Beheizen von Industriegebäuden

Heizen auf großem Fuss

In­dus­trie­fuß­bodenheizung als Alternative

Für die Wirtschaftlichkeit von Gebäuden gewinnen die kon­ti­nu­ier­lichen Unterhaltungskosten wie z.B. die Heizkosten weiter an Bedeutung. Zweifellos steht dies in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung der Ener­giekosten. Jedoch sind auch Wartung und Instandhaltung nicht zu un­ter­schätzende Kostenfaktoren. Dies sind dann auch ent­scheidende Aspek­te bei der Erstellung von neuen Gebäuden, bei denen zu­nehmend auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und War­tungsfreiheit ge­setzt wird.

Gerade gewerblich ge­nutzte Ge­­bäude bieten eine Vielzahl von Op­timierungs­möglich­keiten. Insbesondere die wirtschaftliche Be­hei­zung solcher in der Regel weit ge­spannten Hallenbauwerke stellt die Ge­bäu­detechnik vor be­­sondere Herausforderungen. Je nach Nut­zungs­bereich – Ar­beits­platz, Lager, Sozial- und Ne­ben­räu­­me – be­ste­hen ganz unterschiedliche Anforderungen an die Be­reitstellung von Wär­me oder Kälte.

 
Vielzahl von Vorteilen

Mittlerweile haben sich am Markt eine Reihe unterschiedlicher
Wärmeverteilsysteme etabliert. Hierzu zählt auch die In­dus­trie­fuß­bodenheizung. Sie bietet grundsätzlich einige wesentliche Vorteile, die sich zugleich auf die kontinuierlichen Betriebskosten aus­wirken. So ist diese Heizung nahezu wartungsfrei. Außerdem gibt es keinerlei Aggregate im Raum, die beschädigt werden könn­­­en. Je nach angeordneten Heizkreisläufen lassen sich für unterschiedliche Gebäude­bereiche auch unterschiedliche Tem­pe­ra­turen bereitstellen. Dabei können bei entsprechender Ausstattung die verlegten Heizleitungen sowohl zur Erwärmung als auch zur Kühlung von Räumen genutzt werden. Darüber hinaus bleibt das Gebäude hin­sichtlich sich verändernder Nutzungen in Teilbereichen immer flexibel. Nicht zuletzt bietet eine moderne Industrie­fuß­bo­den­hei­zung hygienische und gesunde Wärme von unten, die nicht nur die Arbeitsstättenverordnung erfüllt, son­dern auch für ein ge­sund­heits­förderndes Arbeitsklima sorgt.
 

Geringer Bedarf

Neben diesen grundsätzlichen Eigenschaften erweist sich auch der Be­­trieb einer In­dustriefuß­bodenheizung als wirtschaftlich. Beispiel hierfür sind zwei Hallen mit jeweils 1000 m² Grundfläche, die gewerblich genutzt werden. Während in der einen Halle Waren kommissioniert werden, dient die zweite vor allem zur Lagerung. Entsprechend der Nutzung sind auch die erforderlichen Raumtemperaturen unterschiedlich. So wird die Kommis­sio­nie­rungs­halle das gesamte Jahr über auf einer Temperatur von 17 °C gehalten, während die Temperatur des Lagers bei 7 °C liegt. Der über zwölf Monate (Jan. bis Dez.) gemessene Verbrauch ergab 39 422 kWh für die Kommissionierungshalle und 7958 kWh für das Lager.


Wirtschaftliche Verbrauchszahlen

Umgerechnet auf die Fläche ergibt dies einen Verbrauch von 39,42 kWh/m² bzw. 7,96 kWh/m² im Jahr. Bei einem zugrunde gelegten Arbeitspreis von 0,049 €/kWh entstehen so in einem Jahr reine Energiekosten (ohne Nebenkosten wie Grundpreis etc.) von 1931,68 € bzw. 389,94 €. Damit liegen die Ener­gie­kos­ten der Kommissionierungshalle bei 1,93 €/m² bzw. 0,39 €/m² bei der Lagerhalle.

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