Sanitär & Wasser | Installationssysteme & -materialien | 21.08.2015

Bei SHK-Kunden zählt Sicherheit

Im Interview Andres Jennert, Sanitär- und Heizungsbaumeister

Kupfer zählt nach wie vor zu den beliebtesten Werkstoffen bei haustechnischen Installationen. Warum das so ist und weshalb insbesondere das Markenkupfer­rohr „Sanco“ von KME häufig zum Einsatz kommt, besprach SHK Profi mit Sanitär- und Heizungsbaumeister Andreas Jennert aus Wedemark bei Hannover. Herr Jennert ist in dritter Generation Geschäftsführer der Jennert GmbH und Obermeister der SHK-Innung Burgdorf.

  • Im Interview Andreas Jennert (49), Sanitär- und Heizungsbaumeister, Geschäftsführer der Jennert GmbH. Quelle: KME

  • Ihren Firmensitz hat die Jennert GmbH in Wedemark bei Hannover. Quelle: KME

  • Das Markenkupferrohr „Sanco“ ist universell für alle haustechnischen Installationen geeignet. Quelle: KME

  • Sanco“ wird auf Wunsch, bald auch serienmäßig, mit Endstopfen geliefert. Quelle: KME

SHK Profi: In der Sanitär- und Heizungsinstallation, die rund drei Viertel Ihrer Aufträge ausmacht, setzen Sie vor allem auf den Werkstoff Kuper – speziell auf „Sanco“-Kupferrohre. Welche Gründe hat das, traditionelle oder praktische?

Jennert: Das hat in erster Linie natürlich praktische Gründe. Wir setzen „Sanco“ hauptsächlich ein, weil wir von der Qualität und der Korrosionsbeständigkeit überzeugt sind. Außerdem ist für mich die problem­lose Möglichkeit zur thermischen Desinfektion ganz entscheidend. Wir wollen unseren Kunden schließlich Sicherheit verkaufen.

SHK Profi: Sie verwenden die Markenkupferrohre für sämtliche Installationen, also Trinkwasser-, Heizungs- und Solarinstallationen. Bevorzugen Sie dabei durchgängige Kupferrohr- oder Mischinstallationen?

Jennert: Herkömmliches RAL-Kupferrohr kommt bei uns nur in Ausnahmefällen in Absprache mit dem Auftraggeber oder Fachplaner zum Einsatz, oder wenn es sich um besonders große Dimensionen handelt. Wir bevorzugen hier in jedem Fall reine Cu-Installationen. Wenn aber – zum Beispiel durch die Ausschreibungen – etwas anderes vorgesehen ist, haben wir uns natürlich danach zu richten.

SHK Profi: Heute wird in der Verbindungstechnik häufig lieber gepresst als gelötet. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Jennert: Grundsätzlich bieten ja beide Verfahren einige Vor-, aber auch Nach­teile. Auch Fehlerquellen gibt es bei beiden Techniken gleichermaßen. Mittlerweile pressen wir aber mehr als zu löten.

SHK Profi: Wenn Sie das „Gesamtpaket“ betrachten – also „Sanco“-Kupferrohr, Verbindungstechnik und Herstellerservice –, sehen Sie dann Montagevorteile?

Jennert: Ja, die sehe ich absolut! Viele unterschätzen die Vorteile, besonders in der Lagerhaltung und der Logistik. Für Kupfer haben wir fast alles im Lager oder ­direkt an Bord unserer Fahrzeuge: Löt- und Pressfittings, Ring- oder Stangen­ware. Wenn wir dahingehend einen Materialmix anbieten würden, wüsste ich nicht, wo das letztlich enden soll. Wenn ich eine Leckage an einer Kupferleitung habe, dann ist der Schadensfall in der Regel für uns in einer halben Stunde behoben. Finden wir ein Verbund- oder Kunststoffrohr vor, dass wir unter Umständen noch nicht einmal kennen, können schon mal drei Tage ins Land ziehen, bevor wir die Schadensstelle repariert haben.

SHK Profi: Die aktuelle Trinkwasser-Verordnung setzt dem Einsatz des Werkstoffes Kupfer Grenzen. Welche alternativen Werkstoffe setzen Sie ein, wenn es kritisch wird?

Jennert: Wenn wir außerhalb von Hannover Objekte ausführen und die Wasserqualität in dem Versorgungsgebiet nicht kennen, lassen wir die Wasseranalyse des Wasserversorgers von KME bewerten. Stellt sich bei der Bewertung heraus, dass blankes Kupferrohr nicht einsetzbar ist, nehmen wir „Copatin“, dass innenverzinnte Kupferrohr von KME, das bei allen Trinkwässern eingesetzt werden kann. Wir brauchen dann nur das Rohr austauschen und können weiterhin die im System zugelassenen blanken Kupferfittings einsetzen.

SHK Profi: Welchen Stellenwert hat für Sie der Herstellerservice, zum Beispiel die anwendungstechnische Beratung?

Jennert: Der Herstellerservice genießt bei uns einen hohen Stellenwert. Meine Mitarbeiter, aber auch ich selbst, nehmen regelmäßig an Schulungen in der KME-Academy teil. Die Schulungen und Seminare greifen aktuelle Themen auf und sind fach- und praxisgerecht aufgebaut. Insbesondere Fragen zur Trinkwasserhygiene werden von der KME-Academy herausragend vermittelt. Bei Fragen zur Planung, Auslegung und Ausführung von Objekten bekommt man fundierte Unterstützung. Auch das große Angebot an umfangreichen Fachbroschüren, technischen Unterlagen und Arbeitsmitteln sind für uns sehr hilfreich.

SHK Profi: Die durchgängige Qualität der „Sanco“-Kupferrohre findet Ausdruck in der seit langem geltenden Haftungsübernahmevereinbarung mit dem ZVSHK. Seit der SHK Essen gehört auch „Sanco“ zur Handwerkermarke. Welche Vorteile hat das für Sie?

Jennert: Das ist für uns wirklich eine tolle Sache: fünf Jahre Gewährleistung auf das Produkt. Als Innungsbetrieb sind wir da klar im Vorteil – und das ist auch gut so.

SHK Profi: Vielen Dank für das Gespräch.

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