Der moderne Waschraum

Wenn Hygiene auf Umweltbewusstsein trifft Das Zeichen für den grünen Waschraum

Heutzutage müssen die Waschräume in (halb)öffentlichen Einrichtungen nicht mehr nur zweckmäßig sein und hygienische Standards erfüllen, sondern auch in einer ansprechenden Optik und nach ökologisch sinnvollen Kriterien geplant sein. Waschraumbenutzer sind mit Blick auf die letzten Jahrzehnte anspruchsvoller geworden.

Die optimale Ausstattung von Sanitäranlagen ist abhängig von deren Nutzung. In hochfrequentierten öffentlichen Waschräumen wie in Bahnhöfen oder Autobahnraststätten, haben Hygiene, Funktionalität, hohe Verfügbarkeit der Verbrauchsmaterialien sowie der Schutz vor Vandalismus oberste Priorität. In halböffentlichen Waschräumen, die von einem weitgehend definierten Personenkreis überschaubar häufig genutzt werden, werden neben den hygienischen Aspekten der Komfort, das Wohlbefinden der Nutzer sowie die Ästhetik immer wichtiger. Der Umweltaspekt im Waschraum ist in allen Bereichen ein stetig wachsender Faktor. Wie eine Umfrage (durchgeführt in 12/2014) im Auftrag von CWS-boco zum Thema Gerüche im Arbeitsumfeld belegt, verbinden 78 % der Befragten in Deutschland Waschräume mit schlechten Gerüchen. 84 % finden zudem, dass ein Waschraum sauberer wirkt, wenn er gut riecht. Diese Ergebnisse zeigen, dass auch Duft eine wichtige Rolle im modernen Waschraum spielt. Schlechter Geruch kommt beim Gast nicht gut an. So haben auch 72 % der Befragten schon einmal einen öffentlichen Waschraum wegen schlechter Gerüche verlassen, ohne ihn zu nutzen. Die Anforderungen dem entgegenzuwirken, sind hoch.

Im Trend: der grüne Waschraum

In öffentlichen Waschräumen wird zunehmend Wert auf größtmögliche Nachhaltigkeit gelegt. Für den grünen Waschraum stehen zahlreiche Lösungen zur Auswahl, die die Anforderungen nach Ressourcenschonung erfüllen. Unabhängige Gütesiegel wie der „Blaue Engel“ oder das „EU Ecolabel“ weisen Produkte als umweltschonend aus. Dabei gilt es nicht nur, die Umweltbilanz eines Unternehmens oder einer Kommune mit umweltbewussten Produkten zu verbessern, auch die Außendarstellung eines Waschraums an den Nutzer rückt immer mehr in den Fokus. So möchten viele Betreiber nicht nur umweltbewusst wirtschaften, sondern dies auch zeigen. Der Waschraumexperte CWS zeichnet bspw. Kundenwaschräume, in denen eine Stoffhandtuchrolle, ergiebiger Seifenschaum sowie recyceltes Toilettenpapier der Marke eingesetzt werden mit dem Umweltzeichen „ecoilet“ aus. Die dazugehörige Plakette wird im Waschraum angebracht und zeigt so Besuchern, dass umweltschonende Produkte zum Einsatz kommen.Wer sich für Stoffhandtuchrollen entscheidet, bietet Nutzern aufgrund des saugfähigen und hautschonenden Materials nicht nur ein Plus an Komfort, sondern handelt nachhaltig. So können die Rollen bis zu 100-mal gewaschen und wieder verwendet werden. Zeitgemäße Seifenkonzentrate schonen durch ihre biologisch leicht abbaubaren Inhaltsstoffe Haut und Umwelt. Auch Duftsysteme für die Toilettenräume sind ökologisch, wenn sie auf Treibgas verzichten. Viele Spendersysteme für Handtücher, Seifen und Düfte werden zudem aus wiederverwertbaren Materialien hergestellt, sind vollständig Kadmium-frei und werden am Ende ihres Lebenszyklus recycelt oder fachgerecht entsorgt.

Angenehmer Duft steht für Sauberkeit

Unschöne Gerüche lassen jeden noch so attraktiven Waschraum unhygienisch wirken, der Gast fühlt sich nicht wohl. Moderne Spendersysteme sorgen dafür, dass diese überdeckt werden. Der Trend geht jedoch zu Duftsystemen, deren Düfte über sogenannte Neutraromen verfügen. Das bedeutet, dass unangenehme Gerüche gezielt neutralisiert, statt nur überdeckt werden. Die Düfte werden per Verdunstungssystem, ohne Aerosol-Spray, sanft in den Raum getragen. Die Marke CWS bietet neun Düfte, die gezielt gegen Schweiß, Nikotin, Küchen- oder WC-Gerüche wirken und so für ein besseres Raumklima sorgen.

Intelligente Händehygiene

Hygienelösungen in betrieblichen Waschräumen sollten sorgfältig ausgewählt und installiert werden. Zweifelsfrei sind Seifenspender und Vorrichtungen zur Händetrocknung ein Muss. Mit einem Stoffhandtuchspender erhält jeder Nutzer ein sauberes Einmalhandtuch. Jede Handtuchportion wird nach der Nutzung automatisch eingezogen und dank eines Zwei-Kammern-Systems vom sauberen Rollenabschnitt getrennt. Die Spender sind wahlweise mit einem Sensor zur berührungslosen Steuerung ausgestattet. Weitere Methoden zur Händetrocknung sind Papierhandtücher sowie Warmlufttrockner. Es empfiehlt sich, an jedem Waschtisch einen separaten Spender zu installieren. Flüssig- oder Schaumseifenspender, die sich mit einer Hand bedienen, problemlos reinigen und nachfüllen lassen und nicht nachtropfen, sind derzeit die gebräuchlichsten Systeme.

Kosteneffizienter Betrieb

Halböffentliche Sanitäranlagen sind heutzutage mehr als schlichte WC-Anlagen. Sie sind Räume, die Emotionen wecken. Die Industrie hat diesen Trend aufgegriffen und entwickelt innovative und zugleich ästhetisch anspruchsvolle Hygienelösungen, die sich an Benutzerfreundlichkeit stetig verbessern.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sind bei der Planung von Sanitäranlagen nicht nur deren Anschaffungs-, sondern insbesondere auch die langfristigen Betriebs- und Wartungskosten zu kalkulieren. Hier haben die Betreiber die Wahl, die Ausstattung zu kaufen und intern organisiert instandzuhalten oder diese über einen externen Serviceanbieter zu mieten. Der Fullservice- Anbieter professioneller Waschraum-Hygienelösungen beliefert den Kunden regelmäßig mit Verbrauchsmaterialien wie Seifen, Toilettenpapieren oder Handtüchern und holt, wäscht und bringt die Stoffhandtuchrollen in einem fest vereinbarten Turnus. Die Aufbereitung der Textilien erfolgt idealerweise in eigenen Wäschereibetrieben, die durch eine High-Tech-Ausstattung und der intelligenten Nutzung verschiedener Waschprogramme im Vergleich zur Haushaltswäsche deutlich weniger Wasser, Waschmittel und Primärenergie verwenden.

Das Leasingmodell ist insofern attraktiv, da es die kosteneffiziente, weil kostentransparente, Unterhaltung der WC-Anlagen über einen monatlichen Servicebetrag ermöglicht. Betreiber stellen Mitarbeitern, Kunden und Gästen so voll funktionsfähige Waschräume zur Verfügung, was auch ein Zeichen von Wertschätzung bedeutet.

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