Gestaltung mit System

Klare Designlinie in preisgekröntem Industrie- und Verwaltungsbau

Auch in funktional geprägten Industriegebieten entstehen immer wieder Gebäude, die architektonisch hervorstechen. Am nördlichen Ortsrand der Gemeinde Dunningen fügt sich so ein gelungenes Industriegebäude ruhig und ausdrucksstark zwischen Bundesstraße und offene Landschaft ein. Teil des von einer gestalterischen Konsequenz geprägten Konzepts ist die Komplettausstattung mit Hewi-Produkten.

800 der insgesamt 4.800 m² Nutzfläche entfallen auf die Verwaltung. Sie liegt am Kopf des Gebäudes, ist zweigeschossig und angelegt rund um einen grünen, parkartigen Innenhof mit hoher Aufenthaltsqualität. Die restlichen 4.000 m² werden für Produktion und Lagerflächen benötigt. Dabei ist die direkt an den Verwaltungsbau anschließende, langgestreckte Halle zweischiffig aufgebaut. Schlanke Stahlbetonstützen tragen das filigrane Tragwerk aus Stahl.

 

Außen und innen klar lesbar

Die unterschiedlichen Nutzungen im Inneren sind von außen direkt ablesbar. Während die Produktionshalle von einer Haut aus tief vor- und zurückspringendem Stahl-Trapezblech mit horizontaler Schichtung umhüllt wird und fast textil wirkt, setzt die Verwaltung dazu einen deutlichen Kontrast. Mit Aluminiumplatten verkleidet, erscheint sie glatt und ruhig, der damit ausgestaltete Gebäudeabschnitt eher monolithisch.

Im Inneren haben die Architekten klare Gestaltungs-
prinzipien völlig durchgängig implementiert. So strahlt die gesamte Produktionshalle in einem fast sakral wirkenden Weiß. „Wir haben sogar den Lastenkran weiß lackieren lassen“, sagt Architektin Prof. Alexandra Röing genannt Nölke, welche das Gebäude entworfen hat. „Ganz bewusst haben wir uns gegen die unruhige Optik entschieden, die man üblicherweise in Werkstätten und Produktionshallen vorfindet“, führt sie fort. Klarheit schaffen auch die übrigen Farben und Materialien. Weiß prägt die Produktion, Sicht-
betonflächen und schwarze Elemente geben dem Verwaltungstrakt ein einheitliches, zurückhaltend-elegantes Gesicht.

Stringenz bis ins Detail

Für die Ausstattung des Gebäudes wollten die Architekten gerne mit der gleichen Durchgängigkeit und Stringenz arbeiten, wie beim gesamten Bau. Hewi bot ihnen dafür das passende Produktsortiment, da es sich sowohl für den Office-Bereich als auch für die Produktionshalle eignete. „Die einheitliche, ästhetische Formensprache der Produkte hat uns überzeugt“, erläutert Alexandra Röing genannt Nölke. „Auch, dass Hewi in Deutschland produziert, war für uns ein Argument, uns genauer mit dem Produktsortiment zu befassen.“ Die Architektin entschied sich außerdem für die Produkte von Hewi, da das Sortiment neben den Sanitär-Accessoires auch passende Türdrücker und Fenstergriffe umfasste. Ausschlaggebend waren die funktionalen Eigenschaften für den Einsatz in Produktionsbereichen sowie die gestalterische Eignung für den Verwaltungsbau.

Konkret sind das der Hewi Klassiker „S 111“, das „System 900“ mit Produkten für Sanitärräume, und „S 162“ mit seinem geradlinigen, puristischen Design. Die Werkshalle und die dazugehörigen Produktionsbereiche haben die Planenden durchgängig mit Produkten in Edelstahl matt geschliffen ausgestattet. Im Verwaltungsbau kommen ausschließlich tiefschwarz matte Ausführungen zum Einsatz, darunter pulverbeschichtete Produkte und Türbeschläge aus robustem Polyamid.

 

Technik und Gestaltung zusammen gedacht

Besonderes Augenmerk haben Architekturbüro und Bauherrschaft auch auf eine hocheffiziente thermische Gebäudehülle und eine energiesparende Gebäudetechnik gelegt. So nutzt der Bau beispielsweise vorhandene Wärme klug und unterschreitet sogar die Anforderungen eines KfW-40-Effizienzhauses. Durch „Peak-Shaving“ – das Abpuffern von Stromspitzen durch Photovoltaik und Stromspeicher – kann ein nennenswerter Anteil des Eigenenergiebedarfs gewonnen und direkt für den Produktions- und Verwaltungsbereich genutzt werden.

„Die Mitarbeitenden sind stolz auf ihre neue Arbeitsumgebung und Kunden, die das Unternehmen besuchen, begeistern sich für die ästhetische, schöne Willkommensatmosphäre beim Betreten des Gebäudes“, freut sich Alexandra Röing genannt Nölke. Der Bau wurde unter anderem „best architects Gewinner“, hat einen „HUGO HÄRING“-Preis erhalten und wurde beim Industriebaupreis mit einer Anerkennung bedacht.

x