Luftreiniger: Übertragungsrisikos verringern

Senkung des SARS-CoV-2-Übertragungsrisikos

Das Bewusstsein für eine gute Raumluftqualität hat sich in den letzten Monaten merklich erhöht. Eine ausreichende Frischluftzufuhr durch regelmäßiges Lüften gilt neben der Abstandsregel und dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes als wichtige Maßnahme, um das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 in Innenräumen zu reduzieren. Lüftungsanlagen mit entsprechenden Filtern sowie spezielle Luftreinigungsgeräte optimieren zusätzlich vor allem auch in der kalten Jahreszeit die Luftqualität.

Denn der Einsatz von entsprechender Technik ist nach aktuellem Kenntnisstand eine wirksame Alternative zur im Vergleich nicht so gut kontrollierbaren Fensterlüftung. Mit seinem Produktportfolio ist Daikin weltweit eines der wenigen Unternehmen am Markt, das bis zu 90 % der technischen Gebäudeausrüstung abdeckt und für jede Raum- und Gebäudegröße eine Lösung anbietet – sowohl bei der Nachrüstung als auch Neuausstattung. Um das SARS-CoV-2 Übertragungsrisiko zu senken, bringt Daikin nun zwei Geräte auf den Markt: den Luftreiniger Daikin „MCK55W“ und den Luftreiniger „AstroPure“ des Schwesterunternehmens AAF, der sich z.B. für den Einsatz in Schulen eignet.

Eine optimale Raumluftqualität kann nur über eine ausreichende Lüftung erzielt werden. Während der Corona-Pandemie gewinnt die Lüftung darüber hinaus zusätzlich an Bedeutung. „Sofern keine Lüftungsanlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung vorhanden ist, bekräftigen wir die Empfehlung, die Fensterlüftung durch die Nutzung von CO2-Messgeräten zu unterstützen. Dies stellt sicher, dass die Fenster nicht zu spät für einen Luftaustausch geöffnet werden“, erläutert Volker Weinmann, Beauftragter Politik, Umwelt und Verbände bei Daikin Germany. Sind Lüftungsanlagen zur Gewährleistung einer regelmäßigen Frischluftzufuhr vorhanden, können diese mit Hilfe von entsprechender Technik weiter optimiert werden. „Die Corona-Pandemie stellt die Kälte- und Klimabranche vor Herausforderungen. Wir von Daikin sehen darin aber auch Chancen und Möglichkeiten, technologische Lösungen voranzutreiben und zu entwickeln, um die Verbreitung von Viren in Gebäuden zumindest einzudämmen,“ bekräftigt Weinmann.

Funktionale Filtertechnologie für Lüftungsanlagen

So können je nach Anwendungsfall Lüftungsanlagen mit verschiedenen Arten von Filtern ausgestattet werden. Biostatische Filter mit antibakterieller Behandlung zur Verhinderung der Vermehrung von Mikroorganismen eignen sich beispielsweise für öffentliche Gebäude, wie Schulen und Universitäten. Zur einfachen und schnellen Um- und Nachrüstung von Bestandsanlagen eignen sich Semi-Absolute Filter wie ePM1 95% (F9) nach ISO16890 mit einer hohen Filtrationseffizienz klassifiziert als EPA Filter (E10) gemäß EN1822:2009. Eine weitere Kategorie von Filtern stellen die sogenannten HEPA-Filter (HEPA = High Efficiency-Particulate Air) dar. Sie kommen u.a. in Arztpraxen oder in Krankenhäusern zur Anwendung.

Zusätzliche Luftreinigung mit der Daikin „Flash Streamer“-Technologie

Doch nicht in allen Gebäuden sind Lüftungsanlagen vorhanden und ein nachträglicher Einbau kann schwierig sein: „Denn aufgrund der notwendigen Kanäle ist dies sehr aufwändig, mit hohen Investitionskosten verbunden und nicht von heute auf morgen zu realisieren“, bemerkt Weinmann. „Gerade deshalb sind Abstandsregeln und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wichtig, um ein direktes Ansteckungsrisiko zu verringern.“ Durch Geräte mit zusätzlichen Luftreinigungsfunktionen wie der „Flash Streamer“-Technologie von Daikin kann die Luftqualität in Innenräumen ebenso verbessert und die Partikelbelastung reduziert werden. Bei der „Flash Streamer“-Lösung werden anhand von Elektronen chemische Reaktionen mit den Molekülen in der Luft ausgelöst. Dadurch verfügen die Moleküle über ein großes Zersetzungspotential von gefilterten Schadstoffen inklusive Viren, Bakterien, Pollen und Schimmelpilzsporen. Diese Technologie ist hochwirksam und eignet sich zur Anwendung im Einzel- oder Großraumbüro. Die „Flash Streamer“-Technologie ist bereits in vielen Daikin Innengeräten, wie dem „Stylish“-Wandgerät oder dem neuen Truhengerät „FVXM-A“, serienmäßig verbaut.

Luftreinigung mit Filter und „Flash Streamer“-Technologie

Als technische Ergänzung können spezielle Luftreiniger wie der neuentwickelte Daikin „MCK55W“ helfen. Dieses Gerät vereint die HEPA Filtertechnologie, die „Flash Streamer“-Technologie und eine aktive Plasma-Ionen-Entladung zur Zersetzung von Proteinen in der Luft in einem Gerät. Der HEPA Filter ist in der Lage, Partikel mit einer Größe von 0.1μm and 2.5μm zu 99% abzuscheiden. Eine integrierte, leistungsstarke Luftbefeuchtung trägt darüber hinaus zum Schutz vor trockener Luft und damit auch vor Viren bei. Der Luftreiniger arbeitet flüsterleise und verfügt über ein elegantes, kompaktes Design (Maße: 70 x 27 x 27 cm).

Luftreinigung mit HEPA-Filter und keimtötender UV-Bestrahlung

Ein weiteres, neues mobiles Luftreinigungsgerät, das in absehbarer Zeit auf den Markt kommen wird, ist „AstroPure“ von AAF, einem Schwesterunternehmen von Daikin. Das völlig eigenständige, mobile Gerät ist konzipiert für Räumlichkeiten, in denen eine hohe Filterung der Luft erforderlich ist, wie z.B. in Büros, Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Geschäften oder Hotel-Lobbys. „AstroPure“ kombiniert HEPA-Filter mit einer optional verfügbaren UV-keimtötenden Bestrahlung (UVGI) für eine vollständige Reinigung der Raumluft.

Förderprogramm für Bestands-RLT-Anlagen

Um eine Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von bestehenden raumlufttechnischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten zu erleichtern, kann seit dem 20. Oktober 2020 beim BAFA eine Bundesförderung beantragt werden. Gefördert werden die Um- und Aufrüstung stationärer RLT-Anlagen, die entweder das ganze Gebäude oder einzelne Etagen mit Luft versorgen, einschließlich Klimaanlagen – z.B. bei einem Filterumbau, Filterwechsel oder der Aufrüstung mit HEPA-Filtern (H 13 oder H 14). Der Ersatz von RLT-Zentralgeräten wird dabei nur im Zusammenhang mit einer Erhöhung des Luftvolumenstroms gefördert, sofern dieser erhöhte Luftvolumenstrom erforderlich ist.

Antragsberechtigt sind Länder und Kommunen, Hochschulen sowie öffentliche Unternehmen. Die Förderung der Richtlinie beträgt 40 % der förderfähigen Ausgaben und ist auf 100.000 € pro Anlage beschränkt. Förderanträge können bis zum 31. Dezember 2021 gestellt werden.

Förderprogramm für Luftreiniger in Bayern zum infektionsschutzgerechten Lüften in Schulen

Um die Virenlast speziell in den Innenräumen von Kitas, Großtagespflegestellen, Heilpädagogischen Tagesstätten und Schulen zu verringern, fördert der Freistaat Bayern bis einschließlich 31. März 2021 in diesen Einrichtungen Investitionskosten für technische Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften mit bis zu 50 Mio. €. Bezuschusst werden mobile CO2-Senoren zur Regelung von Lüftungsmaßnahmen sowie mobile Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion für Klassen- und Fachräume. Zuständig für die Förderung an Schulen ist das Staatsministerium für Unterricht und Kultus und an Fachschulen das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2021-02

Hocheffizienz-Luftreiniger

Johnson Controls präsentiert neue Hocheffizienz-Luftreiniger mit HEPA-Filtern der Klasse H14, die Viren und Bakterien zu 99,995 % aus der behandelten Raumluft filtern und sich dank ihrer kompakten...

mehr
Ausgabe 2014-02

Umweltfreundlich

Die Luft-/Luft-Wärmepumpe „Ururu Sarara“ der Daikin GmbH ist mit dem umweltfreundlichen Kältemittel R32 befüllt. Das Wärmepumpensystem vereint die Funktionen Kühlen, Heizen, Luftreinigung,...

mehr
Ausgabe 2021-01

Mobile Luftreiniger

Überall dort, wo die Raumluft verbessert werden soll, lassen sich die mobilen Geräte der Serie „LRM“ von Remko einsetzen. Erreicht wird die Luftreinigung durch ein 4-stufiges Filtersystem. Dabei...

mehr
Ausgabe 2010-04

Die gesunde Art der Trocknung

Der „HEPA-Filter 520“ verbindet die Trocknung von Wasserschäden mit der Reinigung schadstoffbelasteter Raumluft. In nur einem Arbeitsschritt können Sanierungsbaustellen getrocknet und gleichzeitig...

mehr
Ausgabe 2020-08

Corona: Warum Klimaanlagen das Virus nicht verbreiten

Der Fall Tönnies und die Klimaanlage – wegen der niedrigen Temperatur, einer geringen Frischluftzufuhr und einer konstanten Luftumwälzung in der Halle soll die Lüftungs- und Kühlungsanlage zur...

mehr