Jederzeit frische Luft
Platzsparende Technik und stilvolles Design in Berliner Quartier
Mitten in Berlin entstand in rund zehn Jahren eines der spannendsten Bauprojekte der Metropole: Das neue Stadtquartier „Am Tacheles“ mit seiner einzigartigen, visionären Architektur. Die hocheffiziente Gebäudeausstattung wird ergänzt durch flexible Lüftungstechnik, die insgesamt 261 Wohneinheiten individuell und bedarfsgerecht mit frischer Luft versorgt.
Auf einer Nutzfläche von rund 85.000 m² vereint das Stadtquartier „Am Tacheles“ die Bereiche Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Kultur auf höchstem Niveau. Zehn Gebäude, darunter sieben individuell gestaltete Wohngebäude und drei anspruchsvolle Bürogebäude sowie zwei öffentliche Plätze, füllen das Gebiet zwischen Friedrichstraße, Oranienburger Straße und Johannisstraße. Für Aufsehen erregt die außergewöhnliche, kosmopolitische Architektur. So beeindrucken die Gebäude mit ihren individuellen Außenfassaden, die jedoch in Summe ein harmonisches Gesamtkonzept ergeben.
Umfangreiche Bauarbeiten
Berühmt wurde das Stadtquartier „Am Tacheles“ zu DDR-Zeiten durch das gleichnamige Künstlerhaus Tacheles. Da das Gelände jedoch stark vom zweiten Weltkrieg gezeichnet war, blieb es weitestgehend ungenutzt. 2014 erwarb der europaweit agierende Investment-Manager Aermont Capital das Areal mit dem Ziel, etwas Außergewöhnliches zu schaffen. 2016 starteten die Bauarbeiten: Das 23.346 m² große Grundstück wurde zunächst mit archäologischer Begleitung tiefenenttrümmert: Bagger beseitigten die Gebäudereste der alten Friedrichstraßenpassage, um Platz für die Baugrube zu schaffen. 2018 begannen die Rohbauarbeiten der insgesamt zehn Neubauten. Ab 2022 waren die ersten Wohnungen und Gewerbeeinheiten schließlich bezugsfertig.
Hohe klimatische Anforderungen
Die Anforderungen an das Innenraumklima waren hoch: Ein zentrales Lüftungssystem sollte für jederzeit frische Raumluft sorgen und die Bausubstanz langfristig erhalten. Auch Pollen, Feinstaub sowie die großstädtische Geräuschkulisse sollten draußen bleiben. Für seine hohen Ansprüche an allergiefreundliches Wohnen wurde das Projekt „AmTacheles“ als erstes Immobilienprojekt weltweit mit dem sogenannten ECARF-Qualitätssiegel zertifiziert, welches von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung verliehen wird.
Bauseitig bestand zudem die Anforderung, dass die Luftverteilung für die 261 Wohneinheiten äußerst platzsparend und kompakt sein sollte. Im Mehrgeschosswohnungsbau steht nur wenig Platz für das Rohrsystem, die Verteilerkästen und die Schalldämmung zur Verfügung. Gleichzeitig stellte die Innenarchitektur weitere Anforderungen: Die Luftauslässe und Ventile sollten sich möglichst elegant und unauffällig in die Räumlichkeiten integrieren, wie zum Beispiel in die hochwertigen Parkettböden. Für die Luftverteilung im Stadtquartier entschied sich das ausführende Ingenieurbüro Liebert Versorgungstechnik für das Unternehmen Vallox.
Das „ValloFlex“-Luftverteilsystem mit „Flat Boxen“ sorgt effizient für die wohnungsweise Frischluftverteilung innerhalb der Geschosse. „Die ‚Flat Box‘ ist ein einzigartiges Produkt am Markt, weil sie besonders platzsparend und kompakt ist. Sie vereint sechs Komponenten – je zwei Verteilerkästen, Schalldämpfer, Volumenstromregler – in nur einem kompakten Gehäuse“, erklärt Außendienstmitarbeiter Walter Kelm.
Passgenaue Installation
Die „ValloFlex“-Lüftungsrohre wurden in allen 261 Wohneinheiten mit je 25 bis 360 m² Fläche verlegt. Mithilfe der flexiblen Rohrtypen – Rundrohre und Ovalrohre – konnte das Luftkanalsystem an die baulichen Gegebenheiten angepasst werden. Die Luftverteilung erfolgt mit dem doppelwandigen Rohrsystem hygienisch durch lebensmittelechten Kunststoff und der glatten, antibakteriellen Innenhaut.
Die „Flat Boxen“ sorgen für geringen und kalkulierbaren Platzbedarf in den mehrgeschossigen Gebäuden. „Statt vieler einzelner Komponenten ist mit der „Flat Box‘ nur eine kompakte Schnittstelle nötig“, so Walter Kelm weiter. Das sorgte für weniger Planungs- und Montageaufwand. Die „Flat Boxen“ wurden in der abgehängten Decke installiert. Von dort aus regeln sie den individuellen Frischluftbedarf für jede Wohneinheit. Mit einer dreifach höheren Einfügungsdämpfung von 23 dB bei 250 Hz gegenüber konventionellen Schalldämpfern sorgen sie für eine nahezu geräuschlose Luftverteilung. Bedarfsgeführt über Fühler, Zeitprogramm oder Stufenschaltung regelt die smarte Schnittstelle das Raumklima komfortabel und energieeffizient. Ein optionaler VOC-Sensor regelt die Luftmengen in Abhängigkeit der Luftqualität.
Individuell angepasste Luftauslässe
Für jedes Wohngebäude mit seiner individuellen Innenarchitektur galt es, die passenden Luftauslässe auszuwählen. Die sichtbaren Teile des Luftverteilsystems wurden mit Design-Gittern und Ventilen von Vallox den Anforderungen entsprechend geplant und individuell ergänzt. In den Gebäuden „FRAME“, „JOUX“ und „VERT“ integrieren sich die Luftauslässe dezent in den Parkettboden. Hierbei wurde das rechteckige „ValloFlex CLASSIC“-Design-Bodengitter „VBGE 1“ als Sonderanfertigung aus dem Parkett herausgearbeitet: „Ein qualifizierter Parkettleger fräste dazu mit einer CNC-Fräse die entsprechenden Teile aus dem Holz“, erzählt Walter Kelm. Das begehbare Design-Gitter wurde bündig in den Parkettboden vor den Fensterflächen eingelassen. Die schmalen, parallel angeordneten Luftschlitze erzeugen eine dezente, puristische Optik. Im Haus „LAIKA“ wiederum unterstützen runde Luftauslässe aus Edelstahl den modernen Industrie-Look der Wohnungen.
Fazit
Das Stadtquartier „Am Tacheles“ setzt Maßstäbe für einen gehobenen Wohnungs- und Gewerbebau in Berlin. Eine qualitativ hochwertige Bebauung sowie eine gesunde, allergikerfreundliche Umgebung gehen dort Hand in Hand. Die Lüftungstechnik trägt dazu ihren Teil bei: Das „ValloFlex“-Luftverteilsystem mit „Flat Boxen“ und Ventilen sorgt für eine individuell regulierbare, zugluftfreie und leise Luftverteilung. So kann eine hohe Luftqualität und ein angenehmes Raumklima in allen Wohneinheiten sichergestellt werden.
