SHK+E 2026: mehr Sanitär, mehr Elektro, mehr Austausch

Projektleiter Thorben Brinkmann über Ausstellerentwicklung und Erwartungen

Die SHK+E Essen startet als erste große Branchenmesse des Jahres und präsentiert sich breit aufgestellt. Torben Brinkmann, Projektleiter der SHK+E erklärt im Interview, welche Schwerpunkte und Highlights Fachbesucher im März in Essen erwartet.

Welche Rolle spielt die SHK+E Essen als erstes Jahreshighlight der Branche?

Als erste Veranstaltung des Jahres und größte SHK-Messe im Westen Deutschlands wird die SHK+E Essen als zentraler Treffpunkt der Branche wahrgenommen. Trotz der aktuell durchwachsenen Marktsituation werden wir einen sehr vollständig abgebildeten Heizungsbereich präsentieren, in dem alle großen Player vertreten sind. Aus dem Handwerk wissen wir, dass ein großes Interesse an einem Messebesuch besteht. Projektleiter Torben Brinkmann blickt optimistisch auf die Besucher- und Ausstellerzahlen der diesjährigen SHK+E Essen.
Bild: Redaktion SHK Profi

Projektleiter Torben Brinkmann blickt optimistisch auf die Besucher- und Ausstellerzahlen der diesjährigen SHK+E Essen.
Bild: Redaktion SHK Profi

Gleichzeitig haben wir die Rückmeldungen zur vergangenen Messe sehr ernst genommen. Bei der letzten Veranstaltung wurde der Sanitärbereich als zu unvollständig wahrgenommen. Dem konnten wir entgegenwirken. Insbesondere im Objektbereich haben wir wieder namhafte Hersteller zurückgewonnen, die teilweise seit 2018 erstmals wieder auf der SHK+E vertreten sind. Auch der Sanitärinstallationsbereich wird in Halle 6 weitgehend vollständig abgebildet sein.

Werkzeuge finden sich erneut in Halle 2. Das Elektroangebot wird zur nächsten Veranstaltung in Halle 3 integriert, um gezielt die Synergien zwischen Heizungsindustrie und elektrischen Anwendungen sichtbar zu machen – wie dies etwa bei Photovoltaik, Wechselrichtern und Wallboxen der Fall ist.

Wie hat sich der Ausstellerstand entwickelt?

Derzeit liegen wir bei knapp 300 Ausstellern. Nach aktuellem Stand werden wir den Buchungsstand der letzten Veranstaltung übertreffen und ein leichtes Wachstum verzeichnen. Treiber dafür sind unter anderem die Rückkehr der Sanitär-Objektanbieter sowie ein wachsender Elektrobereich. Insgesamt ist festzuhalten, dass nahezu alle Messebereiche einen moderaten Zuwachs verzeichnen.

Im Sanitärbereich rücken Themen wie Trinkwasserhygiene, Smart Solutions und barrierefreie Badkonzepte stärker in den Fokus. Welche Schwerpunkte setzen Sie hier?

Ein großes Thema wird die Trinkwasserhygiene sein. Zentraler Anlaufpunkt ist dabei der „Treffpunkt Trinkwasser“ in Halle 6. Gemeinsam mit der Figawa haben wir hier einen sehr kompetenten Partner an der Seite. Thematisch geht es unter anderem um Trinkwasserqualität, Trinkwasserhygiene und Wasserwiederverwendung, auch vor dem Hintergrund neuer EU-Regularien.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die nachhaltige Stadtentwicklung – etwa Dach- und Fassadenbegrünung sowie das Konzept der Schwammstadt. Neben dem Nachhaltigkeitsgedanken spielen hier auch regulatorische Anforderungen eine wichtige Rolle.

Was erwartet die Fachbesucher im Bereich Klima- und Lüftungstechnik?

Die Themen Klima und Lüftung sind in den Hallen 1 und 3 angesiedelt und bewusst eng mit dem Heizungsbereich verzahnt, da viele Anbieter beide Gewerke bedienen. Der Schwerpunkt liegt etwas stärker in Halle 1. Ein spezielles Rahmenprogramm ist aktuell nicht vorgesehen, wäre aber perspektivisch denkbar, sofern zukünftig entsprechender Zuspruch aus der Branche besteht. Mit knapp 300 Ausstellern übertrifft die SHK+E Essen 2026 voraussichtlich den Buchungsstand der letzten Veranstaltung.
Bild: Alex Muchnik / Messe Essen

Mit knapp 300 Ausstellern übertrifft die SHK+E Essen 2026 voraussichtlich den Buchungsstand der letzten Veranstaltung.
Bild: Alex Muchnik / Messe Essen

Welche praxisnahen Inhalte bietet die Messe im Heizungsbereich?

Als Messe stellen wir vor allem das Rahmenprogramm bereit. In Halle 2 findet das Heizungsforum statt, ergänzt durch Best-Practice-Beispiele im Content Lab in Zusammenarbeit mit SHK-Info und den „Heizungsbauern aus Leidenschaft“. Dort geht es sehr praxisnah und „Hands-on“ zu.

Die eigentliche Produkt- und Montagetechnik erleben Besucher an den Ständen der Hersteller. Gerade die großen Branchenplayer bieten hier umfangreiche Einblicke in neue Geräte und Lösungen – stets unter dem Aspekt der Technologieoffenheit.

Welche Bedeutung hat die Technologieoffenheit der Messe für gewerkeübergreifendes Arbeiten?

Sie ist aus unserer Sicht essenziell. Der deutsche Gebäudebestand ist sehr heterogen, mit unterschiedlichen Baualtersklassen, Gebäudehüllen und technischen Voraussetzungen. Nicht jede Lösung ist überall umsetzbar – auch aus regulatorischen Gründen.

Als abbildende Plattform des Marktes ist es unser Anspruch, diese Vielfalt darzustellen und Technologieoffenheit zu ermöglichen. Das entspricht auch dem Wunsch der Industrie und wird regelmäßig im Messebeirat diskutiert und weiterentwickelt.

Abschließend eine persönliche Frage: Worauf freuen Sie sich bei der SHK+E Essen 2026 am meisten?

Ganz klar auf den persönlichen Austausch. Viele Kontakte bestanden in den vergangenen zwei Jahren überwiegend digital – umso schöner ist es, sich wieder persönlich zu begegnen. Darüber hinaus freue ich mich auf neue Programmpunkte wie den Fokustag „Hospitality“ im Sanitär Hub und den Ausbau des Content Labs, das gezielt eine jüngere, digitale Zielgruppe anspricht.
Und natürlich ist der Moment, wenn sich die Messetore öffnen, immer etwas Besonderes – dann fällt ein großer Teil der Anspannung ab. Wir blicken optimistisch auf eine erfolgreiche Veranstaltung.

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