Hallenheizung mit Hell- und Dunkelstrahlern

Flüssiggasversorger half mit Rat und Tat

Sparsam, effektiv und punktgenau – eine flüssiggasbetriebene Hallenheizung bietet besondere Vorteile. Das Beispiel von Sascha Neicken zeigt: Die Hallengröße spielt dabei keine Rolle. Mit der richtigen Technik entsteht unter jedem Dach ein wohltemperiertes Arbeitsumfeld. Bei der Versorgung mit dem Energieträger Flüssiggas verlässt sich der Geschäftsführer von Neickenpartner, Hersteller von Lichtwerbung, auf das Dortmunder Unternehmen Progas (www.progas.de).

Neickenpartner (www.neickenpartner.de) fertigt seit mehr als 30 Jahren Lichtwerbung, LED-Videoscreens, Leuchttransparente, Werbebeschriftungen, Schild- und Leitsysteme sowie aufwendige Lichtdesigns für rund 200 Kunden in ganz Europa an. „Wir fräsen, schneiden, schweißen, drucken, kleben und lackieren in der Regel in Eigenregie“, erklärt Geschäftsführer Sascha Neicken. Um sämtliche Projekte verwirklichen zu können, erweiterte das Unternehmen vor rund zwei Jahren seine Produktionshalle im nordrhein-westfälischen Oberhausen. Um im etwa 1.200 m² großen Anbau für die richtigen Arbeitsbedingungen zu sorgen, ließ er eine flüssiggasbetriebene Hallenheizung installieren.

Effiziente Heizlösung

„Wir wussten ja bereits, dass wir auf eine effiziente Heizlösung setzen“, so Sascha Neicken. Bereits in der alten Produktionshalle kam eine Hallenheizung zum Einsatz – ebenfalls versorgt mit Flüssiggas von Progas. Dort sorgen noch heute zwei sogenannte Infrarot-Hellstrahler der Marke GoGas für die richtigen Temperaturen bei der Arbeit, die von einem 4850 l Behälter mit dem effizienten Energieträger versorgt werden. Da der Anbau eine größere Fläche und höhere Decken hat, empfahl Alfried Fessel, der für die Region zuständige Progas-Fachberater, seinem Kunden den Einsatz von drei Dunkelstrahlern. Im Anschluss wurden die Geräte der Marke GoGas von den Heizungsbauern der Bungardt GmbH in Oberhausen installiert. Die Gesamtanlage wurde von dem sachkundigen Progas-Fachberater abgenommen und dokumentiert. „Bei der Planung und Umsetzung von Anlagen dieser Art arbeitet Progas stets mit lokalen SHK-Unternehmen zusammen“, so Fessel. Die regelmäßige Befüllung des zweiten 4850 l Flüssiggasbehälters übernimmt ebenfalls der Dortmunder Energieversorger.

Dunkelstrahler im Einsatz

 „Dunkelstrahler sind für solch ein Umfeld besser geeignet, weil sie die Wärme breiter streuen als Hellstrahler“, fährt Fessel fort. Sie geben Infrarotstrahlung über seine langen, dunklen Strahlrohre ab. Innerhalb dieses Rohres erzeugt ein Brenner eine lange laminare Flamme. Ein am Ende des Dunkelstrahlers montiertes Abgassystem leitet die Verbrennungsabgase ins Freie. Die oberhalb der Strahlrohre befindlichen Reflektoren lenken die Infrarotstrahlen in den Hallenbereich. Somit gelangt die Wärme genau dahin, wo sie benötigt wird – an den Arbeitsplatz.

Wie entscheidend die Wahl der passenden Gerätelösung ist, zeigt sich nach kurzer Zeit in der Energiebilanz. „Wir gingen davon aus, dass wir bei einer etwa doppelt so großen Halle auch einen annähernd doppelt so hohen Flüssiggasbedarf haben“, sagt Sascha Neicken. „Doch wir benötigen nur geringfügig mehr als in der kleinen Halle. Das hat uns wirklich erstaunt.“ Ein Grund, weshalb eine Flüssiggas-Hallenheizung so effizient ist, ist die kurze Aufwärmphase. Während konventionelle Systeme wie Heizlüfter oder Konvektoren mehrere Stunden benötigen, ist ein mit Flüssiggas betriebenes System innerhalb weniger Minuten auf Betriebstemperatur. „Unsere große Halle ist in rund einer halben Stunde warm“, bestätigt Sascha Neicken. Denn statt die komplette Umgebungsluft gleichmäßig aufzuwärmen, gibt eine Flüssiggas-Strahlungsheizung gezielte Wärmeenergie in Form von elektromagnetischen Wellen ab. Sie wirken nahezu verlustfrei auf feste Körper im Raum ein – also Personen, Maschinen, Fußböden und die unteren Wandabschnitte – wodurch diese sich aufheizen.

Flüssiggasbetriebene Hallenheizungen erreichen Betriebstemperaturen von rund 900 °C. Das ist etwa das 15-fache einer üblichen Konvektorheizung, wie sie in Büroräumen genutzt werden. „Dieser Heizungstyp erhitzt Wasser in einem geschlossenen Kreislauf. Aus Sicherheitsgründen darf es nicht viel wärmer als 60 °C werden“, erklärt Progas-Fachberater Alfried Fessel. „Bei einer Hallenheizung verbrennt hingegen direkt im Strahler ein Gas-Luft-Gemisch. Da Dunkelstrahler ohne Wärmerückgewinnung einen thermischen Wirkungsgrad von bis zu 93 % haben, entstehen dabei sehr hohe Temperaturen.“

Vorteile: Hallenheizung

Im Zusammenspiel mit der direkten Wärmestrahlung empfinden Menschen die Raumtemperatur als angenehm. „Zu trockene Luft gibt es nicht, ebenso wenig wie Staubaufwirbelungen“, fährt Fessel fort. Daher ist eine Flüssiggas-Hallenheizung auch gesundheitlich verträglicher als eine konventionelle Konvektorheizung. Ein weiterer Vorteil ist die platzsparende Bauweise, denn üblicherweise sind die Strahler direkt unter dem Hallendach montiert. „Die Unternehmen benötigen keinen Heizungsraum und können daher die komplette Hallenfläche nutzen, ohne dass irgendwo Heizkörper im Weg sind“, sagt Alfried Fessel.

Info

Die Unternehmen Progas und GoGas, beide in Dortmund beheimatet, gehen übrigens auf denselben Gründer zurück. Im Jahr 1946 gründete Heinz Goch in Hamburg eine Fabrik für Gasgeräte, die GoGas, Goch & Co. Zwei Jahre später zog die Firma nach Dortmund um. Parallel entwickelte Goch den Verkauf von Flüssiggas. Aus diesem Geschäftsfeld entstand im Jahr 1949 das Unternehmen Progas.

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