Aus der Sicht des Schornsteinfegers

Vereisung

Der Winter naht und mit ihm die damit verbundenen Minusgrade. Somit laufen die Heizungsanlagen wieder auf Hochtouren. Das Problem, auf das ich dieses Mal eingehen möchte, sind die Vereisungen von Abgasmündungen.

LAS-Anlagen

Egal ob nun von raumluftunabhängigen Heiz- oder Brennwertgeräten, bei beiden ist die Eisbildung ein Problem für die Zuluftöffnung bei sogenannten LAS-Anlagen (Luft-Abgas-Systeme). Die Vereisung des anfallenden Kondensates verschließt die Ansaugöffnung und verringert den Querschnitt so, dass es aufgrund der unvollkommenen Verbrennung zur CO-Bildung oder sogar zur Störung kommen kann (Bild 1).

Regenhauben

Regenhauben, die über den Mündungen installiert werden, fördern die Eisbildung enorm und sind deshalb auch in diesen Fällen nicht zulässig. Die herabfallenden Eiszapfen können eine Gefahr bedeuten und die Rezirkulation der Abgase verursacht eine unvollkommene Verbrennung (Bild 3).

Abstände von Entlüftungen

Ein immer häufiger auftretender Mangel ist die zu nahe gelegene Installation von Mündungen der Abwasserentlüftung (Bild 2).

Der viele Wasserdampf dieser Entlüftung führt zur zusätzlichen Belastung der Ansaugöffnung und somit verstärkt zur Eisbildung. Abgesehen von diesem Phänomen führt natürlich auch die mit Schadstoffen verunreinigte Luft aus dem Abwasserrohr zur Verschlechterung der Verbrennungsqualität im Heizgerät, da diese ja über die Ansaugöffnung mit der Verbrennungsluft vermischt werden.

Nicht ohne Grund sind in der Norm DIN EN 12380 Abstände von Entlüftungen über Dach zu Fenstern und Lüftungs­elementen gefordert.

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