Mehr als die Summe seiner Einzelteile

Was das „wärmeintelligente Gesamtsystem“ von Ökofen ausmacht

Ökofen hat sein Portfolio um ein wärmeintelligentes Gesamtsystem erweitert. Neben Pelletheizung und Wärmepumpe umfasst die Lösung auch einen Batteriespeicher mit intelligentem Energiemanagement. Das Konzept verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Wärme- und Stromversorgung aufeinander abgestimmt werden. Der Beitrag zeigt, wodurch sich das System von herkömmlichen PV-Hybridkombinationen unterscheidet.

1. Wärme und Strom gemeinsam steuern

Konventionelle Wechselrichter oder Energiemanagement-
Systeme sind sozusagen auf einem Auge blind: Sie kümmern sich nur um die Weiterleitung von Elektrizität. Energieflüsse in Form von Wärme berücksichtigen sie nicht. Dabei macht genau
diese den Löwenanteil des Energiebedarfes aus – in einem
Einfamilienhaus bis zu 70 %.

Um die gesamte verfügbare Energie möglichst sinnvoll zu nutzen, müssen Berechnungen und Regelungssysteme also unbedingt auch Heizzeiten, Warmwasserzeiten, Pufferbeladung etc. mit einbeziehen, wie es auch die „GreenBOX“ von Ökofen tut. Als Energiemanagement-Komponente vernetzt sie Wärmepumpe, Batteriespeicher, Pelletheizung, Überschuss-Elektroheizstab, PV-Anlage und E-Ladestation. Sie analysiert Stromerzeugung und -verbrauch im Haushalt, außerdem greift sie live auf Strombörsenpreise und Wetterprognosen zu. Mittels KI-gesteuerter Algorithmen ermittelt sie den voraussichtlichen Wärmebedarf. Auf Basis der kombinierten Daten kann sie die Lade- und Entladevorgänge der eingebundenen Geräte zeitlich optimieren: Entsprechend erwarteten Preisen und Nutzungsphasen wird Strom günstig eingekauft, rechtzeitig zur Verfügung gestellt oder schonend zwischengelagert.

 

2. Energieflüsse intelligent koordinieren

In einer herkömmlichen Konstellation verteilt ein Wechselrichter den Strom aus der PV-Anlage an Haushaltsgeräte, Wärmepumpe und Batteriespeicher. Was passiert, wenn zeitweise mehr PV-Strom entsteht als gerade aktiv verbraucht wird? Die überschüssige Elektrizität wandert zunächst in den Batteriespeicher. Wenn dieser voll ist, können – je nach Intelligenz des Wechselrichters bzw. des Energiemanagement-Systems – der Reihe nach weitere elektrische Verbraucher aktiviert werden, um diesen PV-Stromüberschuss abzunehmen; z. B. Wärmepumpe, Wallbox oder Waschmaschine.

Die Wärmepumpe hat jedoch die zu diesem Zeitpunkt notwendige Haushaltswärme häufig schon erzeugt, Heizungspuffer- und Warmwasserspeicher stehen bereits auf Solltemperatur. Um den PV-Überschussstrom kurzfristig „unterzubringen“, schaltet nun die Wärmepumpe in einen Speicher-Überhitzungsmodus. Das heißt, sie beheizt Heizungspuffer- oder Warmwasserspeicher auf höhere Temperaturen als erforderlich. Dadurch schalten sich die Geräte häufiger ein und aus und befinden sich länger im Betrieb als sinnvoll wäre. All diese Faktoren führen zu frühzeitigem Verschleiß der Komponenten. Wird die noteingelagerte Wärmeenergie – beispielsweise im Sommer – nicht innerhalb der nächsten Tage abgerufen, verpufft sie buchstäblich im abkühlenden Speicher.

Die Folgen:

Jahresarbeitszahl / Systemeffizienz sinkt ab.

Die Wärmepumpe verliert durch unnötige Beanspruchung an Lebensdauer.

Diese Dynamik lässt sich durch ein Energiemanagement-System unterbinden, das Erzeugungs- und Verbrauchsphasen antizipiert. Anstatt auf spontane Anforderungen notdürftig zu reagieren, kann das System rechtzeitig „Platz schaffen“ für
absehbare Energiezuflüsse.

 

3. Durchgängige Systemtechnik vereinfacht die Planung

Sollen Produkte verschiedener Marken vernetzt werden, ist vorab zu klären, ob sie überhaupt gemeinsam funktionieren können. Sind die Hardware-Komponenten miteinander kompatibel, die Schnittstellen, die Bus-Protokolle, etc.? Allein die vorbereitenden Recherche- und Prüfungsarbeiten kosten in der Regel eine Menge Zeit und Aufwand. Um die Planung für den Fachhandwerker etwas einfacher zu gestalten, führen große Hersteller seitenlange Listen, in denen sie die Kompatibilität ihrer Produkte mit denen anderer Hersteller aufführen. Letztendlich kann es gut sein, dass sich gar keine lückenlose Kommunikation unter allen gewählten Produkten einrichten lässt.

Anders ist dies in einer Systemtechnik, in der alle Komponenten nach dem Plug-and-Play-Prinzip zusammenpassen. So kommunizieren z. B. die Produkte von Ökofen über die gleichen Hardware-Schnittstellen, Bus-Arten, Software- und Protokoll-Sprachen. Auch die zugehörigen Unterlagen sind einheitlich aufbereitet und beschreiben explizit das Zusammenspiel zwischen allen Elementen – von Katalog und Website über Produktspezifikationen bis zu Anleitungen, Schemata und Elektroschaltplänen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen kostenfreie
Online-Schulungen zum Thema Gesamtsystem an. In einer Stunde werden hier Aufbau, Inbetriebnahme und offene Fragen live besprochen.

 

4. Zeitersparnis und Gestaltungsspielraum

Sich auf einen Anbieter zu konzentrieren, geht dabei nicht mit Einbußen an der nötigen Flexibilität einher. Die Anzahl der Kombinationen, die am Einsatzort tatsächlich sinnvoll und sauber funktionieren, hält sich – wie eben beschrieben – in Grenzen. Der „Baukasten“ des Ökofen-Gesamtsystems enthält beispielsweise zahlreiche Ausführungsvarianten, mit denen sich individuelle Anwendungsbereiche bedarfsgenau ausstatten lassen. Wärmepumpen, Batteriemodule, Wechselrichter, E-Ladestationen und Überschussstrom-Heizstäbe sind hier in verschiedenen Größen und Leistungsstärken verfüg- und kombinierbar.

Die intensive Beschäftigung mit ganzheitlichen Techniklösungen trägt bisweilen noch weitere Früchte: Ideen zu praktischem Zubehör, mit dem sich typische Stolpersteine und Zeitfresser auf der Baustelle umgehen lassen. So lässt das System Fachkräften die Wahl, ob sie Notstromschalter, Leitungsschutzschalter, FI-Automat und Smart-Meter im Hausverteilerschrank unterbringen oder eine externe Alternative nutzen möchten: die vorgefertigte und mit CE-Kennzeichnung versehene Notstrombox. Sie ist bereits mit allen vorkonfigurierten Elementen bestückt und braucht nur an der Wand montiert zu werden.

 

5. Einheitliche Bedienung erleichtert Installation und Inbetriebnahme

Hard- und Softwareelemente aus verschiedenen Häusern vor Ort zu koppeln und einzurichten, nimmt nicht nur sehr viel Zeit in Anspruch. Produkte müssen einzeln zugeordnet, Bus-Adressen vergeben, Koppelungsversuche unternommen werden, usw. Dass verschiedene Hersteller ihre Dokumentationen unterschiedlich aufbereiten, macht die Sache noch langwieriger. Anschlüsse und Unterlagen, die bereits herstellerseitig aufeinander abgestimmt sind, können in diesem Stadium Zeit und Nerven sparen. Zu Aufbau und Inbetriebnahme des Ökofen-Gesamtsystems stehen kurze Schritt-für-Schritt-Videos zum Abruf bereit. Auch das Hantieren mit unterschiedlichen Steuerungsoberflächen und Menüsystemen fällt hier weg. Die Parameter für alle strombezogenen Komponenten – also Batteriespeicher, Energiemanagement-System, Überschuss-Heizstab und E-Ladestation – werden über ein zentrales Touch-Bedienteil definiert. Hier lassen sich verschiedene Funktionen schnell und nachvollziehbar auswählen. Die kostenlose „myPelletronic“-App fasst alle Daten und Funktionen des Gesamtsystems auf dem Mobilgerät zusammen. Sowohl Inbetriebnahme als auch die Einweisung der Kunden sollten damit zügig über die Bühne gehen. Weitere Features wie ein einmaliger Online-Check mit Jahresarbeitszahl-Analyse entlasten den Heizungsbauer und geben den Anwendern ein Gefühl der Sicherheit.

 

6. Service und Wartung aus einer Hand

Nach der Inbetriebnahme ist bekanntlich vor dem Wartungsbesuch. Der wird z. B. ungeplant fällig, wenn eine Komponente ein Software-Update erhält, das eine bestehende Konfiguration über den Haufen wirft. Ist sie mit Komponenten fremder Hersteller vernetzt, fällt oft die Kommunikation unter den Geräten aus und muss mühsam wiederhergestellt werden. Stammt stattdessen das Software-Update für alle Systemelemente aus einer Quelle, können die Komponenten ihren Betrieb ununterbrochen fortsetzen.

Für die Wartungseinsätze selbst gilt ähnliches wie schon für Einbau und Inbetriebnahme: Zentrale, einheitliche Bedienelemente und Dokumente minimieren auch hier den Aufwand. Und Diagnose sowie Fehlerbehebung verlaufen reibungsloser, wenn ein Fernzugriff über nur eine App und eine einzelne Ansprechfirma erfolgen kann. Die „Predictive Maintenance“-Funktion von Ökofen bringt in dem Zusammenhang ein weiteres interessantes Feature mit: Sie prognostiziert, bei welchen Kundenanlagen demnächst Servicearbeiten anstehen. Damit lassen sich Einsatzfahrten und Urlaubszeiten sinnvoll vorausplanen.

 

7. Ein Ansprechpartner für das gesamte System

Bei Systemen, die Komponenten verschiedener Hersteller miteinander kombinieren, können Zuständigkeiten – etwa bei technischen Rückfragen oder Störungen – auf mehrere Ansprechpartner verteilt sein. Bei einem Gesamtsystem aus einer Hand erfolgt die Kommunikation dagegen über einen zentralen Ansprechpartner, der den Überblick über die eingesetzten Komponenten und deren Zusammenspiel hat. Das kann Abstimmungen beispielsweise bei Bestellung, Lieferung, Inbetriebnahme oder im Service vereinfachen und auch die Betreuung der Endkunden unterstützen.

Plug and Play: Beispiel-Systeme für Neubau und Bestand
 
((Inst_01_Batterie_SM))
Das Basispaket: Installation eines Batteriespeichersystems mit Smartmeter im Hausverteiler.
 
((Inst_02_Batterie_Greenbox_WB_SM_Notstrom_Hausverteiler))
Neuinstallation eines Batteriespeichers mit „GreenBOX“ und Wallbox. Smartmeter und Notstromumschaltung sind im Hausverteiler untergebracht.
 
((Inst_03_Batterie_Greenbox_WB_SM_Notstrombox))
Batteriespeichersystem mit „GreenBOX2 und Wallbox im Bestandsgebäude.Smartmeter und Notstromumschalter sitzen hier direkt in der vorgefertigten Plug-and-Play-Notstrombox.


 


Ein Bestandssystem mit vorhandenem Wechselrichter und Smartmeter. Ergänzt werden ein Batteriespeicher mit Wechselrichter sowie einem zweiten Smartmeter, „GreenBOX“ und Wallbox.

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