Heizungssanierung mit neuester Technik

Umwälzpumpe modernisiert Heizungsanlage in Schweizer Wohnhaus

Die Fußbodenheizung eines 1980 erbauten Wohnhauses im Bezirk Bremgarten bei Zürich war im Jahr 2021 bereits deutlich in die Jahre gekommen. Nach über 40 Jahren waren nicht nur die Rohre diffusionsundicht geworden, der Zahn der Zeit hatte auch an Heizkreisverteiler und Heizungsumwälzpumpe seine Spuren hinterlassen. Deswegen entschieden sich die neuen Besitzer im Rahmen einer größeren Sanierung, die alte Fußbodenheizung zu erneuern und bestehende Radiatoren ebenfalls durch eine neue Fußbodenheizung zu ersetzen.

Die bisherige Heizungsanlage in dem 175 m2 großen Objekt umfasste zwei verschiedene Lösungen auf unterschiedlichen Stockwerken. Eine Fußbodenheizung beheizte das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss, während im Dachgeschoss ein großer Radiator zum Einsatz kam. Im Rahmen der Sanierung mussten für das Ziehen neuer Wände mehrere Rohre der bestehenden Fußbodenheizkreise gekappt werden, denn nur so konnte das Fundament freigelegt werden. Dies nahm die Familie zum Anlass, im selben Zug auch die Heizungsanlage auf den neusten Stand der Technik zu bringen. Als Wärmequelle dient dabei nach wie vor eine Ölheizung.

Fräsung und Verlegeplatten statt Estrichaufguss

Eine geläufige Komplettsanierung, also das Abtragen des bestehenden Estrichs sowie das Verlegen von Rohren in einem neuen Estrichaufguss, bedeutet für alle Projektbeteiligten lange Wartezeiten, hohe Kosten und hohen Arbeitsaufwand. Denn neben dem Abtragen des Schutts, dem Verlegen einer neuen Isolierung und der Trocknungszeiten setzt sich der Estrich noch über Monate, sodass gewisse Arbeiten – wie etwa das Verlegen von Fußleisten – über längere Zeit verschoben werden müssen. Da die bestehende Estrichschicht im Bremgartener Wohnhaus jedoch über eine ausreichende Stärke verfügte und eine solide Isolation bereits vorhanden war, entschieden sich die neuen Bewohner für ein schnelleres und einfacheres Verfahren: Die Rohrleitungswege frästen Heizungsbauer von oben im Schneckensystem in die vorhandene Estrichschicht und verlegten die neuen Alu-Verbundrohre entsprechend. Die vorhandenen Heizkreise wurden stillgelegt und verbleiben im Boden. Im Dachgeschoss, wo bisher keine Fußbodenheizung verlegt war, griffen die Hauseigentümer auf Gipsfaserplatten zurück. So dauerte der Verlegeprozess statt mehrerer Monate nur sieben Arbeitstage für zwei Handwerkskräfte. Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise: Da die neuen Fußbodenheizungsrohre über den alten verbaut wurden, liegen sie näher an der Bodenoberfläche und können die Wohnräume innerhalb kürzester Zeit erwärmen. „Seit der Sanierung können wir das Haus innerhalb von nur drei bis vier Stunden von 18 °C auf gemütliche 23 bis 24 °C aufheizen“, so der Bauherr.

Effiziente Verteilung der Wärmeenergie

Nicht nur die Rohrleitungen der Fußbodenheizung wurden bei der Sanierung ersetzt. Auch die Technik zur Verteilung der Wärmeenergie wurde modernisiert. Der veraltete Heizkreisverteiler wurde aus seiner statischen Verankerung befreit und durch bedienerfreundliche „TacoSys“-Heizkreis-Verteilersysteme von Taconova ersetzt. Mit „TopMeter Plus“-Abgleichventilen lassen sich die Heizkreise leicht und exakt einstellen. Die Einregulierung erfolgte werkzeuglos und erfordert keinerlei Messgeräte, Diagramme oder Tabellen. Mithilfe der inte-grierten „Memory“-Funktion im Ventil ist zudem nach dem Absperren die zuletzt eingestellte Durchflussmenge reproduzierbar. So sind etwa nach Wartungsarbeiten im Handumdrehen die ursprünglichen Durchflussparameter wieder einstellbar. Praktisch sind auch die integrierten Sichtgläser, durch welche man jederzeit sehen kann, dass die Wärme durch die gewünschten Heizkreise fließt. Zusätzlich gehen Zonenzuordnung sowie Befüllung und Wartung der Anlage einfach von der Hand. Der benötigte Volumenstrom wird über die vorhandene zentrale Pumpengruppe zugeführt. Sie ist direkt hinter der Heizung installiert und sorgt mit dem externen Sicherheitstemperaturbegrenzer für den sicheren Betrieb der Anlage und einen optimalen Heizkomfort.

Große Leistung im kompakten Format

Für den nötigen Druck sorgt die Heizungsumwälzpumpe „TacoFlow3 Duo Hybrid“. Sie gehört zur neusten Generation der Hocheffizienzpumpen „TacoFlow3“, die eine starke Leistung auf kleinem Raum ermöglichen. Die alte Umwälzpumpe der bestehenden Pumpengruppe war aufgrund von mehreren Jahren Stillstand defekt. Die Bauherren hatten als Mitarbeiter von Taconova die Möglichkeit, als eine der Ersten eine Pumpe der neusten Generation einzubauen. Sie basiert auf den Funktionen der vorherigen Baureihe „TacoFlow2“ und bietet eine gesteigerte Effizienz bei sehr kompakter Bauform. Die „TacoFlow3“-Pumpen verfügen über zwei verschiedene Anschlussmöglichkeiten, die den Einsatz und die Installation flexibel und benutzerfreundlich machen. Es besteht die Wahl zwischen einem Plug-and-Play-Anschluss ohne PWM-Steuersignal oder dem „TacoSmart“-Stecker mit PWM-Steuersignal, für den die Besitzer sich entschieden. Bei dieser neuesten Lösung erfolgt der Anschluss von oben – das bedeutet erweiterte Anschlussmöglichkeiten, hohe Flexibilität und ermöglicht eine kompakte, platzsparende Bauweise. Dadurch kann die neue Pumpengeneration mit leichten Anpassungen auch in engen Einbausituationen wie in bestehenden EPP-Isolierschalen installiert werden. Mit Hightech-ECM-Motoren erzielt die verbaute „TacoFlow3 Duo Hybrid“ eine Fördermenge von 8,5 m und damit deutlich mehr als die alte Pumpe mit einer Fördermenge von 6 m. Die Pumpe ist mittels drei Einstellfunktionen – Min-Max, Proportionaldruck oder Konstantdruck – regelbar. Dabei verfügt das Gerät über einen Steuerungsmodus, welcher sich adaptiv an wechselnde Systemanforderungen anpasst: Die interne „TacoAdapt“-Intelligenz erkennt Veränderungen im System und ergreift selbstregulierend passende Maßnahmen, so dass niemand zur Feinabstimmung vor Ort zu sein braucht. Durch automatische Auswahl der geeignetsten Pumpenkurve wird immer die optimale Leistung erzielt. Praktische Funktionen wie eine automatische Lufterkennung, automatische Antiblockierfunktion und selbstschmierende Lager stellen zudem sicher, dass die Umwälzpumpe zuverlässig und reibungslos läuft. Leicht abzulesende LED-Signale informieren auf einen Blick über den aktuellen Betriebsstatus.

Fazit

Die Heizungssanierung im Einfamilienhaus in der Nähe von Zürich wurde mithilfe cleverer Verlegetechniken in kurzer Zeit durchgeführt. Die effiziente Wärmeverteilung durch „TacoSys“-Heizkreisverteiler und die kompakte Heizungsumwälzpumpe „TacoFlow3 Duo Hybrid“ stellt sicher, dass alle Komponenten optimal zusammenarbeiten, um den Komfort und die Effizienz des Systems langfristig zu gewährleisten.

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