Dusch- und Wannen-Abläufe: schnell und sicher realisieren

Interview zur neuen Installationsbox von Bette

Anfang des Jahres präsentierte Badspezialist Bette die Installationsbox „Easy Connect“, die eine Montage von Dusch- und Badewannen schneller, sicherer und einfacher ermöglicht. Im Interview mit der SHK Profi-Redaktion sprach Sven Rensinghoff, Mitglied der Geschäftsleitung bei Bette und verantwortlich für Marketing & Produktmanagement, darüber, wie die Installationsbox angenommen wird, welche Vorteile das Fachhandwerk bei der Installation hat und wie man sich selbst von der neuen Lösung überzeugen kann.  

SHK Profi: Herr Rensinghoff, Bette steht seit 1952 für hochwertige architektonische Badelemente aus rein natürlichem, glasiertem Titan-Stahl. Welchen Stellenwert besitzen aber die Aspekte einer professionellen Installation Ihrer Produkte?

Rensinghoff: Die Installation ist für uns ein ganz wichtiger Bestandteil. Neben den schönen Produkten vor der Wand, die den Endkunden überzeugen und das Bad gestalten, wollen wir das Fachhandwerk dabei unterstützen, unsere Produkte schnell, sauber und sicher in die Gebäudehülle zu installieren. Aber wir wollen auch gleichzeitig Planern und Architekten bei der Gebäudeplanung die Sicherheit geben, dass es für die schönen Bade- oder Duschwannen die passenden Systeme gibt, um sie schallgeschützt und gemäß Abdichtungsnorm installieren zu können. Dadurch kann man auch ein Stück zusätzliche Sicherheit dem Investor oder Endkunden verkaufen.

SHK Profi: Bette hat einige Produkte im Portfolio, die eine professionelle Installation ermöglichen. Mit der Installationsbox „Easy Connect“ kam jetzt eine Plug-and-Play-Lösung für Abläufe dazu. Wie sind Ihre Erfahrungen jetzt nach der Markteinführung?

Rensinghoff: Wir haben die „Easy Connect“ zum ersten Mal auf der Bau 2019 in München vorgestellt – bewusst mal nicht auf einer klassischen Sanitär-Messe, sondern auf einer Messe, bei der viele „Schnittstellen“ zum SHK-Handwerk unterwegs sind. Zum Beispiel: Architekten, Planer, aber auch Fliesenleger. Wir waren über die Reaktionen sehr positiv überrascht, so hieß es z.B. „genau das ist die Lösung, auf die wir gewartet haben im Renovierungs- und im Wohnungsbaubereich“.

Die Frage war, wie schaffen wir einen Platzhalter im Estrich, auf dem relativ einfach die Dusche im gefliesten Bad im Rahmen der Feininstallation aufgesetzt werden kann. Auch viele Fliesenleger sagten, „endlich gibt es diese Lösung“, denn gerade bei der Schnittstelle zwischen Sanitärhandwerk und Fliesenleger gibt es einen gewissen Abstimmungsbedarf. Diese Resonanz hat uns dann positiv für die ISH gestimmt, es dort dem breiten Publikum vorzustellen. Seit der ISH im März ist das Produkt auch lieferbar. Und man kann jetzt schon sagen – fünf Monate nach der ISH –, wir hatten selten eine solch erfolgreiche Produkteinführung. Wir haben damit den Nerv der Branche getroffen.

SHK Profi: In nur sieben Schritten ist jetzt die sichere Installation des Ablaufs möglich. Aber wie praktikabel ist die Lösung für das Fachhandwerk wirklich?

Rensinghoff: In der Kombination mit der Installationsbox, die als Platzhalter in den Estrich eingesetzt wird, und dem Minimum-Wannenträger, der unter unseren Duschwannen werkseitig vormontiert ist, geht es darum die Prozesse schneller, einfacher und sicherer zu machen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist das Handwerk ein Stück weit auf schlanke Installationsabläufe angewiesen, denn die Nachfrage nach Bädern ist ungebrochen.

Diese im Grunde simple Box bringt jetzt eine Lösung in den Markt, die zeigt, wie ein Ablauf intelligent in die Gebäudehülle eingebracht wird, wie dabei unterschiedliche Estrichhöhen ausgeglichen und sichere Verbundabdichtungen realisiert werden. 

SHK Profi: Gibt es auch schon Feedback aus der Praxis?

Rensinghoff: Wir haben das Installationssystem schon im Vorfeld der Markteinführung mit regionalen Handwerkern geprüft und auch hier im Werk wurde ein Duschbereich für die Mitarbeiter umgebaut, bei dem die Lösung bereits installiert wurde. Gleichzeitig sind wir natürlich auch zu einem unabhängigen Institut gegangen, bei dem nach ETAG 022 in der Dauerbelastung unter einer Wassersäule und unter wechselnden Temperaturen des Wassers die Dichtheit der Box bestätigt wurde. So sind wir mit einem wirklich guten Gefühl in den Markt gegangen. Es sind jetzt auch schon die ersten Projekte, wie z.B. beim Boardinghouse in Bielefeld, umgesetzt worden. Unser Außendienstmitarbeiter aus der Region, Marc Buchwald, hatte das Projekt in der Bauphase intensiv begleitet, um den verschiedenen Gewerken auch zu zeigen, da ist was Neues und das muss man beachten. Auch hier war das Feedback durchweg positiv.

Das veranschaulicht auch, was wir bieten: Zum einen das schöne, sichtbare Produkt, dann die technische Lösung – aber wir liefern eben auch den Service, dem Handwerker zu helfen, wenn er Fragen hat. Einmal realisieren wir dies über unseren telefonischen Support, aber auch über unseren Außendienst, der bei einer Erstinstallation ggf. mit vor Ort ist.  

   

SHK Profi: Die Installationsbox bietet hohe Flexibilität. Bei welchen Rahmenbedingungen kann der Installateur die Installationsbox einsetzen?

Rensinghoff: Wir haben die Installationsbox maßgeblich aus dem Gedanken entwickelt, einen einfachen Weg zu bieten, um z.B. eine barrierearme Dusche zu installieren. Gleichzeitig bietet die Box aber auch die Möglichkeit, durch den flexiblen Schlauch Ablaufgarnituren von Badewannen und freistehenden Badewannen anzubinden.

Die Installationsbox wird auf dem Rohfußboden als Platzhalter positioniert, bevor Dämmung und Estrich eingebracht werden. Dank des Verstellbereich von 105-205 mm muss die fertige Fußbodenhöhe beim Setzen der Box noch nicht bekannt sein. Nach Aushärten des Estrichs wird die Box dann einfach mit dem Cuttermesser auf die passende Höhe angepasst. Der flexible Schlauch bietet dann beim Anschluss der Ablaufgarnitur an das Produkt eine dreidimensionale Verstellbarkeit und gewährleistet so eine einfache und schnelle Montage.

SHK Profi: Sichere Dichtheit ist bei einem Ablauf ein wichtiges Kriterium. Wie wird das gewährleistet und müssen spezielle Dichtkomponenten bei der Montage verwendet werden?

Rensinghoff: Die Dichtkomponenten, die benötigt werden, sind alle im Lieferumfang enthalten. Wenn die Box auf Höhe geschnitten ist, wird die Dichtmanschette mit Dichtkleber – der auch dabei ist – auf die Box aufgeklebt, anschließend wird sie dann ganz normal in die Verbundabdichtung eingearbeitet. Der Vorteil hierbei ist, dass keine weiteren Dichtbänder an den Wannenrändern verklebt und in die Verbundabdichtung eingearbeitet werden müssen und so zügig die weiteren Ausbauphasen absolviert werden können. Das spart Zeit und Kosten. Wir haben das ganze System nach ETAG 022 geprüft, so dass man auch anhand der Zertifikate sicherstellen kann, dass die Installation gemäß DIN 18 534 ausgeführt wird.

SHK Profi: Können Fachhandwerker die Installation mit der Installationsbox auch im Vorfeld trainieren? Gibt es Schulungen?

Rensinghoff: Die Installationsbox ist fester Bestandteil unserer offenen Schulung im Bereich Duschen. Es gibt auch immer die Option, unseren regionalen Außendienstmitarbeiter anzusprechen, der das gerne vor Ort vorstellt. Wir haben hier am Produktionsstandort in Delbrück auch alle Produkte in der Ausstellung, so dass man sich das hier auch mal im Detail anschauen kann – und wenn Fragen sind, kommt auch gerne jemand dazu, der das System erklären kann.

SHK Profi: Vielen Dank für das
Gespräch!

Info

Über die Referenz Boardinghouse in Bielefeld, bei dem die Installationsbox „Easy Connect“ eingesetzt wurde, berichten wir in der nächsten Ausgabe des SHK Profi (8/2019).

Wer weitere Informationen sucht, findet unter www.bette.de Material und ein Montage-Video zur Installationsbox „Easy Connect“.

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