Zukunftsfähiger Neubau mit Lüftungskompaktsystem

Die Zukunft im Blick

Mit KfW- 40 -Standard fürs Doppel-Haus
Nicht nur äußerlich unterscheidet sich der Neubau von Familie Rauschhuber-Tisch in Biberach, Oberschwaben, bewusst von der Nachbarschaft. Die überwiegend älteren Gebäude liefern wenig Abwechslung; und auch in der Haustechnik gab es kaum moderne Impulse. Dass es anders geht, haben nun die Bauherren in Zusammenarbeit mit der Firma Sägezahn und Architekt Alexander Ilg bewiesen. Konsequent wurde ein an ökologischen Aspekten ausgerichtetes Konzept bis ins Detail realisiert. Dabei überzeugt besonders die moderne Architektur in Kombination mit Ressourcenschonung und Wohngesundheit.

Die in Holzrahmenbau entstandenen zwei Häuser stellen ein außergewöhnliches Projekt an Generationenwohnen dar: Eltern als auch Kinder besitzen ihr eigenes Haus. Dabei hatte der Architekt natürliche Probleme zu meistern: Das vieleckige Grundstück mit einer Gesamtfläche von 1100 m² befindet sich in erheblicher Hanglage. Um dies auszugleichen, entschied sich Alexander Ilg, spezialisiert auf moderne Holzkonstruktionen, das Gefälle über ein drittes Gebäude mit Garage zu erschließen. Daraus ergab sich eine dreigegliederte kubische Gebäudestruktur. Eine Lösung, von der die Bauherren begeistert waren.
Ein Haus für die Kinder
Für die Zukunft setzt die Planung nicht nur durch die Ressourcenschonung Akzente. Neben dem Hauptbau wurde das Haus für die Kinder errichtet; beide sind über einen verglasten Durchgang verbunden. Die Fassaden sind in Lärche natur gehalten: eins traditionell mit Schindeln, das andere mit Rhombusschalung. Während das Haupthaus mit einem naturroten Satteldach von 20 ° Neigung versehen ist, besitzt das Nebenhaus ein Flachdach. Hinter der Fassade verbergen sich Zellulosedämmung sowie diffusionsoffene Wände ohne Folie, wodurch eine ökologische und damit gesunde Bauweise gewährleistet ist – wesentliche Voraussetzung für das Ärzte-Ehepaar. Vor dem Haupthaus befindet sich eine 45 m² große Terrasse, die von der gesamten Familie genutzt wird. Schon in der Planung wurde der Sonneneintrag berücksichtigt, was sich an der Ausrichtung nach Süden zeigt. Zur Verschattung dienen unter anderem verschiebbare Elemente aus Holz, die Markisen überflüssig machen.
Gut durchdacht
Auch im Inneren wird der ökologische Grundgedanke vom Architekten fortgeführt. Haupt- als auch Nebenhaus sind räumlich großzügig geschnitten und Holz als tragendes Element des Gesamtentwurfs allgegenwärtig. Dies setzt sich auch bei den von Alexander Ilg individuell entworfenen Einbaumöbeln, begehbaren Kleiderschränken und Treppen fort. Darüber hinaus erreicht das Generationenhaus durch Holzfenster mit Dreifachverglasung sowie 380 mm Zellulose-Wärmedämmung KfW-40-Standard. Das schont neben der Umwelt das Bankkonto der Eltern. Exakte Planung der konstruktiven Details und ihre strikte Umsetzung bildeten eine wichtige Grundlage der wärmebrückenfreien Konstruktion. Aus guten Erfahrungen des Architekten heraus resultierte die Entscheidung für ein Integralgerät „THZ 403 Sol“ von Tecalor (www.tecalor.de) aus Holzminden. Das Lüftungskompaktsystem mit Wärmerückgewinnung sorgt für eine gleichbleibend gute Luftqualität und verbreitet bei sinkenden Temperaturen angenehme Wohlfühlwärme im Innenbereich.
Durch die vorausschauende Planung konnten die benötigten Lüftungskanäle unsichtbar verlegt werden. Zudem verfügt das Haus über eine Solaranlage. Eine 6000 l-Zisterne versorgt Waschmaschine, Toiletten und Garten mit Brauchwasser. Abgerundet wird das durchweg wohngesunde und ökologische Wohnkonzept durch eine Photovoltaikanlage. Fast alle Möglichkeiten von Kosten sparenden und Umwelt schonenden Techniken sind damit ausgeschöpft und die ökologische Architektur konnte weiter aufgewertet werden.
Erfahrung für die Zukunft
Die berechneten Kosten für Heizung und Warmwasser belaufen sich auf etwa 500 € bei 218 m² Wohnfläche – ohne jegliche Einschränkung beim Wohnkomfort. Ein Grund mehr für Ehepaar Rauschhuber-Tisch und ihre Kinder positiv in die Zukunft zu blicken. Und durch das Generationenprojekt werden sich die Wege nicht so schnell trennen. Denn mit dem separaten Eingang des Nebengebäudes wird schon im jugendlichen Alter ein gewisses Maß an Eigenständig- und Unabhängigkeit vermittelt. Außerdem lernen die Kinder schon von klein auf einen Ressourcen schonenden Umgang mit
der Natur.
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