Kleiner Grundriss –
viele Möglichkeiten

Praxisnahe Gestaltungskonzepte für Kleinbäder

Viele Hersteller und Händler bewerben ihre Produkte gerne in Badezimmern, deren Grundrisse nur selten der Realität normaler Wohnungen entsprechen. Der Fachgroßhändler Elting präsentiert in seinen Ausstellungsräumen Lösungen für Badezimmer, die der Installateur tagtäglich vorfindet, und beweist damit, dass auch in Kleinbädern ein hohes Maß an Komfort und Gestaltungsfreiraum möglich ist.

Im Zuge des Baubooms der 1960er und 70er Jahre entstand in den städtischen Gegenden des Ruhrgebiets viel Wohnraum auf wenig Grundfläche. Badezimmer waren reine Funktionsräume – für mehr fehlte schlicht und einfach die nötige Fläche. Das Ergebnis: unzählige Schlauchbäder auf einer Durchschnittsfläche von etwa 1,70 mal 3,00 m– wenig Platz für heimische „Wellness-Oasen“, wie Badezimmer in heutigen Tagen inszeniert und vermarktet werden.

Lösungen für kleine Bäder

Die im Ruhrgebiet und im Münsterland ansässige Elting GmbH, Fachgroßhändler für Sanitärtechnik, präsentiert deshalb in ihren Badausstellungen Lösungen für Grundrisse, die in dieser Region häufig vorkommen. „Wer hat schon einen Tanzsaal als Badezimmer?“ fragt Thomas Niehues, Leiter der Elting-Niederlassung im nordrhein-westfälischen Schwerte. „Wir zeigen unseren Kunden, was in kleinen Bädern möglich ist, und dass Funktionalität auch ansprechend umgesetzt werden kann.“

In Zusammenarbeit mit den Haustechnikspezialisten von TECE (www.tece.de), langjähriger Partner des Großhändlers, entstanden drei Musterlösungen für das klassische rheinische Schlauchbad. Andreas Dalhoff, Key-Account Manager für Badausstellungen bei TECE: „Wenige Quadratmeter bieten mit ein bisschen Fantasie, etwas Know-how und der richtigen Sanitärtechnik fast genauso viel Gestaltungsfreiraum wie großzügigere Bäder.“ Die Entwürfe sind für verschiedene Benutzergruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen konzipiert: ein Singlebad, ein Familienbad und ein Komfortbad für die Generation 50 Plus. Jeder Entwurf zielt darauf ab, der jeweiligen Nutzergruppe den höchstmöglichen Komfort zu bieten. Gleichzeitig sollen sie jedoch nur einen Eindruck vermitteln, was auf einer kleinen Grundfläche alles möglich sein kann. Dem Kunden bleibt natürlich die Option, sein Bad nach den eigenen Vorstellungen mitzugestalten – nicht nur, was die Oberflächen betrifft.

Badkonzepte

Der Hauptanspruch an das Singlebad ist es, ein möglichst stilvolles Ambiente zu schaffen. In der Regel wird dieses Bad von nur einer Person genutzt. Die Aufbewahrungsmöglichkeiten und Ablageflächen sind von daher auf ein Minimum reduziert, was den Raum in Kombination mit dem bodenebenen Duschbereich in Anbetracht der Quadratmeterzahl relativ weitläufig erscheinen lässt. Ein völlig gegensätzliches Konzept verfolgt das Familienbad, das für die gleichzeitige Nutzung mehrerer Familienmitglieder konzipiert ist. Es verfügt über zwei Waschtische und ausreichend Stauraum für Badaccessoires aller Art. Weil Kinder in der Regel lieber baden als duschen, wurde bei diesem Entwurf auf eine Dusche verzichtet und eine Badewanne am Ende des Bades eingeplant. Der dritte Schlauchbadentwurf ist ein zukunftssicheres Bad, das auch für Menschen jenseits des 50. Lebensjahres erhöhten Komfort bietet.

Komfortbad 50 Plus

Im Zuge der Neugestaltung der Badausstellung in Schwerte hat die Firma Elting gemeinsam mit dem TECE-Außendienstmitarbeiter Sebastian Otten das sogenannte Komfortbad 50 Plus in einer Koje nachgebaut. Die Wahl fiel auf dieses der drei Bäder, weil die Elting GmbH der erste Fachgroßhandel ist, der als Fachberater für Gerontotechnik zertifiziert wurde und diese Kompetenz natürlich zur Schau stellen möchte. Die Möglichkeit in den eigenen vier Wänden alt zu werden, steht und fällt oft mit dem Badezimmer. In dem barrierearmen Komfortbad für die Zielgruppe der sogenannten „Best Ager“ wurde auf größtmöglichen Bewegungskomfort Wert gelegt. Der Duschbereich ist dank der „TECEdrainline“-Duschrinne schwellenlos erreichbar. In der Dusche befindet sich eine beflieste Sitzbank, die aus dem Vorwandsystem „TECEprofil“ besteht und nahtlos in die Architektur integriert ist.

Für mehr Hygiene und Bequemlichkeit kommt in dem Komfortbad das WC-Terminal „TECElux“ zum Einsatz. Hier lässt sich die Höhe des WCs auch nach erfolgtem Einbau des Moduls anpassen, ohne dass dabei die Keramik entfernt werden muss. „Eine bequeme Lösung für sich ändernde Nutzungsbedürfnisse bei fortschreitendem Alter. Durch das Aufzeigen der Funktionen überzeugen wir unsere Kunden schnell von dem Nutzen“, so Niehues. Eine Vielzahl praktischer Funktionen versteckt sich hinter der flachen Platte aus schwarzem oder weißem Sicherheitsglas, die auch als leicht zu reinigender Spritzschutz dient und die eine Wandgestaltung auch ohne Fliesen ermöglicht. Je nach Ausführung verfügt das Terminal über eine manuelle oder eine elektronische Spülung mit Näherungssensor oder auch ein Luftfiltersystem mit Keramik-Geruchsfilter. Alle Varianten haben zudem einen Einwurfschacht für WC-Reinigungstabs.

Ausblick

Thomas Niehues weiß als zertifizierter Fachmann für Gerontotechnik, wie wichtig Badkonzepte wie dieses sind: „Altergerechte Bäder erleben in unserem Hause die größte Nachfrage. Diese Tendenz lässt sich sicher auch bundesweit beobachten, denn der anhaltende demografische Trend zeigt zweifellos, dass Deutschland älter wird. Der Anteil der über 60-Jährigen liegt bereits bei mehr als 25 % – Tendenz steigend.“

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