Villeroy & Boch erhält SBTi-Validierung für Net-Zero-Ziel 2050
27.07.2026Villeroy & Boch hat seine langfristigen Klimaziele durch die Science Based Targets initiative (SBTi) validieren lassen. Die SBTi – eine globale Partnerschaft aus Carbon Disclosure Project (CDP), UN Global Compact, World Resources Institute (WRI) und WWF – hat bestätigt, dass die Dekarbonisierungsstrategie und die darin enthaltenen Klimaziele des Unternehmens mit den Kriterien der Initiative übereinstimmen. Nach Angaben der SBTi sind die Ziele mit dem Pariser Klimaabkommen und dem Ziel vereinbar, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen.
Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat die langfristigen Klimaziele von Villeroy & Boch validiert und deren Übereinstimmung mit wissenschaftsbasierten Klimaschutzkriterien bestätigt.
Bild: Villeroy & Boch
Die Validierung ist nicht nur ein Gütesiegel: Sie verpflichtet. Bis 2030 will Villeroy & Boch die direkten CO₂-Emissionen aus seinem Betrieb um 45 % reduzieren. Dazu zählen bspw. Emissionen aus der Produktion und dem Energieverbrauch. Emissionen, die indirekt entlang der gesamten Lieferkette entstehen, sollen um 25 % gegenüber dem Basisjahr 2021 sinken. Bis 2050 strebt das Unternehmen zudem übergreifend das Ziel Netto-Null-Emissionen an. Das bedeutet, dass über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg keine Treibhausgase mehr in die Atmosphäre freigesetzt werden.
Zwischen 2021 und 2025 hat Villeroy & Boch seinen gesamten CO₂-Fußabdruck bereits um 27,2 % reduziert. Die Emissionen aus Scope eins und zwei gingen um 34,5 % zurück, maßgeblich getrieben durch Energieeffizienzmaßnahmen und langfristige Verträge zum Bezug von Ökostrom (sogenannte Power Purchase Agreements) und den Ausbau erneuerbarer Energien, durch welche die strombezogenen Emissionen sogar um 44,7 % sanken. Bei den indirekten Emissionen entlang der Lieferkette – die über 70 % des gesamten CO₂-Fußabdrucks ausmachen und erfahrungsgemäß am schwierigsten zu reduzieren sind – liegt Villeroy & Boch bereits bei einer Reduktion von 24,8 %.
Bis 2045 plant Villeroy & Boch Gesamtinvestitionen von über 140 Mio. €, darunter allein über 25 Mio. € bis 2030 für Ofenoptimierung und Wärmerückgewinnung. Parallel wird die Elektrifizierung von Brennöfen und der Einsatz von grünem Wasserstoff erforscht.
„Die SBTi-Validierung ist für uns weit mehr als eine Auszeichnung. Sie ist der wissenschaftliche Beweis, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Verantwortung kein Widerspruch sind. Mit den geplanten Investitionen in Dekarbonisierung legen wir ein wichtiges Fundament, auf das wir in den nächsten Jahrzehnten aufbauen können", so Dr. Markus Warncke, Finanzvorstand bei Villeroy & Boch.
