Kühle Köpfe im Kino

Temporäre Kältetechnik für Foyer mit Glasfassade im Sommerbetrieb

Großzügige Glasfassaden stellen Planer und Betreiber im Sommer häufig vor besondere Herausforderungen, weil sich diese Bereiche schnell aufheizen. Ein Praxisbeispiel aus dem UFA-Palast in Düsseldorf zeigt, wie sich solche Situationen mit mobilen Lösungen effizient überbrücken lassen: Im Foyer des stark frequentierten Gebäudes sorgte 2025 ein temporäres Kühlsystem für angenehme Temperaturen.

Jeder Düsseldorfer kennt es: Eine schicke, moderne Glasfassade prägt das äußere Gesicht des UFA-Palastes in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das 1997 eröffnete Kino liegt in der Worringer Straße und war mit zwölf Sälen das erste Multiplex-Kino in der Stadt. Heute umfasst das Gebäude dreizehn Kinosäle, teilweise mit Premiumausstattung und Platz für 2.850 Besucher. Alle Säle sind mit moderner Lüftungs- und Klimatechnik ausgestattet, sodass die Kinobesucher ihr Filmerlebnis in angenehm temperierter Umgebung genießen können.

Heiße Hülle im Sommer

Während die klimatisierten Kinosäle somit auch an heißen Tagen einen ungetrübten Filmgenuss ermöglichen, macht die Glasfassade in den Sommermonaten den Besuchern und Mitarbeitern das Leben gleichermaßen schwer. Aufgrund seiner Bauart erwärmt sich das Kino-Foyer in den Sommermonaten sehr stark und sehr schnell, denn dieser Bereich des Gebäudes ist nicht an die stationäre Kälteversorgung, mit der die Kinosäle klimatisiert werden, angeschlossen. Im Sommer 2025 sollte Abhilfe geschaffen werden: Es wurde zusätzlich eine mobile Kältezentrale installiert, um Gästen und Angestellten für die Dauer ihres Aufenthaltes im Foyer angenehme Temperaturen zu bieten.

Kühlsystem schaffte Abhilfe

Hier konnte Enerent, Vermietungsspezialist für mobile Energiesysteme, seine Kompetenzen ausspielen: Das Unternehmen wurde beauftragt, ein temporäres Kühlsystem, bestehend aus einem mobilen Kaltwassersatz mit 80 kW und einem mobilen Lüfter mit einer Kühlleistung von 70 kW, zu liefern und in Betrieb zu nehmen. Mit einem firmeneigenen Ladekran wurden die Geräte im Mai 2025 in Düsseldorf angeliefert. Der Kran hob die mobilen Geräte auf die obere Terrasse des Gebäudes, wo die Enerent-Servicetechniker aus der Region West den Kaltwassersatz an den mobilen Lüfter anschlossen.

Der Kaltwassersatz kühlt das Wasser und speist es über flexible Verbindungsleitungen zu dem mobilen Lüfter. Im Inneren des Lüfters befindet sich ein Wärmetauscher, durch den das kalte Wasser zirkuliert. Währenddessen strömt die vom Lüfter angesaugte Außenluft am Wärmetauscher vorbei und wird durch die kalte Oberfläche gekühlt. Die gekühlte Luft wird anschließend über den angeschlossenen Luftschlauch in das Innere des Gebäudes geleitet. Dieser ist mit dem bereits an der Decke vorinstallierten Innenluftschlauch verbunden, um eine schnelle und gezielte Abkühlung des Raumes zu gewährleisten. „Die Kombination von einem Kaltwassersatz mit einem mobilen Lüfter ist ein sehr effizientes System und besonders geeignet, wenn kein stationäres Kältesystem vorhanden ist. Unser Team konnte die Anlage schnell in Betrieb nehmen und die Kühlung des vom Kunden gewünschten Bereichs sicherstellen“, berichtet Heino Wolters-Alberts, technischer Vertriebsaußendienst von Enerent in der Region West.

Das mobile Kühlsystem verblieb bis September am Einsatzort und wurde flexibel immer dann aktiviert, wenn sommerliche Außentemperaturen dies erforderlich machten. Bei Bedarf fragt der Kunden 2026 erneut bei Enerent an und greift auf das temporäre Kühlsystem zurück.

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