Digitale Armaturen für mehr Hygiene

Kindergarten in Berlin setzt auf smarte Sanitärlösungen

In Kindergärten geht es lebhaft zu: Es wird gelernt, gelacht, gespielt und natürlich kommen dabei die Hände kräftig zum Einsatz. Ob nach dem Matschen im Sandkasten oder dem Mittagessen: Saubere Hände sind ein absolutes Muss. Dafür braucht es zuverlässige Lösungen, die den kindgerechten Alltag optimal unterstützen. Berührungslose
Armaturen bieten hier in Puncto Nutzer- und Trinkwasserhygiene einen Mehrwert.

Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die körperliche, emotionale und geistige Entwicklung von Kindern. In dieser Phase benötigen sie eine Umgebung, die Sicherheit, Geborgenheit und vielfältige Lernmöglichkeiten eröffnet. Dieser Anspruch prägt sowohl die pädagogische Arbeit als auch die bauliche und technische Gestaltung moderner Kindertagesstätten. Die Fröbel-Gruppe, einer der größten freien Träger von Krippen, Kindergärten und Horten in Deutschland, orientiert sich dabei konsequent an einem klaren Leitgedanken: Kinder haben Rechte. Wie sich dieser Leitgedanke konkret umsetzen lässt, zeigt ein Praxisbeispiel aus Berlin: Der Fröbel-Kindergarten „Fröbelspatzen“, einer von rund 40 Standorten innerhalb Berlins, setzt gezielt auf zeitgemäße Hygienelösungen, u. a. auch im Sanitärraum. Mit der Investition in moderne, berührungslose Armaturen des Stuttgarter Herstellers Hansa, unterstreicht der Träger sein Engagement für ein Umfeld, das sowohl den Schutz als auch die Selbstständigkeit fördert.

Sauberes Wasser, smarter Betrieb

Nach der VDI-Richtlinie 6023 muss eine Trinkwasserinstallation regelmäßig gespült werden, um die Hygiene ausreichend sicherzustellen und die Vermehrung von Mikroorganismen, insbesondere Legionellen, zu verhindern. Die Richtlinie empfiehlt: Stagnationszeiten, bei denen Wasser nicht bewegt wird, sollten 72 h (3 Tage) nicht überschreiten. Dies bedeutet, dass Wasser-entnahmestellen (wie zum Beispiel Waschtisch-Armaturen) mindestens alle 72 h benutzt oder gespült werden müssen, um die Wasserhygiene zu gewährleisten.

Zudem sind Betreiber gemäß DIN EN 806-5 verpflichtet, die Trinkwasserinstallationen regelmäßig zu warten. Diese Norm ist Teil der „Technischen Regeln für Trinkwasser-Installationen“ und befasst sich speziell mit dem Betrieb und der Wartung. Dabei ist ressourcenschonendes und wirtschaftliches Handeln ebenso gefordert wie die Erfüllung der Dokumentationspflichten.

Im Rahmen dieser Vorschrift wurden also verschiedene Systeme und Anbieter getestet. Dabei standen vor allem Kriterien wie Kosten, Installationsaufwand und Benutzerfreundlichkeit im Fokus. Die Wahl fiel auf die berührungslose Hansa-Armatur „HANSAELECTRA“. Ausschlaggebend waren mehrere Faktoren: Die Technologie der Armatur verbindet modernes Design, leistungsfähige Werkstoffe und smarte Konnektivität, die unter anderem eine digitale Überwachung und Steuerung des Ressourcenverbrauchs sowie von Spülvorgängen ermöglichen. Darüber hinaus kann sie zu einem hygienischen Waschbereich beitragen und die selbstständige Nutzung durch Kinder unterstützen. Gleichzeitig wird das Fachpersonal entlastet, indem Bedienfehler und zusätzlicher Reinigungsaufwand reduziert werden. Hilmar Lehmann, Facility Manager bei Fröbel in Berlin, fasst die Vorteile zusammen: „Da das Wasser nur bei tatsächlicher Nutzung fließt, konnten wir den Verbrauch deutlich senken. Das ist wichtig, weil Wasser eine große Faszination auslöst. Und dank integrierter Sensorik bieten die Armaturen ein konstant hohes Hygieneniveau für alle Nutzergruppen.“

 

Hygiene beginnt bei der Planung

Wo viele Hände täglich dieselben Oberflächen nutzen, steigt das Risiko von Keimübertragungen und Schmierinfektionen deutlich. Studien zeigen, dass bis zu 80 % der gängigen Infektionskrankheiten über direkten Kontakt mit kontaminierten Flächen übertragen werden – eine Herausforderung, der sich insbesondere Bildungseinrichtungen stellen müssen. Die Entscheidung, kontaktlose Armaturen zu verbauen, ist deshalb ein logischer Schritt im Sinne eines ganzheitlichen Hygienekonzepts. Denn durch sensorgesteuerte Wasserentnahme entfällt der direkte Hautkontakt und potenzielle Infektionsquellen werden deutlich reduziert. Eine Studie des Canadian Journal of Microbiology bestätigt diesen Effekt: Die Anzahl von Bakterien und Viren auf der Oberfläche einer Armatur kann durch berührungslose Technik erheblich gesenkt werden.

 

Sicher im Kita-Alltag

Die Modernisierung der Sanitärbereiche erfolgte unter besonderen Rahmenbedingungen. Während der gesamten Umbauphase blieb der Kindergarten in Betrieb, was bedeutete: Spielende, neugierige und oft tobende Kinder waren in unmittelbarer Nähe. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, war eine schnelle und zuverlässige Lösung gefragt.

Auch das Wohlbefinden der Kinder spielte bei der Auswahl der Armaturen eine zentrale Rolle. Die Armatur misst die aktuelle Wassertemperatur und stoppt den Wasserfluss, wenn die Temperatur den eingestellten Wert überschreitet. Das sorgt nicht nur für einen angenehmen Nutzungskomfort, sondern schützt besonders jüngere Kinder vor möglichen Verbrühungen. Durch die intuitive Bedienbarkeit verstehen selbst die Jüngsten die Funktionsweise der smarten Armaturen schnell – ein positiver Nebeneffekt, der ihre Selbstständigkeit fördert und den Alltag für das pädagogische Personal erleichtert.

 

Smarte Konfiguration via App

Neben dem sichtbaren Komfort überzeugt auch die unsichtbare Technik: Mit der „HANSA360“-App lässt sich die Armatur leicht steuern, individuell einrichten und unkompliziert warten. Das umfasst sämtliche Funktionen: von der Sensorempfindlichkeit, die Wasserlauf- und Nachlaufzeit oder eine der vier automatischen Hygienespülungen zur sicheren Bewahrung der Trinkwasserqualität. Die Bedienung erfolgt intuitiv über das Smartphone oder Tablet. Mit wenigen Klicks lassen sich zahlreiche Parameter justieren, was den Einstellungsaufwand reduziert. Ergänzend unterstützt eine integrierte Reportfunktion die technische Dokumentation sowie die Wartung. Auch der Wasserverbrauch lässt sich problemlos nachverfolgen und bietet verschiedene Möglichkeiten, die Ersparnis zu optimieren. Besonders im Alltag mit Kindern, die den Wasserfluss oft unbeabsichtigt länger laufen lassen oder vergessen, den Hebel zu schließen, sparen automatische Spülungen Ressourcen.

Darüber hinaus ist eine zentrale Steuerung mehrerer Armaturen möglich – entweder einzeln per Bluetooth-Verbindung mit der „HANSA360“-App oder vernetzt über eine cloudbasierte Gateway-Lösung. Auf diese Weise können auch die Parameter wie z. B. Nachlaufzeit und die Hygienespülung individuell eingestellt werden – ohne zwingende Anwesenheit vor Ort.

 

Moderne Sensoren für berührungslose Armaturen

Um hohe Hygienestandards sicherzustellen und den Wasserverbrauch so effizient wie möglich zu gestalten, sind berührungslose, sensorgesteuerte Armaturen das Mittel der Wahl. Die „HANSAELECTRA“ Armaturen, die im Kindergarten „Fröbelspatzen“ in Berlin installiert wurden, sind dazu mit moderner PSD-Sensortechnologie ausgestattet. Anders als bei den häufig verwendeten Infrarotsensoren handelt es sich bei PSD (Positionsempfindliche Dioden) um eine hochwertige Sensortechnik, die sicherstellt, dass die berührungslosen Armaturen präzise und dauerhaft funktionieren. Die Erkennungsgenauigkeit der PSD-Sensortechnologie ist zehnmal höher als die von Infrarotsensoren. Die PSD-Sensoren in den eingesetzten Armaturen erkennen die exakte Entfernung eines Objekts im Verhältnis zum Infrarotauge und verringern damit Fehlauslösungen aufgrund des Helligkeitsgrads und Spiegelungen. Mit anderen Worten: Die Handbewegung wird genau dann erkannt, wenn das Infrarot im Sensorbereich reflektiert wird und der Wasserfluss wird gestoppt, sobald die Hände des Nutzers nicht mehr im Sensorbereich erkannt werden.

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