Nachhaltige Badsanierung

150 maßgefertigte Duschwannen

Zwei Wohngebäude des Berufsförderungswerks Schömberg wurden 2005 gebaut und die ­Bäder verfliest – doch bereits nach zwölf Jahren drang Wasser durch die Decke. Um zukünftig vor solchen Schäden an Bad und Gebäude sicher zu sein, entschied sich das Unternehmen für eine nachhaltige Sanierung mit 150 maßgefertigten Duschwannen mit vierseitiger Zargenaufkantung von Bette im Verbund mit wasserabweisenden Resopalplatten.

In der Glücksgemeinde Schömberg und in der Region Nordschwarzwald ist das Berufsförderungswerk Schömberg (BFW) einer der großen Arbeitgeber. Und das Werk verhilft Menschen, die nach einem Unfall oder langer Krankheit ihren Beruf nicht mehr ausüben können, durch Umschulungen oder Weiterbildungen zu einer zweiten Chance. Viele Teilnehmer wohnen für die Zeit der Qualifizierung auch auf dem BFW-Campus. Rund 320 Einzelzimmer stehen zur Verfügung. 150 davon werden jetzt Stück für Stück saniert und erhalten einen neuen Duschbereich, obwohl die Gebäude erst 2005 erstellt worden waren. Die Maßnahme wurde notwendig, da es zu erheblichen Feuchteschäden in der Wand gekommen war. Das Problem: Der Styrodurformblock, der als Trägermaterial für den gefliesten Bodenbereich verwendet wurde, war bei der letzten Renovierung nicht ganzflächig, sondern nur punktuell verklebt worden. Dadurch entstand Spielraum für Bewegungen und Absenkungen der Fliesen, die Bodenfugen bekamen unter der Belastung nach und nach Risse und Feuchtigkeit konnte in Wand sowie Boden eindringen.

Instandhaltung wird großgeschrieben

Um die Duschbereiche in Zukunft sicher dicht und weitgehend wartungsfrei zu gestalten, entschied sich das BFW für maßgefertigte Duschwannen mit vierseitiger Zargenaufkantung von Bette. Sie werden mit wasserabweisenden Resopalplatten von Vigour kombiniert, die auf die alten Fliesen und über die Zarge geklebt werden – auf wartungsanfällige Silikonfugen kann dadurch verzichtet werden.

Der bisherige Duschbereich war grün gefliest. In den renovierungsbedürftigen Bädern werden zuerst die beschädigten Fliesen sowie porösen Silikonfugen abgetragen und die alten Duschwannen demontiert. Im zweiten Schritt werden eventuell beschädigte Gipspaneele entfernt; diese werden später durch Wedi-Bauplatten ersetzt. Anschließend richtet der Installateur das Einbausystem „Basic“ für die Bette-Duschwannen passgenau in der Nische aus und stellt die höhenverstellbaren, schallentkoppelnden Montagefüße in die richtige Position ein. Mit einem Schraubendreher kann die Höhe der Gewinde­füße noch eingestellt werden – von 75 bis 215 mm. Der Höhenausgleich erfolgt bequem von oben, da die Schrauben gut zugänglich sind. Dann wird das Montagesystem mit acht Schrauben fest am Boden verankert. Die Auflagegummis kommen dann auf das Profil des Trägers, bevor der Ablauf positioniert wird.

Alle Duschwannen auf Maß gefertigt

Anschließend kann die Duschwanne mit vierseitiger Zarge auf den Rahmen gesetzt werden. Frank Pech vom Technischen Gebäudeservice der pro.Di GmbH, dem Tochterunternehmen des BFW, erzählt: „Mit einem Saugnapf kann man die Duschwanne alleine tragen und montieren. In dieser Zeit kann mein Kollege bereits ein Bad weiter arbeiten.“ Nun wird die Wand fliesenbündig aufgebaut und mit den wasserdichten Wedi-Platten ein planer Übergang zu den Fliesen geschaffen, bevor das werkseitig an der Duschwanne angebrachte Wannenranddichtband mit der Wand verbunden wird. Im weiteren Sanierungsprozess wird der Sockel neu aufgebaut und ebenfalls mit dem Wannendichtband verbunden. Als Letztes werden in den Bädern die Dekorpaneele aus Resopal zurechtgeschnitten und mithilfe von Paneelkleber auf die grünen Fliesen an der Wand geklebt. „Die Kombination der verwendeten Materialien sorgt bei uns im Haus für eine saubere, staubfreie, schnelle Renovierung und für lang­anhaltende Dichtigkeit im Duschbereich“, fasst Frank Pech den Sanierungsprozess zusammen. Zusätzlich ist der Duschbereich durch die Duschwannen aus glasiertem Titanstahl enorm widerstandsfähig, schlag- sowie kratzfest und einfach sauber zu halten. „Unsere Reinigungskräfte sind glücklich, da sie keine Fugen mehr haben, die mühsam gereinigt werden müssen“, so Pech.

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