Plagiarius-Preisverleihung

Gegen Produkt- und Markenpiraterie

Der gefürchtete Negativpreis „Plagiarius“ wurde am 12. Februar 2010 auf der Frankfurter Konsum­gütermesse „Ambiente“ zum 34. Mal verliehen. „Ausgezeichnet“ wurden Hersteller und Händler besonders dreister Plagiate. Trophäe des von Prof. Rido Busse initiierten Preises ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – als Symbol für die exorbitanten Gewinne, die die Produktpiraten sprichwörtlich auf Kosten innovativer Unternehmen erwirtschaften.

Die Jury vergab in diesem Jahr drei Preise, sechs gleichrangige Auszeichnungen und zwei Sonderpreise aus insgesamt 43 Einsendungen. Dabei traf auch die TGA-Branche wieder eine besonders dreiste Nachahmung. So wurde die Handbrause „Hansaclear“ mit ihrem transparenten Brausekopf aus Acrylglas des Sanitärspezialisten Hansa von der Zhejiang Cixi Chenxin Sanitary Wares Co., Ltd., Ningbo, VR China, unberechtigterweise nachgeahmt.

Angesichts der drastischen Zunahme von Produkt- und Marken­piraterie sind gerade die In­dustrie­nationen zur Erhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit da­rauf angewiesen, ihren Vorsprung im Design- und Technik-Know-how zu verteidigen und auszubauen. Zum Schutz der Unter­nehmen, aber auch der Verbraucher, müssen illegale, teils minder­wertige Nachahmungen mit allen Mitteln konsequent bekämpft und verfolgt werden. Das Plagiat ist ein Schmarotzer des Originals und ohne seinen „Wirt“ ein Nichts. Originale sind es, die unsere Welt vorwärtstreiben. Sie stehen für Qualität, Sicherheit und Vertrauen.

Inhaltlich müssen auch von Herstellerseite einerseits die Risiken und Schäden von Produkt- und Markenpiraterie thematisiert werden, und andererseits deutlicher als bisher der Wert von Originalwaren (Stichwort Preis-Leistungs-Verhältnis) kommuniziert werden. Es gilt, den Verbraucher zu überzeugen. Der vermeintlich hohe Preis des Originals muss nachvollziehbar sein, dann sind die Kunden auch bereit, ihn zu zahlen.

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