Mögliche Leckagen fest im Blick
Sicherheitskonzept für Propan-Wärmepumpen zur Innenaufstellung
Propan-Wärmepumpen zur sicheren Innenaufstellung? „Das geht“, sagt der Dollnsteiner Wärme- und Speichertechnologiespezialist Ratiotherm. Das Unternehmen bringt gerade zwei dieser Gerätegeneration auf den Markt. SHK Profi hat nachgefragt, wie die Technik genau funktioniert. Antworten und Tipps für die Arbeit in der Praxis gibt Ratiotherm-Marketingleiter Sebastian Meyer.
Mit „WP Max-HiQ pF10“ und „WP Max-LoQ pF10“ bringt Ratiotherm eine Wärmepumpen-Gerätegeneration auf den Markt, die den sicheren Indoor-Betrieb mit dem natürlichen und klimafreundlichen Kältemittel R290 ermöglichen sollen. Die kompakten Geräte kombinieren Effizienz und Flexibilität mit einem integrierten Sicherheitskonzept, das den Einsatz von Propan im Gebäude erlaubt. Durch Inverter-geregelte Technologie, umfangreiche Einsatzmöglichkeiten von Hochtemperatur- bis Grundwasserbetrieb und eine optionale Kühlfunktion bieten die neuen Modelle gleichermaßen eine Lösung für Neubauten, Sanierungen und industrielle Anwendungen.
Wie bereits erwähnt: Die Wärmepumpen „WP Max-HiQ pF10“ und „WP Max-LoQ pF10“ arbeiten mit Propan, das mit einem Global Warming Potential von nur 3 zu den umweltverträglichsten Kältemitteln gehört. Während Propan bei Monoblock-Wärmepumpen häufiger Anwendung findet, zählt Ratiotherm zu den wenigen Herstellern, die den sicheren Innenbetrieb mit dem Kältemittel garantieren. Möglich wird dies durch ein Sicherheitskonzept, das nach Herstellerangaben „lediglich eine einfache Lüftungsöffnung ins Freie“ voraussetzt.
Die „pF10“-Baureihe ist sowohl als Hochtemperatur- als auch als Grundwasser- oder Erdwärmepumpe einsetzbar und damit für ein breites Anwendungsfeld prädestiniert. Die „WP Max-HiQ pF10“ erreicht dank der patentierten „HiQ-Technologie“ selbst bei konstant wechselnden Quellnetztemperaturen zwischen 10 °C und 55 °C maximale Effizienz. Damit eignet sie sich zur Nutzung variabler Wärmequellen wie industrieller Abwärme und kann zugleich als Booster-Wärmepumpe eingesetzt werden, die ohne Elektroheizstab Vorlauftemperaturen von bis zu 72 °C bereitstellt.
Die „WP Max-LoQ pF10“ empfiehlt sich dagegen bei konstanten Quelltemperaturen und ist auf den Einsatz mit Sole- und Grundwasserquellen abgestimmt. Beide Wärmepumpen liefern dank hochwertiger Komponenten, gekapseltem Verdichter sowie hohen Arbeitszahlen maximale Betriebssicherheit, minimale Geräuschbelastung und ganzjährige Effizienz.
Serienmäßige Invertersteuerung
Ein weiteres zentrales Merkmal der neuen Baureihe ist die serienmäßige Invertersteuerung. Mit ihrer
stufenlosen Drehzahlregelung passen sich die Wärmepumpen jederzeit flexibel dem tatsächlichen
Leistungsbedarf an, was nicht nur den Stromverbrauch deutlich reduziert, sondern auch die
Lebensdauer erhöht. Insbesondere Haushalte mit Photovoltaikanlage profitieren von der Möglichkeit, überschüssigen PV-Strom bedarfsgerecht zum Heizen zu nutzen. Dank aktiver Kühlung ist die neue Baureihe von Ratiotherm außerdem ganzjährig einsetzbar und sorgt auch in den Sommermonaten für ein angenehmes Raumklima. Für ein Plus an Komfort und Sicherheit sind Fernüberwachung und Fernzugriff ebenfalls optional integrierbar.
Ratiotherm hat die „WP Max-HiQ pF10“ zudem als autarke Heizzentrale konzipiert: Mit variabel
dimensionierbarem Pufferspeicher, integriertem Frischwassermodul sowie sämtlichen Sicherheitsbaugruppen in einem ersetzt das Gerät eigenhändig eine konventionelle Heizrauminstallation.
Beide Wärmepumpen sind darüber hinaus im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) des BAFA förderfähig.
Was wäre wenn?
Drei SHK Profi-Fragen an Sebastian Meyer, Marketingleiter bei Ratiotherm:
Ratiotherm ermöglicht mit der neuen „pF10“-Baureihe nach eigenen Aussagen den sicheren Innenbetrieb mit dem Kältemittel Propan. Welche zentralen Elemente umfasst das Sicherheitskonzept, das diesen Indoor-Einsatz überhaupt erst erlaubt?
Das zentrale Element ist der über einen Ventilator an das Kältekreis-Gehäuse angelegte Unterdruck, hierfür ist dann ein Lüftungskanal ins Freie zu legen. Das Sicherheitskonzept besteht aus einem Propansensor, einem Ventilator und einen Unterdrucksensor. Durch den Ventilator wird regelmäßig und im Falle einer Leckage ein Unterdruck aufgebaut. Dieser wird gemessen und damit entsprechend sichergestellt, dass der Ventilator auch funktioniert bzw. das Gehäuse geschlossen ist. Im Falle einer Leckage kann damit sichergestellt werden, dass das Propan über die Abluftrohre ins Freie befördert wird.
Noch einmal konkret: Welche Sicherheitsmechanismen greifen im Fall einer Leckage?
Das Gebläse erzeugt einen Unterdruck und ein Unterdrucksensor überwacht das Ganze und schaltet die Anlage ab, sobald kein Unterdruck mehr anliegt. Sollte eine Leckage auftreten, wird die Maschine abgeschaltet und die Fehlermeldung durch einen akustischen Alarm an die Regelung gegeben. Die Lüfter laufen dann automatisch auf Hochtouren.
Als Gesamtpaket betrachtet: Welche konstruktiven Maßnahmen der neuen „pF10“-Baureihe tragen zu einem sicheren, langlebigen und störungsarmen Betrieb im Gebäudebestand bei?
Wir haben bei der „pF10“ ein solides und schallgedämmtes Gehäuse im Einsatz. Darüber hinaus setzen wir auf bewährte Premium-Komponenten, die wir schon seit Jahren erfolgreich und zuverlässig verbauen. Ein weiterer Pluspunkt ist unser Fokus auf leicht austauschbare und reparierbare Komponenten.
