Markenbildung für SHK Betriebe

Teil 2: Digitale Strategien

Im ersten Teil des Beitrags (erschienen im SHK Profi 8/2018) haben Sie erfahren, was eine Marke bedeutet und welche Markenelemente beim Aufbau einer lokalen Marke eine Rolle spielen. Doch wie kann ein lokaler SHK Betrieb seine Marke digital ausbauen? Erfahren Sie mehr über die vier wichtigsten Instrumente der digitalen Markenbildung für SHK Betriebe.

Wenn Sie Ihren SHK Betrieb auch digital auf solide Füße stellen wollen, sollten Sie über diese vier Instrumente zur digitalen Markenbildung Bescheid wissen.

1) Ihre Webseite als digitale Ausstellung

Da Ihre Webseite eine der wichtigsten Anlaufstellen für Interessenten, Bestandskunden aber auch potentielle Mitarbeiter ist, sollten Sie auch in Bezug auf lokale Markenbildung Ihrem Internetauftritt einen hohen Stellenwert zuschreiben. Nutzen Sie die im vorherigen Artikel genannten Markenelemente, um auf Ihrer Webseite ein entsprechendes Image beziehungsweise eine entsprechende Markenbotschaft zu vermitteln.

Modernes Design

Ihre Webseite sollte auf den Besucher ansprechend und modern wirken. Genauso wie sich die Geschmäcker für das Design eines Badezimmers ändern, sollte auch die Aufmachung Ihrer Webseite regelmäßig an die neuesten Designstandards angepasst werden. Betrachten Sie Ihren Internetauftritt als Ihre digitale Ausstellung, die auch regelmäßig renoviert und mit neuen Kojen ausgestattet werden muss.

Aktuelle Inhalte

Eine Webseite, die nicht gepflegt wird, färbt auch auf das Image Ihres SHK Betriebs ab. Achten Sie darauf, regelmäßig aktuelle Inhalte wie Bilder und kurze Artikel auf Ihre Homepage zu stellen. Auch Kategorien auf Ihrer Webseite wie zum Beispiel die „Referenz des Monats“ sorgt für neue Inhalte, die für Ihre Zielgruppe interessant sind. Denken Sie auch daran die neuen Bilder und Texte auf sozialen Medien zu veröffentlichen.

Benutzerfreundlichkeit

Ihre Webseite sollte für die Besucher intuitiv und einfach zu bedienen sein. So sollte direkt klar sein, was sich hinter einem Menüpunkt verbirgt und wo bestimmte Inhalte gefunden werden können. Da mittlerweile mehr als 50 % der Webseitenbesucher über mobile Geräte wie Tablets und Smartphones auf Ihre Homepage kommen, sollte Ihre Seite auch auf dem Handy nicht nur gut aussehen, sondern auch gut zu bedienen sein.

Tipp: Auf https://search.google.com/test/mobile-friendly können Sie Ihre Webseite gratis von Google in Bezug zur Mobiloptimierung testen lassen.

Vorteile klar herausstellen

Nutzen Sie Ihren Internetauftritt, um Ihre Alleinstellungsmerkmale und Markenbotschaften zu platzieren. Achten Sie darauf, dass die Markenbotschaft auch zu den anderen Inhalten auf Ihrer Webseite passt. So sollte ein Betrieb, der sich auf exklusive Bäder spezialisiert hat, auch Bilder von hochwertigen Bädern benutzen und gleichzeitig die Vorzüge eines „Luxusbades“ gegenüber dem Standartbadezimmer herausstellen.

Platzieren Sie Ihre wichtigsten Botschaften/Versprechen weit oben auf Ihrer Webseite. Sie können hierzu beispielsweise 2-3 Stichpunkte verwenden wie:

Exklusive Bäder, Komplettservice, Festpreis Versprechen.

2) Google Profil optimal einsetzen

Bei Suchen nach Ihrem Unternehmensnamen bei Google wird in der Regel Ihr Google Profil auf der rechten Seite angezeigt. So erhält ein möglicher Interessent einen ersten Eindruck, bevor er überhaupt auf Ihre Webseite kommt. Hier zeigt Google Informationen wir Ihre Kontaktdaten, Öffnungszeiten, einen Link zu Ihrer Webseite, Bewertungen sowie zwei Bilder an. Zuerst sollten alle Informationen korrekt und vollständig in Ihrem Profil hinterlegt sein, hierzu ist es wichtig, dass Sie die Inhaberschaft bereits bei Google beantragt haben. Sofern unter den Kontaktdaten der Punkt „Eigentümer dieses Unternehmens?“ angezeigt wird, ist Ihr Google Account noch nicht bestätigt und Ihnen zugeordnet. Sollten Sie kein Bild hinterlegen, sucht Google ein Bild (meist auf Google Streetview) automatisch aus. Hier kommt es leider oft zu unschönen Ansichten.

Des Weiteren ist es möglich in diesem Bereich auch auf Angebote oder Neuigkeiten in Ihrem Unternehmen hinzuweisen. Auch hier sollten Sie neue Bilder oder Referenzen veröffentlichen, um den Eindruck des Suchenden bereits vor dem Besuch Ihrer Webseite möglichst positiv zu gestalten. Gleichzeitig gilt es zu beachten, dass Ihr Google Profil auch in der Google Karte dargestellt wird. Auch hier sollte Ihr Betrieb einen möglichst guten Eindruck hinterlassen.

Tipp: Um Ihr Google Profil zu finden, geben Sie bei Google Ihren Firmennamen und Ort ein. Zum Beispiel: „Bäderstudio Max Mustermann GmbH Bremen“. Nun sollten Sie auf der rechten Seite Ihr Google Profil sehen können.

3) Über Ihre Facebook-Seite kommunizieren

Ihre Facebook-Seite ist direkt nach Ihrer Webseite einer der wichtigsten Orte, um über Ihr Unternehmen zu informieren und Ihre Markenbotschaft zu vermitteln.

Auch bei Facebook gilt es regelmäßige Informationen und Neuigkeiten für die eigene Zielgruppe zu veröffentlichen. Arbeiten Sie mit Referenzen, Angeboten aber auch mit lustigen Anekdoten und persönlichen Inhalten wie Bilder einer Hausmesse oder vom Firmenausflug. Gleichzeitig sollten alle Informationen zum Betrieb sowie Bilder bei Facebook eingepflegt sein. Halten Sie auch eingehende Anfragen und Reaktionen wie Likes oder geteilte Beiträge im Auge. Oft kann über eine Interaktion auf Facebook ein erster Kundenkontakt aufgebaut werden.

4) Im Internet gefunden werden

Suchmaschienenoptimierung (SEO)

Die Webseite Ihres SHK Betriebes sollte nicht nur schön aussehen, aktuell sein und gut auf allen Geräten zu bedienen sein, all dies hilft nicht viel, wenn Ihre Seite nicht im Internet gefunden wird. Bei Google können Sie auf zwei Wegen platziert werden: in den natürlichen Suchergebnissen oder in den Anzeigen. Die Optimierung, um in den natürlichen Suchergebnissen höhere Positionen zu erreichen, nennt sich Suchmaschienenoptimierung (SEO).

Einzigartige Inhalte

Das größte Ziel von Google ist es, dem Suchenden im Internet möglichst passende Ergebnisse anzuzeigen, die einen Mehrwert bringen. Das bedeutet, dass Ihre Webseite einzigartige (nicht kopierte) Inhalte haben sollte, die dem Suchenden Antworten zu seinen Fragen liefern. Dies sind Themen wie: Welche Badtypen gibt es? Welche Materialien sind am besten? Was kostet eine Badsanierung? Wer ist der passendste Partner in meiner Region? Zusätzlich muss Ihre Webseite von Google korrekt ausgelesen werden können. Hierzu gehört es auch, jeder Unterseite einen passenden Titel sowie eine Beschreibung hinzuzufügen. Dies hilft Google, Ihre Webseite thematisch besser zu verstehen und dementsprechend in den Suchergebnissen anzuzeigen.

Suchmaschienenwerbung (SEA)

Der zweite Weg seine Webseite in den Suchergebnissen bei Google zu positionieren läuft über bezahlte Werbung. Hier werden Anzeigen zu bestimmten Suchbegriffen über und unter den natürlichen Suchergebnissen platziert. Der Vorteil ist, Sie können innerhalb von kürzester Zeit bei Google zu den für Ihren Betrieb wichtigsten Suchbegriffen positioniert werden. Dies ist sogar auf Postleitzahlen-Ebene möglich und erlaubt somit auch einen regionalen Markenaufbau. Ihre Webseite wird so beispielsweise nur in einem Umkreis von 15 km um Ihren Standort positioniert. Hier können auch gewisse Gebiete, welche nur wenig Potential bieten, ausgeschlossen werden und Ihre Homepage wird dort nicht angezeigt.

Google gibt Ihnen auch die Möglichkeit, Bannerwerbung auf themennahen Webseiten z.B. www.schoener-wohnen.de allein in Ihrer Region anzeigen zu lassen. So stoßen Interessenten aus Ihrer Region immer wieder auf Ihren Betrieb und bewerten Ihr Unternehmen als Platzhirsch, der für gewisse Werte und Qualitäten steht.

Tipp: Prüfen Sie die Auffindbarkeit Ihrer Webseite zu Suchbegriffen wie: „Badsanierung Ort A“, „Badsanierung Ort B“, „Badumbau Ort A“, „Badumbau Ort B“. So erhalten Sie einen Eindruck, welche digitale Präsenz Ihr Unternehmen in Ihrer Region hat.

Zum Autor

Marc Busse ist Gründer & Geschäftsführer der

Firma Tool Box (https://tool-box.io/de/) und gleichzeitig Experte im Bereich der Digitalisierung für Handwerksbetriebe.

Als zertifizierter Google Adwords Experte unterstützt er Handwerker, um passende digitale Lösungen zu entwickeln und im Betrieb zu etablieren.

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