Virtuelle Fachmessen

Lohnt sich ein digitaler Besuch?

Nachdem wir bereits auf die Frühjahrsmessen gänzlich verzichten mussten, werden auch die künftigen Messen, wie die Chillventa 2020 und die ISH 2021, rein digital stattfinden. Erfahren Sie hier, wie die digitalen Messen ablaufen und warum sich ein virtueller Besuch durchaus lohnt.

ISH 2021

Seit Ende September ist es offiziell: Die Messe Frankfurt hat sich gemeinsam mit den ideellen Trägern der ISH entschlossen, die ISH 2021 (www.ish.messefrankfurt.com) ausschließlich digital durchzuführen, um allen Beteiligten die Möglichkeit zu geben, sich bestmöglich vorzubereiten. Dazu sollen alle Aktivitäten der Aussteller gebündelt und mit den eigenen Angeboten der Frankfurt Messe intelligent verknüpft werden, so Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung, Messe Frankfurt. Marzin weiter: „Wir werden sehr bald mit attraktiven Angebotspaketen auf die Aussteller zukommen und dann unser internationales Vertriebsnetzwerk zur Besuchergewinnung aktivieren.“

Zu den digitalen Angeboten zählen unter anderem: Ausstellerpräsentationen (Produkte, Informationen, Videos, Ansprechpartner, Chatfunktionen, 1-zu-1 Videoanrufe) und intelligentes Matchmaking mit passenden Geschäftspartnern zur Leadgenerierung, unterstützt durch künstliche Intelligenz. Des Weiteren soll es Live-Streamings und On-Demand-Übertragungen des Rahmenprogramms geben sowie eine Terminvergabe für Online-Meetings mit den Ausstellern.

Chillventa 2020

Bereits vom 13. bis 15. Oktober 2020 trifft sich die internationale Kälte-, Klima-, Lüftungs- und Wärmepumpen-Community zum Chillventa eSpecial. Bei dem virtuellen Event erwartet Sie neben den Firmenprofilen und Produktpräsentationen ein hochkarätiges Vortragsprogramm mit spannenden aktuellen Branchenthemen. Mehrere Kommunikationsmöglichkeiten sollen unter anderem den persönlichen Kontakt so gut es eben geht ermöglichen. Die Nürnberg Messe setzt somit darauf, möglichst viele Aspekte einer realen Fachmesse in die virtuelle Welt zu übertragen.

Ein vom Bauverlag organisiertes, virtuelles „Round Table-Gespräch“ am zweiten Messetag (14. Oktober, ab 18:00 Uhr) möchte ich Ihnen besonders ans Herz legen: Experten der Kälte-/Klima-/Lüftungsbranche informieren in einer Podiumsdiskussion über die Herausforderungen und Chancen der Corona-Pandemie, die sich für Planer, Handwerker, Betreiber und die Industrie ergeben. Interessierte können sich kostenlos zuschalten, der Diskussion folgen und sich im Chat beteiligen. Die Anmeldung erfolgt auf der eSpecial-Webseite analog zu den sonstigen Webinar-Angeboten (www.chillventa.de/especial-teilnahme).

Lohnt sich ein digitaler Messebesuch?

Unsere SHK-Fachmessen waren stets ein Highlight im Jahr: Der persönliche Kontakt verbunden mit der Neuheiten-Präsentation zum Anfassen war einer der Hauptgründe für einen Besuch. All das ist aufgrund der Corona-Pandemie in naher Zukunft so nicht möglich. Dennoch lohnt sich ein digitaler Messebesuch: Der Lockdown hat in vielen Bereichen die Digitalisierung vorangetrieben, dennoch sind wir mit großen virtuellen Veranstaltungen und ihren Kommunikationsmöglichkeiten wenig vertraut, was durchaus neue Chancen bietet. Sicher wird auch die Heizung in Zukunft (glücklicherweise) nicht virtuell eingebaut. Aber die Krise hat gezeigt, dass die SHK-Branche immer noch eine Zukunftsbranche ist. Daher ist es wichtig, diesen Vorsprung mit Informationen und Innovationen weiter auszubauen. Hier können die digitalen Messen eine wichtige Rolle einnehmen. Und nicht zuletzt ist es wichtig, in der Krise zusammen zu halten und die Messen zu unterstützen, damit wir uns spätestens 2022 wieder real auf einer Messe begegnen können.

Marlene Klocke
SHK Profi-Redaktion
Gütersloh
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