Kraft-Wärme-Kopplung und Flüssiggas im Hotel

Maritime Gastlichkeit an der Unterweser

Im eleganten maritimen Stil präsentiert sich das familiengeführte und traditionsreiche Ringhotel Fährhaus Farge. Ob in den 42 komfortablen Zimmern, 3 Suiten, Restaurant, Bar, Veranda, Festsälen, Terrasse und dem Wintergarten – stets können die Gäste des 4-Sterne-Hauses den prächtigen Ausblick auf die Unterweser genießen. In den vergangenen 20 Jahren hat sich Familie Stöver, Eigentümer der prachtvollen Anlage, sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch bestens aufgestellt. Seit 2014 sorgen zwei flüssiggasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW) für saubere und kostengünstige Wärme- und Stromversorgung. Bei der Planung und Umsetzung des Vorhabens setzten die Betreiber auf Progas, ihren langjährigen Partner bei der Energieversorgung.

Erstmals verbürgt ist an gleicher Stelle am Ufer der Unterweser eine Bauernkate, deren Grundstein 1778 gelegt wurde. Nachdem das Haus 50 Jahre später niedergebrannt war, entstand dort das neue Bauern- und Fährhaus.

Erste gastronomische Aktivitäten sind seit 1892 belegt. Der Standort war dafür prädestiniert und so wurde 1929 der Restaurantbereich vergrößert und erhielt eine Glasveranda mit angrenzendem Saal. 1955 entstand die Schiffsbegrüßungsanlage.

1994 schließlich erfolgte die Übernahme des Gas­tronomiebetriebs durch die Familie Stöver, die sofort begann, das Haus weiter zu modernisieren. Im gleichen Jahr entstand auch die Partnerschaft zu Progas (www.progas.de), einem der bundesweit führenden Flüssiggasversorger.

Strom größter „Kostenfresser“

„Uns ging es vor allem darum, Strom einzusparen“, berichtet Patrick Stöver. „Elektrische Energie ist einer der größten Kostenfresser im Gastronomie- und Hotelleriebereich.“ Auf der Suche nach einer preisgünstigen Alternative fiel die Wahl schnell auf Flüssiggas – auch weil das nach dem Ortsteil Farge benannte Fährhaus in Bremen-Farge nicht an das öffentliche Erdgasnetz angeschlossen ist. Zunächst kam der leistungsstarke Energieträger in der Küche zum Einsatz. „Vor allem für die punktgenaue Zubereitung der Speisenabfolge ist Flüssiggas eine ideale Lösung“, berichtet Stefan Rasenberger, der für die Region zuständige Verkaufsleiter bei Progas. „Immerhin bietet allein der Saal des Fährhauses Platz für bis zu 400 Personen bei Tagungen, Familienfeiern und Banketten. Außerdem setzen Profiköche besonders gern auf gasbetriebene Herde und Öfen, da beim Einschalten der Flamme sofort die gewünschte Wärme zur Verfügung steht.“

20 Jahre später entschloss sich die Betreiberfamilie, die Partnerschaft zu Progas auszubauen, um in punkto Stromverbrauch weitere Einsparungen zu ermöglichen. Der Flüssiggasversorger machte die Gastronomen von den Vorzügen von Blockheizkraftwerken (BHKW) aufmerksam, die nicht nur thermische sondern auch elektrische Energie erzeugen. Die Wahl fiel auf zwei Anlagen aus dem Hause SenerTec, deren „Dachs“ zu den beliebtesten BHKW in Deutschland gehört. Unter seiner Haube verbergen sich ein Motor und ein Dynamo. Der Motor erzeugt Wärme, der Dynamo den Strom, der von der Ökosteuer befreit ist.

Weniger Kohlenstoffdioxid

Da die Geräte zumeist mehr Strom erzeugen, als verbraucht wird, speist Familie Stöver alle Überschüsse gegen eine monatliche Vergütung ins öffentliche Netz. Zudem profitiert sie von den ökologischen Vorteilen der Kraft-Wärme-Kopplung, da durch die gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung weniger Brennstoff bereitgestellt werden muss. Und weil der „Dachs“ dazu beiträgt, den Ausstoß von CO2 zu verringern, wird Nutzern einmal jährlich die mit dem Energieträger bezahlte Mineralölsteuer erstattet.

Im Juli 2014 haben zwei Blockheizkraftwerke der Marke „SenerTec HKA F 5.5“ mit einer elektrischen Leistung von 5,5 kW und einer thermischen Leistung von 12,5 kW ihre Arbeit aufgenommen. „Bei der Planung und Umsetzung wurden wir von Progas unterstützt“, so Patrick Stöver. Die Kosten für die Anschaffung der beiden Geräte beliefen sich auf 66.270,00 €, weitere 3.500,00 € kamen für die Installationsarbeiten dazu. Patrick Stöver rechnet damit, dass sich die Investition bereits in zehn Jahren amortisiert haben wird. Die Geräte haben eine Lebensdauer von bis zu 80.000 Betriebsstunden. Nach 3.500 Betriebsstunden wird eine Wartung fällig, die im Regelfall sehr kurz ausfällt. „Flüssiggas verbrennt nahezu rückstandslos“, erklärt Stefan Rasenberger. Im gleichen Jahr haben die Betreiber zudem noch eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Entscheidung gefällt: „Wir haben die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt“, berichtet Patrick Stöver.
Familie Stöver hat sich mit ihrem traditionsreichen Haus also in Sachen Energieversorgung bestens augestellt.

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