Schnelle und effiziente
Warmwasserbereitung
FriWa in Kombination mit Gastherme und Speicher
Warmwasserbereitung
In einem beliebten Prager Bier-Spa konnten Planer und Fachhandwerker mit der Installation einer Frischwasserstation (FriWa) eine herkömmliche und energieintensive Warmwasserbevorratung gezielt umgehen. Diese Lösung verhindert zudem zuverlässig die Stagnation von Warmwasser und kann so das Legionellen-Risiko reduzieren.
Der Prager Spa-Betrieb lädt mit vier Holzfässern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 250 l zum Bierbaden ein. Das Wellnessangebot richtet sich an ein breites internationales
Publikum, etwa aus Frankreich, Deutschland, Italien, China und Spanien. Neben dem zentralen Teil des Spas mit drei Wannen, Duschen und Sanitäranlagen gibt es auch einen privaten Bereich für Paare – mit Sauna, Dusche und einer Wanne.
Heißes Wasser wird für das Bierbaden während der Vorbereitung des Bades manuell mit Bier-Extrakt angereichert, was sich positiv auf die Haut und den Organismus auswirkt. Für eine Wellnessanwendung dauert es ca. 10 min, bis eine Wanne vollgelaufen ist. Bei maximaler Auslastung werden alle Wannen innerhalb von 30 min mit Wasser im Temperaturbereich von 41 bis 43 °C gefüllt. Das entspricht bis zu 1.000 l frischem Warmwasser in nur einer halben Stunde. Eine Standardlösung mit vier separaten Speichern würde viel Platz einnehmen und eine komplexe Installation, einen anspruchsvolleren Betrieb sowie höhere Betriebskosten nach sich ziehen. Daher fiel die Entscheidung auf eine zentrale Lösung mit einem einzelnen Pufferspeicher, einem Gasbrennwertgerät und einer Frischwasserstation, welche in einem Technikraum mit einer Grundfläche von weniger als 4 m2 unterkommen mussten.
Das Unternehmen Ritop, unter der Leitung von Viktor Doldanov, war verantwortlich für die Planung und Umsetzung der Sanitärlösung und hat die Warmwasserbereitung so konzipiert, dass sie den hohen Ansprüchen des Spas gerecht wird. Für dieses Projekt wurde die in Boršov, Tschechien, gefertigte Taconova-Technologie gewählt.
Blick auf die Technik
Das Herzstück des Systems bildet die Frischwasserstation
„TacoTherm Fresh Mega 3X“, die zur Durchflussbereitung von frischem Warmwasser dient. Zu diesem Zweck wurde ein 500-l-Pufferspeicher eingebaut, der von einem herkömmlichen 49-kW-Gasbrennwertgerät beheizt wird (Die Größe des Pufferspeichers war durch die räumlichen Gegebenheiten im Technikraum eingeschränkt). Diese Kombination ermöglicht nicht nur eine schnelle Reaktion auf den unmittelbaren Warmwasserbedarf, sondern auch eine effiziente Raumnutzung. Die Wärmeenergie im Pufferspeicher, gemeinsam mit dem
49 kW Gasbrennwertgerät, stellen genügend Wärmeenergie (65-
70 kW) zur Verfügung, sodass auch bei maximaler Auslastung eine ausreichende Warmwasserreserve gewährleistet ist.
Sensoren geben das Signal
Sobald die Wannen gefüllt werden oder ein Kunde zu duschen beginnt, erkennen Sensoren im System den Durchfluss, aktivieren die Pumpe und beginnen mit der Erwärmung des Wassers im Durchflussprinzip. Die Hysterese der Sensoren ist auf 7 °C eingestellt, sodass das System das Wasser automatisch wieder auf 70 °C erwärmt, wenn die Temperatur des Speichertanks
unter 63 °C fällt.
Neben der Warmwasserversorgung wurde auch bei der Heiztechnik auf Produkte von Taconova gesetzt. Die Heizungsanlage umfasst eine „TacoFlow2“-Umwälzpumpe, die das Wasser zuverlässig und effizient im System zirkulieren lässt. Die Anlage beinhaltet Heizkörper, lässt sich aber auch um Fußbodenheizungskreisläufe erweitern. Die Produktlösungen decken somit das gesamte Spektrum der Anforderungen des Bier-Spas ab – von der Warmwasserbereitung bis zur komfortablen Raum-heizung.
Vorteile der FriWa
Einer der größten Vorteile des Systems ist seine Kompaktheit und Energieeffizienz. Die Taconova-Frischwasserstation wird erst dann aktiviert, wenn tatsächlich Warmwasser benötigt wird. Alle Leitungen sind so kurz wie möglich ausgelegt, wodurch Wärmeverluste und die Gefahr einer Verkalkung reduziert werden. Dank des geschlossenen Systems mit demineralisiertem Wasser kommt es zu keiner kontinuierlichen Kalkablagerung, was zukünftige Wartungsarbeiten auf ein Minimum reduziert.
Die Frischwasserstation hat auch hygienische Vorteile. Die anschlussfertige Station verzichtet auf die Bevorratung von Warmwasser im Speicher. Stattdessen wird das Wasser erst bei Bedarf erwärmt. Durch den schnellen Austausch des so aufbereiteten Warmwassers wird das Risiko einer Legionellenvermehrung deutlich reduziert, da Stagnationen vermieden werden.
Fazit zur Installation
Die Installation des gesamten Kesselraums erfolgte innerhalb von nur vier Tagen, einschließlich der Vorbereitungen und unter Berücksichtigung der nachgelagerten Gewerke. Von Vorteil war die Lieferung der Übergabestation als komplett montierte Einheit ab Werk, die sofort angeschlossen werden konnte. So erfolgte die Inbetriebnahme des Systems schnell und ohne aufwendige Zusatzarbeiten. Alle technologischen Berechnungen und die Konstruktion wurden von Ritop durchgeführt.
Die Auswahl der Komponenten erfolgte nicht zufällig. „Wir haben bereits in der Vergangenheit ein ähnliches Projekt mit Bierbädern umgesetzt – damals mit einem anderen Lieferanten, aber die positiven Erfahrungen mit der Installationstechnik von Taconova haben uns dazu bewogen, deren Technologie erneut einzusetzen“, so Viktor Doldanov, Geschäftsführer von Ritop. Das Projekt im Prager Bier-Spa zeigt, wie sich hohe Leistung, Hygiene und Energieeffizienz erfolgreich miteinander verbinden lassen.
