als auch beim Fachhandwerker sehr unterschiedlich ausfällt. Doch was tun, wenn der Kunde nach einer smarten Lösung verlangt oder seine komplette Haustechnik zukunftsorientiert ausrichten möchte? Und welche Verkaufschancen versprechen Smart Home-Systeme? „Wibutler“ als herstellerunabhängige Lösung bietet dem Installateur ebenso wie dem Kunden zahlreiche Vorteile, die über eine unkomplizierte Installation und spezifische Anwendungsmöglichkeiten weit hinausgehen.

Wenn das Fenster geöffnet wird und sich automatisch Heizung und Lüftung regeln, wenn das gleiche Fenster beim Öffnen einen Alarm auslöst, wenn niemand zu Hause ist und wenn das ganze System auch noch einfach zu installieren und einfach zu bedienen ist, dann könnte es sich um einen „wibutler“ von iExergy (www.wibutler.com) handeln. „Wibutler ist ein herstellerunabhängiges Smart Home System, mit dem sich Produkte unterschiedlicher Hersteller und Gewerke verknüpfen und über Zeit und Wenn-Dann-Anwendungen automatisieren lassen“, erklärt Florian Rulle, Leiter des Service- & Schulungscenters bei iExergy. Das Herzstück des Smart Homes ist der „wibutler“-Server, der zusammen mit der App und einer individuellen Auswahl an Produkten kombiniert werden kann. Der große Vorteil dabei ist, dass der „wibutler“ mit den Funkprotokollen WLAN, Z-Wave, EnOcean und ZigBee ausgestattet ist, so dass Geräte verschiedener Funkstandards eingebunden und verknüpft werden können. So werden Geräte problemlos kombinierbar und per Smartphone und Tablet steuerbar. Der Hintergedanke dabei: Kunden und Handwerker müssen sich nicht auf Produkte eines Herstellers oder einzelne Funkprotokolle beschränken.

Installation

Ein System mit komplexen Funktionen, das die gesamte Haustechnik miteinander verbindet, muss nicht zwangsläufig kompliziert sein – weder in der Einrichtung noch in der Bedienung. Handwerker können in speziellen Schulungen den Umgang mit dem „wibutler“-System einüben und sich darüber hinaus zum „wibutler“-Partner zertifizieren lassen. „In den Basis-Schulungen vermitteln wir zunächst einen Überblick über das System und Teilnehmer lernen dessen Vorteile ganz praktisch kennen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung können sich Teilnehmer im Praxisteil von der besonders einfachen Installation, Inbetriebnahme, und Konfiguration selbst überzeugen“, berichtet Rulle über die Inhalte der Schulung.

Über die „wibutler“-App können auch ohne Programmierkenntnisse mit nur wenigen Klicks Produkte zum „wibutler“-System hinzugefügt werden. Im Handumdrehen sind Automatisierungsregeln für die smarten Produkte erstellt. Mit Hilfe von Wenn-Dann-Regeln wird festgelegt, wie auf bestimmte Aktionen reagiert werden soll. So wird beispielsweise bestimmt, dass bei Bewegung das Licht angeschaltet wird.

Für wiederkehrende oder einmalige Ereignisse können auch Zeitregeln erstellt und Abläufe geplant werden. Wenn beispielsweise bekannt ist, wann man nach der Arbeit nach Hause kommt, kann die Heizung entsprechend geregelt werden. Diese Regeln sind jederzeit veränderbar, so dass Einstellungen individuell angepasst werden können.

Definierte Regeln werden dann Profilen wie „Unterwegs“ oder „Zuhause“ zugewiesen, so dass mit einem Klick das gesamte Haus in den gewünschten Modus versetzt werden kann. Im Modus „Unterwegs“ kann das beispielsweise bedeuten, dass alle Lichter ausgeschaltet, die Heizung heruntergefahren, die Alarmanlage eingeschaltet und Anwesenheitssimulationen angeschaltet werden.

Handwerker müssen sich mit immer komplexeren Systemen auseinandersetzen. „Wibutler“ sei dabei eine riesen Erleichterung, so Rulle über die Smart Home-Lösung. „Das System kann zwar komplexe Sachverhalte realisieren, die Einrichtung ist jedoch sehr einfach. In der App wird man intuitiv mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen durch sämtliche Produktinstallationen geführt. Trotzdem kann man z.B. mehrere Heizkreise anlegen, Einzelraumregelungen umsetzen, Fußbodenheizungen ansteuern und vieles mehr“, erklärt Rulle die Vorteile.

Kundenberatung

Obwohl die Einrichtung von „wibutler“ einfach und weiterstgehend intuitiv funktioniert, ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Funktionsweise und Modularität des Systems unabdingbar, denn nur so kann man für den Kunden die individuelle Lösung finden und ihn optimal beraten. „Oft fragen Kunden z.B. nur ein spezifisches Anwendungsszenario wie die Heizungssteuerung an. In der Regel ist dies für den Kunden nur der Einstieg und mit der richtigen Beratung führt der Auftrag zu Folgeaufträgen oder direkt zu einem umfangreicheren Auftrag“, gibt Rulle die Erfahrungen mit „wibutler“ wider.

Smart Home-Systeme gibt es viele auf dem Markt, da ist es besonders wichtig, die Unterschiede genau zu kennen. „Wer seinem Kunden ein gutes Produkt verkaufen möchte, sollte ihn vorab entsprechend aufklären, damit die Endkunden den Mehrwert des Produktes einschätzen können“, rät Florian Rulle. „Für Endkunden bedeutet ‚Heizungssteuerung im Smart Home‘ in erster Linie die Heizung per App zu steuern und nach Zeitregeln zu automatisieren. Das kann fast jedes Smart Home System. Tatsächlich gibt es bei der Umsetzung aber große Unterschiede, so kann ‚wibutler‘ im Gegensatz zu anderen Systemen z.B. auch Fußbodenheizungen ansteuern und mit der bedarfsgeführten Heizungsregelung bis auf den Wärmeerzeuger zugreifen und die Heizung nachhaltig optimieren. Mit nachhaltig ist gemeint, dass die Heizkesselleistung angepasst an den Bedarf reguliert wird. Andere Systeme schalten den Wärmeerzeuger einfach an und aus: eine Lösung die für den Wärmeerzeuger schädlich ist und zu höherem Verschleiß führt.“

Fazit

„Wibutler“ ist eine ganzheitliche Hausautomationslösung mit der über 120 Produkte kompatibel sind. Hersteller wie Wilo, Wolf, Danfoss, Oventrop, Maico, Afriso, Pentair Jungpumpen und viele weitere setzen auf die Technologie. „In der ‚wibutler alliance‘ bringen wir diese Produktpartner unterschiedlicher Gewerke zusammen, um mit ihrem interdisziplinären Know-how das Gesamtsystem weiterzuentwickeln. So konnten wir beispielsweise Verfahren wie die dezentrale Lüftungsteuerung und die bedarfsgeführte Heizungsregelung umsetzen“, fasst Rulle die Vorteile der Herstellerunabhängigkeit zusammen. Auf diese Weise konnten das „wibutler“-System seit der Einführung weiterentwickelt und viele starke Partner gewonnen werden. „Wir haben erkannt, auf welchem Fundament Hausautomation gebaut ist: offene Funkstandards und eine große Auswahl kompatibler Produkte, gewerkeübergreifende Automation, etablierte Hersteller mit bewährten smarten Produkten, ein geschultes Partnernetzwerk aus Fachhandwerkern und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Gesamtsystems“, fasst Florian Rulle die Grundsätze von „wibutler“ zusammen. In diesem Sinne wird „wibutler“ auch im Hause der Zukunft eine große Rolle spielen.

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