Was die Deutschen übers Bauen denken

Laut ZDB hat die Bauwirtschaft in den vergangenen 12 Jahren rund 200.000 Arbeitsplätze geschaffen. Trotzdem fehlen Fachkräfte.
Quelle: Rodolfo Quirós / Pexels

Laut ZDB hat die Bauwirtschaft in den vergangenen 12 Jahren rund 200.000 Arbeitsplätze geschaffen. Trotzdem fehlen Fachkräfte.
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Politik darf nicht im luftleeren Raum passieren, sie muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat deshalb im Auftrag des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Die Beteiligten wurden sowohl zur Bedeutung der Bauwirtschaft als Branche für unsere Volkswirtschaft als auch zu einer Investitionsagenda befragt, die aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger durch die Politik umgesetzt werden sollte.

Die Kernergebnisse in der Übersicht

74 % nannten die Bauwirtschaft als eine wichtige Branche für Deutschland. Damit ist die Bauwirtschaft auf Platz 3 vorgerückt, hinter Autohersteller (83 %) und Handwerk (78 %). 10 Prozentpunkte mehr als 2022 (Platz 5) und 30 Prozentpunkte mehr als 2009.

Eine gute Infrastruktur ist wichtig für den Standort: 91 % der Befragten sind der Meinung, dass die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands stark bzw. sehr stark von einer guten Infrastruktur abhängt. Wenn sie sagen sollen, in welchen Bereichen die Infrastruktur verbessert werden muss, steht an dritter Stelle (83 %) schon der Bau von neuen Wohnungen (hinter Gesundheit und Bildung).

74 % der Deutschen nannten die Bauwirtschaft als eine wichtige Branche für Deutschland, wie es eine Befragung der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe ausführt.
Quelle: Michaela Podschun

74 % der Deutschen nannten die Bauwirtschaft als eine wichtige Branche für Deutschland, wie es eine Befragung der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe ausführt.
Quelle: Michaela Podschun
Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs kommt auf Platz 6 mit 76 %, gefolgt von Sanierung und Instandhaltung von Brücken (75 %) und Erneuerung bzw. Ausbau des Schienennetzes (75 %) sowie der Bau von Energieversorgungsanlagen für erneuerbare Energien, etwa Windparks, Solaranlagen, Wasserkraftwerke (70 %).

Die eigene Immobilie steht zwar nach wie vor in der Bevölkerung hoch im Kurs: 76 % würden, wenn sie es sich frei aussuchen könnten, lieber in einem Eigenheim wohnen. Allerdings ist die Investitionsbereitschaft im Verlauf der vergangenen Jahre erheblich gesunken.

2011 waren noch 74 % überzeugt, dass es sich lohnt, ein Eigenheim zu kaufen oder zu bauen, aktuell nur noch 53 %. Die Sorge um bezahlbaren Wohnraum ist so groß, dass sie aus Sicht der Bevölkerung dringend gelöst werden sollte.

Mit 67 % steht die Bekämpfung des Wohnraummangels auf Platz 4. Nur knapp davor liegt die Bekämpfung der Inflation (69 %), die Regelung der Zuwanderung (68 %) und die Wirtschaft stärken bzw. für Wirtschaftswachstum sorgen (68 %).

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