Mit Service und Qualität punkten

Marc Losch (malotech) im SHK Profi-Gespräch

Der Hersteller malotech ist seit dem Jahre 2008 im Markt aktiv. Seitdem fühlt sich das Unternehmen als Partner des SHK-Handwerks verpflichtet Qualität zu liefern. Zum Portfolio gehören Warmwassersysteme in allen Facetten. Doch auch der Service soll im Handwerk begeistern. Wie der Hersteller das alles umsetzt und welche Hürden es aktuell und zukünftig zu bewältigen gilt, darüber spricht Geschäftsführer Marc Losch mit SHK Profi-Chefredakteur Fabian Blockus im Interview.

SHK Profi: Marc – da wir alle irgendwie Kollegen in der SHK-Branche sind, würde ich gerne beim Du bleiben wollen. Ist das in Ordnung?

Marc Losch: Sehr gern, Fabian. Das macht die Unterhaltung leichter.

SHK Profi: Wie hast Du das bisherige Jahr 2021 in geschäftlicher Hinsicht erlebt?

Marc Losch: Durchaus positiv – wir sind in der Absatzsituation, unserem neu gestalteten Außenauftritt sowie der Neuausrichtung unseres Produktportfolios ordentlich vorangekommen. Daher blicken wir gut gerüstet in die kommende Zeit.

SHK Profi: Diese Situation wird ja aktuell von immer neuen Nachrichten erschüttert: Nachdem Rohstoffe wie Kupfer, Stahl und Kunststoffe in den letzten Monaten starke Preisanstiege zu verzeichnen hatten, gehen jetzt die Energiepreise durch die Decke. Wie kommt Ihr damit zurecht?

Marc Losch: Das ist korrekt und betrifft auch unsere Lieferkapazitäten bzw. vorhandenen Rohstoffressourcen. Wir Hersteller leiden da ja meist im besonderen Maße und müssen uns bei Engpässen gegebenenfalls nach Alternativen umsehen, um die Fertigung und Lieferfähigkeit aufrechtzuhalten. Das brauchen wir aktuell aber nicht.

SHK Profi: Erläuterst Du das bitte unseren Lesern?

Marc Losch: malotech hat in der Logistik gezielt vorgesorgt, denn wir sehen uns gegenüber treuen Marktbegleitern in einer nachhaltigen Lieferverpflichtung. Das hat für mich oberste Priorität – speziell im dreistufigen Vertriebsweg –den wir handelstreu verfolgen. Darüber hinaus werden unsere Produkte im eigenen Hause entwickelt und auch größtenteils gefertigt. Das Prädikat „Made in Germany“ trifft bei malotech also vollumfänglich zu. Damit ist unsere Lieferkette nicht so unübersichtlich bzw. nicht überwiegend von fernen Einflüssen abhängig.

SHK Profi: Ihr könnt also stets liefern?

Marc Losch: Kurze Lieferzeiten sind für uns ein Teil der Service- und Kundenorientierung. Aufgrund der hohen Nachfrage haben auch wir gegenwärtig längere Fertigungszeiten – je nach Umfang des Projekts mitunter auch mal fünf Wochen – speziell bei Wohnungsstationen. Das will ich an dieser Stelle nicht verschweigen. Alles in allem sind wir aber gut gerüstet.

SHK Profi: Lieferfähigkeit ist schon ein wichtiger Punkt, um am Markt bestehen zu können. Aber dieser wird bei euch nicht der einzige sein. Wo punktet malotech mit weiteren Stärken? Im Service?

Marc Losch: Neben der Produktvielfalt spielt auch die digitale und damit zukunftsorientierte Ausrichtung des Unternehmens eine entscheidende Rolle. Wir können alle relevanten Daten BIM-gerecht liefern und zudem unsere Marktpartner mit den modernsten 3-D-Grafiken bzw. unterschiedlichsten Datenformaten bedienen. Wir bieten darüber hinaus beispielsweise spezielle Ultraschallmessgeräte an, die in unsicheren Fällen die nötige Klarheit beim Warmwasserbedarf schaffen. Frei nach dem Motto „Messen statt Schätzen“ stehen diverse Geräte zum Ausleihen zur Verfügung. Wir wollen auch zukünftig dem Fachhandwerker den Alltag erleichtern. Daher haben wir mit der Fernparametrierung ein aktuelles Entwicklungsprojekt aufgelegt, das zukünftig die Einstellung von Frischwasserstationen via Bussystem und Smartphone ermöglichen wird. Wir haben also noch ein Paar Angebote im Gepäck.

SHK Profi: Denkst Du, der Markt schätzt diese Möglichkeiten auch so positiv ein wie Ihr?

Marc Losch: Das glauben wir ganz sicher, denn es gibt durchaus Anzeichen für einen Wandel der Systeme bei den TGA-Fachplanern, aber auch bei den Kollegen aus den SHK-Unternehmen. Neben Aspekten zur Digitalisierung geht es zukünftig um den aktiven Servicegedanken. Alle Marktpartner erhalten bei malotech aktive sowie vor allem zeitnahe Unterstützung im professionellen Auslegungs- und Angebotswesen. Neben den Außendienstmitarbeitern steht auch ein technischer Support im Innendienst zur Verfügung, der praxisorientierte und kostenfreie Hilfe bietet. Wir können schnell auf die Bedürfnisse des Fachhandwerks reagieren und haben hier echte Profis für derartige Anfragen im Hause – keine externe Hotline im Callcenter.

Generell bauen wir auf drei Erfolgsfaktoren: Qualität, Nachhaltigkeit und Montagefreundlichkeit. Unser Fertigungsprozess wird stets von strengen Qualitätskontrollen begleitet. Nachhaltigkeit bedeutet Langlebigkeit und das ist nur mit Präzision und hohen Gütestandards möglich. Unterstrichen wird dieser Ansatz durch eine 100-prozentige Funktionskontrolle, die jedes Produkt vor der Auslieferung durchläuft. Das Weiteren müssen sich Produkte problemlos und handwerkergerecht montieren lassen – da legen wir sehr großen Wert drauf. Übrigens ein Punkt, der uns versichert, dass der Markt unsere Arbeit schätzt. Wir schauen grundsätzlich auf die Wünsche des Handwerks und lassen es damit an der Entwicklung teilhaben.

SHK Profi: Es geht halt nur miteinander. Lass uns abschließend noch einen Blick in die sprichwörtliche Glaskugel werfen. Wie wird es der Branche in den kommenden zwei Jahren Deiner Meinung nach ergehen?

Marc Losch: Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach heutigem Stand grundsätzlich positiv zu bewerten. Sie sind derzeit nahezu ideal und die Bevölkerung beschäftigt sich intensiv mit den aktuellen Energie- sowie Umweltthemen – das hilft der Branche enorm. Trotzdem betrachte ich zwei Dinge mit Sorge: 1.) Der Fachkräftemangel im SHK-Handwerk macht uns zu schaffen – und das leider nicht erst seit gestern. Hier gilt es, aktiv gegenzusteuern, auszubilden und montagefreundliche Lösungen zu nutzen, die die Fachbetriebe mehr ent- als belasten. 2.) Werden uns die weltweit steigenden Rohstoffpreise genauso treffen wie die erhöhten Energiepreise und die damit einhergehenden Frachtraten. Das alles kann in der Kombination mit den pandemiebedingten Problemen zur Folge haben, dass es zu Versorgungsengpässen kommt, die wir heute noch nicht absehen können.

SHK Profi: Da bleibt nur zu hoffen, dass es uns nicht zu hart trifft. Ich danke Dir für das informative Gespräch und wünsche Euch im Namen der SHK Profi-Redaktion weiterhin viel Erfolg, Marc.

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