Vom Komfort-Extra zum Standard in der Pflege

Pflegezentrum in Pfullendorf setzt konsequent auf Dusch-WCs

In Pfullendorf, nördlich des Bodensees, wurde ein Pflegezentrum mit 75 stationären Pflegeplätzen in fünf Wohngemeinschaften sowie 24 barrierefreien Service-Wohnungen errichtet. Frühzeitig stand dabei eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie lässt sich Pflege künftig so gestalten, dass Bewohner ihre Selbstständigkeit möglichst lange erhalten können, das Personal entlastet wird und effiziente Abläufe entstehen? Das im Juli 2026 in Betrieb gegangene Pflegezentrum „Residenz am Roten Bühl“ gibt darauf eine Antwort.

Ursprünglich war eine klassische WC-Ausstattung vorgesehen. Im weiteren Projektverlauf fiel jedoch die Entscheidung, alle Pflegebäder mit Dusch-WCs auszustatten. „In Pflegeeinrichtungen wird häufig aus Kostengründen auf einfache Standardlösungen gesetzt“, berichtet Raphael Kemmer, Bauherr und Geschäftsführer der KIAG Grundbesitz GmbH. „Wir wollten zeigen, dass sich eine hochwertige Ausstattung auch wirtschaftlich darstellen lässt – gerade mit Blick auf den späteren Betrieb.“ Das tatsächlich Schwerste im Pflegealltag und das Unangenehmste für den Bewohner und für das Personal sei das Thema Intimhygiene, so Kemmer. Gerade im Pflegebereich spiele das Thema Körperpflege eine zentrale Rolle.

Noch ungewöhnliches Sanitärkonzept

Die Verantwortlichen entschieden sich bewusst für ein innovatives Sanitärkonzept: „Die Residenz am Roten Bühl in Pfullendorf setzt in ihrem Wohn- und Pflegeheim flächendeckend auf Dusch-WCs „AquaClean“von Geberit. Und sie zeigt, was eine Entscheidung für ein Dusch-WC im Pflegealltag bewirkt: weniger Personalbelastung, mehr Bewohner-Autonomie und kalkulierbare Betriebskosten“, sagt Patrick Beck, Verkaufsberater Health Care bei Geberit. Das Dusch-WC ermögliche vielen Bewohnern, die Situation selbstständig mit weniger Abhängigkeit vom Personal und gleichzeitig würdevoll zu bewältigen.

Zur Installationspraxis 

Dusch-WCs, wie das Geberit „AquaClean Alba“, lassen sich wie ein konventionelles WC installieren – ohne Sonderwerkzeug und ohne Sonderinstallation. Für Installateure und Planer ist das eine wichtige Nachricht. Die Hürde ist deutlich niedriger als oft erwartet. Im Pflegezentrum in Pfullendorf wurden die „AquaClean Alba“-Dusch-WCs sowohl in konventionell gebauten als auch in industriell vorgefertigten Bädern integriert. Die frühzeitige Berücksichtigung in der Planung ermöglichte es, erforderliche Anschlüsse direkt vorzusehen. Bei größeren Projekten wie diesem schafft die standardisierte Planung der Sanitärtechnik eine verlässliche Grundlage für die Umsetzung und unterstützt reibungslose Abläufe auf der Baustelle.

Durchgängiges Systemkonzept

Ergänzt werden die Dusch-WCs durch „Sigma20“-Betätigungsplatten. Auch beim Waschtisch setzten die Baubeteiligten auf Geberit: Sie entschieden sich für das Modell „Renova“ aus langlebiger und pflegefreundlicher Sanitärkeramik. Alle Komponenten – vom Unterputz-Spülkasten der „Sigma“-Serie über das „GIS“-Installationssystem von Geberit bis hin zu Dusch-WC und Waschtisch – wurden bereits in der Planung konsequent aufeinander abgestimmt. In Kombination mit barrierefrei gestalteten Bädern gemäß DIN 18040, schwellenlosen Duschen und pflegegerechten Oberflächen entstand ein Sanitärkonzept, das Funktionalität, Hygiene und altersgerechte Pflege konsequent miteinander verbindet.

Bild vom teuren WC täuscht

Neben den Vorteilen für Bewohner und Pflegepersonal spielte auch die wirtschaftliche Perspektive über den Lebenszyklus hinweg eine wichtige Rolle. Das Bild vom teuren Dusch-WC stimmt so heute nicht mehr. Der Preisunterschied zwischen einem hochwertigen WC und einem Dusch-WC wie dem Geberit „AquaClean Alba“ ist deutlich geringer als vielfach angenommen. Gleichzeitig bietet das Dusch-WC zusätzliche Funktionen, die im Pflegealltag einen unmittelbaren Nutzen stiften – von der wasserbasierten Reinigung bis zur Unterstützung der Selbstständigkeit der Bewohner.

„Die Sanitärtechnik in einer Pflegeeinrichtung wird tatsächlich täglich stark beansprucht. Ausfälle oder aufwendige Instandhaltungen treffen uns als Betreiber direkt im laufenden Betrieb. Deshalb haben wir uns ganz bewusst für eine durchgängige Systemlösung aus einer Hand entschieden. Geberit steht für hohe Produktqualität und langfristige Ersatzteilsicherheit und damit für eine Instandhaltung, die wir sicher planen können“, resümiert Kemmer, „und genau das mache es auch bei großen Projekten wie diesem wirtschaftlich attraktiv.“ Die Entscheidung zeige, dass sich Nutzerkomfort, Pflegequalität und wirtschaftliche Aspekte nicht ausschließen – sondern gezielt miteinander verbinden lassen.

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