Hitze in den eigenen vier Wänden – Split-Klimaanlagen immer stärker nachgefragt
24.07.2026Mehrere Tage mit Temperaturen über 30 °C in Folge, Nächte ohne spürbare Abkühlung: Die erste Hitzewelle des Jahres hat im Juni die Bewohner vieler Wohnungen und Häuser in Deutschland an ihre Grenzen gebracht – und die Debatte um Hitzeschutzmaßnahmen neu befeuert. Auch die Anschaffung einer fest installierten Split- oder Multisplit-Klimaanlage wird dabei zunehmend zum Thema, um für künftige Hitzewellen bestmöglich und energieeffizient vorbereitet zu sein. Die Nachfrage privater Haushalte ist in den vergangenen Wochen um über 300 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
„Wir sehen in diesem Sommer sehr klar, dass vielerorts klassische, passive Hitzeschutzmaßnahmen allein nicht mehr ausreichen", erklärt Martin Krutz, Geschäftsführer von Daikin Germany. „Rollläden, Nachtlüften oder Ventilatoren verschaffen bei anhaltenden Hitzeperioden mit Temperaturen von deutlich über 30 °C oft nur wenig oder keine Linderung." Fest installierte Split- oder Multisplit-Klimaanlagen sind deshalb für viele Wohnräume die wirksamste Lösung. Zudem wird es in Europa voraussichtlich auch künftig nicht kühler werden. Laut dem im April 2026 veröffentlichten Bericht „European State of the Climate 2025" (ESOTC) (*1) ist Europa aktuell der Kontinent, der sich weltweit am schnellsten erwärmt. Die Erwärmung verläuft hier mehr als doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt.
Mit zunehmenden Hitzewellen gewinnen Split- und Multisplit-Klimaanlagen für eine wirksame Kühlung von Wohngebäuden immer mehr an Bedeutung.
Bild: Daikin
Vulnerable Gruppen rücken in den Fokus
Besonders deutlich wird der Handlungsbedarf dort, wo Menschen der Hitze kaum ausweichen können: in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Diskussion um besseren Hitzeschutz für vulnerable Gruppen – wie ältere und kranke Menschen sowie Kinder – an Fahrt aufnimmt und dabei auch der Einsatz von fest installierten Klimaanlagen als ernsthafte Option mitgedacht wird", so Krutz weiter. „Denn das ist kein Komfortthema, sondern zunehmend eine Frage des Gesundheitsschutzes und der damit verbundenen Verantwortung!“
Nachfrage privater Haushalte nimmt zu
Bei Daikin schlägt sich der zunehmende Wunsch nach Kälte auch in den aktuellen Anfragen nieder: „Wir beobachten eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Klimageräten – sowohl bei Privathaushalten als auch bei Gewerbeimmobilien“, berichtet Krutz. Dass die Nachfrage branchenweit anzieht, bestätigen auch unabhängige Marktzahlen: Der Fachverband Gebäude-Klima e. V. (FGK) erhebt quartalsweise die Verkaufszahlen von Raumklimageräten mit Wärmepumpenfunktion in Deutschland. Laut FGK wurden im Jahr 2025 mehr als 300.000 Einheiten abgesetzt (*2) – damit nähert sich der Markt wieder seinem bisherigen Höchststand von mehr als 330.000 Geräten aus dem Jahr 2020 an.
Fachbetriebe stark ausgelastet
Die gestiegene Nachfrage trifft jedoch herstellerunabhängig auf eine begrenzte Zahl zertifizierter Kälte- und Klimafachbetriebe in Deutschland. Viele Installationsbetriebe sind für die laufende Saison bereits ausgebucht, kurzfristige Anfragen können vielerorts nur verzögert bedient werden. Bei der Produktverfügbarkeit sieht sich Daikin gut aufgestellt: „Durch mehrere eigene Produktionsstätten in Europa und eine vorausschauende Planung sind wir auch bei saisonalen Nachfragespitzen lieferfähig", so Krutz.
(*1) Quelle: Europäische Kommission - Generaldirektion Verteidigungsindustrie und Raumfahrt, 28.04.2026: https://defence-industry-space.ec.europa.eu/europes-warming-accelerates-beyond-global-trend-new-copernicus-data-shows-2026-04-28_en
(*2) Quelle: Fachverband Gebäude-Klima e. V. (FGK): Marktentwicklung Raumklimageräte und Luft-Luft-Wärmepumpen, 18.05.2026: https://www.fgk.de/pressemeldungen/
