Wärmepumpen-Absatz wächst derzeit rasant
18.08.2026Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut BWP/BDH-Absatzstatistik in Deutschland 40 % mehr Wärmepumpen von den Herstellern an Großhändler oder Fachhandwerker abgesetzt als im Vorjahreszeitraum.
Der Absatz an Wärmepumpen wächst derzeit stark wieder in Richtung Erfolgsjahr 2023, bezogen auf das erste Halbjahr. Klar ist, dass Absatz nicht mit Installation identisch ist, aber trotzdem. Die Zahlen zeigen klar nach oben und es gibt aktuell weiterhin Optimismus.
Bild: BWP
Konkret in Zahlen: Der Wärmepumpen-Absatz wuchs im ersten Halbjahr 2026 laut BWP auf 195.000 Anlagen. Zum Vergleich: Im 1. Halbjahr 2025, das auch schon gut war, lag die Zahl bei knapp unter 150.000 Anlagen. Wie geht es weiter? Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) ist optimistisch, dass sich die Entwicklung fortsetzt, aus zwei Gründen. Erstens wird die Förderung nach BEG bis 2030 weiter fortgesetzt (wenn auch mit Abstrichen, die aber vertretbar und moderat sind), zweitens sieht der BWP sich unerschrocken, was die Neu-Regelungen des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) bzgl. von Technologieoffenheit und der möglichen Auswirkungen auf die Nachfrage nach Wärmepumpen betrifft: Obwohl das GModG den Einbau von Gas- und Ölheizungen wieder zulässt, geht der Verband davon aus, dass sich der Trend zur Wärmepumpe fortsetzt. Denn durch die Verpflichtung, in wachsendem Maße „grüne“ Gase oder Öle einzukaufen, wären mit dem Einbau entsprechender Heizungen erhebliche Kostenrisiken verbunden. Dies hätten zuletzt auch Studien des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg belegt. Diese Institute warnen vor übereilten Investitionen in vermeintlich günstige fossile Optionen. Es handelt sich zwar zum Teil um Auftragsstudien, aber dennoch sind sie lesenswert und perspektivisch gesehen sehr informativ.
