Komfortables Anwesen mit modernster Technik

Brötje System versorgt Villa in Babenhausen

Jedes Gebäude braucht ein flexibel auf die Bedürfnisse abgestimmtes Heizsystem. Das gilt insbesondere, wenn es um einen höheren Komfortstandard geht. Der Bauherr, erwarb 2020 ein Anwesen in Babenhausen, das mit zeitgemäßer Heiztechnik ausgestattet wurde. Nicht nur die 650 m² Wohnfläche werden versorgt, sondern auch das Schwimmbad mit rund 80 m³. Enge Zusammenarbeit zwischen Installateur und Hersteller war gefragt.

Im Jahr 2020 wurde das Anwesen in Babenhausen erstanden, das bereits zu dieser Zeit einen erhöhten Standard aufwies. Die Bausubstanz aus dem Jahre 1993/94 wirkte sich positiv auf die Energiekosten aus. Der Umweltgedanke war und ist für die Familie immer ein Thema und spielte auch bei der Wahl des Wohnhauses eine wichtige Rolle. Allerdings spiegelte die vorhandene Heizungsversorgung in keiner Weise den Nachhaltigkeitsansatz der Bauherren wider. Besonders der Einsatz erneuerbarer Energien lag den neuen Besitzern am Herzen. Bis dato hatte eine Gasheizung mit insgesamt 180 kW Leistung das Gebäude erwärmt. Dazu gesellten sich zwei Speicher mit je 500 l Inhalt für die Warmwasserbereithaltung. Diese Installation war in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik, zudem fehlte es an Umweltenergie. Darüber hinaus äußerte die Familie den Wunsch nach einer höheren Betriebssicherheit, die mit einem neuen System in jedem Fall gewährleistet sein sollte. Schließlich sollte das Objekt im Bereich des Schwimmbaddaches eine zeitgemäße Dämmung bekommen, um die Energiekosten weiter zu senken.

Mit der richtigen Planung zum Ziel

Die Umsetzung des Projekts – von der Planung bis zur Realisierung – lag in Händen der ortsansässigen Firma Johannes Flach e. K. Sie kann auf 30 Jahre Erfahrung zurückblicken und kennt die Heizungsbranche mit ihren zukunftsorientierten Lösungen. Der Experte weiß: „So individuell die Wünsche sind, so vielfältig sind die Möglichkeiten.“ Dabei kooperiert das SHK-Installationsunternehmen gerne mit Qualitätsherstellern wie Brötje, wie auch in diesem Fall. So kam Thomas Bönsch, Außendienstmitarbeiter des norddeutschen Wärmesystemanbieters, ins Team, mit dem die Firma Flach schon seit 11 Jahren zusammenarbeitet.

Gemeinsam überlegte man sich eine Strategie, wie die Wünsche optimal und effizient umgesetzt werden könnten. Dabei sollten auch Förderprogramme berücksichtigt werden. Immerhin locken diese immer wieder mit attraktiven Angeboten, gerade wenn es um den Einsatz erneuerbarer Energien geht. Da die neuen Besitzer das Objekt zum Zeitpunkt der Modernisierung bereits bewohnten, sollte der Installationszeitraum im Rahmen bleiben und möglichst wenige Einschränkungen nach sich ziehen. Somit stand nicht nur der richtige Wärmeerzeuger auf der Agenda, sondern auch die Logistik. Dabei galt es, die Transportwege zum Aufstellort im Inneren des Objekts genaustens zu planen. Die gesamte Technik musste durch den Wohnraum eingebracht werden, ausgestattet mit empfindlichem Marmor. Selbstredend, dass ein sauberes Arbeiten oberste Priorität hatte. Vom Team des Installateurs waren daher Präzision und Fingerspitzengefühl gefragt.

Mit einer ebenfalls langen, in diesem Fall über 100-jährigen, Karriere in der Branche ist Brötje ein verlässlicher Partner, der mit Erfahrung punkten kann. Der Hersteller hatte bereits mehrfach vergleichbare Herausforderungen mit seinen qualifizierten Mitarbeitern wie Thomas Bönsch umsetzen können. Rückschauend war die Logistik das kleinste Problem. Mit Großhandelspartnern wie die Gienger Memmingen KG ist der Hersteller bestens im gesamten Bundesgebiet vernetzt. Johannes Flach, Geschäftsführer der Johannes Flach e. K.: „Durch die gute Zusammenarbeit haben wir von Anfang an eine reibungslose Abwicklung erwartet und es hat alles wie geplant funktioniert.“ Das optimale System zu finden und einzubringen, hatte vor dem architektonischen Hintergrund und den Wünschen des Kunden einen größeren Stellenwert.

Ein System, passend zu den Anforderungen

Anhand der planerischen Vorgaben verdichtete sich die Auswahl. Da die Charakteristik des Hauses erhalten bleiben sollte, kam eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit ihrem Außengerät nicht infrage. Für den erneuerbaren Anteil der Energie wurde daher eine Solaranlage aus 10 Kollektoren des Typs „FK 26 WB “ gewählt. Diese sind in Reihe geschaltet und bringen eine Leistung von ca. 16,4 kW. Zwei bodenstehende Gas-Brennwertkessel der Serie „BGB 70i“ decken die Grundlast des Gebäudes ab. Die Kollektoren beladen einen nachgeschalteten, 1000 l fassenden Pufferspeicher, der für die Rücklaufanhebung der Kessel eingesetzt wird.

Schlanke Lösung für große Objekte

Gerade in größeren Gebäuden wie in Babenhausen nimmt die Gebäudetechnik einen nicht unerheblichen Platz ein. Immerhin müssen der Wohnbereich und das Schwimmbad mit Energie versorgt und das Warmwasser bereitgestellt werden. In diesem Bereich punkten die zwei eingesetzten Gas-Brennwertsysteme „BGB 70i“. Mit ihrer raumsparenden Konstruktion wird die Wärme auf einer Fläche von insgesamt etwa 0,8 m² erzeugt. Die kompakte Bauweise war ebenfalls bei der Einbringung der Anlage über den Wohnraum hilfreich. Der Versorgungsraum, in dem Schwimmbad- und Heiztechnik Platz fanden, liegt umlaufend um die Betonwanne des Schwimmbades im Kellergeschoss. Türen in Standardbreiten und beengte Wege stellten kein Problem dar. Mit rund 100 kg je Gerät war der Transport der Komponenten für die Monteure ebenfalls gut zu schaffen.

Alle Bauteile, die für den Wärmeerzeuger und die Verteilung notwendig sind, befinden sich im Inneren des Geräts. Daher musste das bestehende Heizsystem der Villa lediglich vom Monteurteam über die Anschlüsse an der Rückseite mit dem Primärkreis verbunden werden. Über eine hydraulische Weiche ist das Kesselsystem an den Pufferspeicher bzw. an die zwei Heizkreisverteiler angeschlossen. Ein Verteiler versorgt die Heizkreise des Wohnbereichs und das Trinkwasserladesystem „LSR 300“ inklusive „Cosmo“-Speicher mit einem Volumen von 300 l. Der andere Kreis beheizt das Schwimmbad und temperiert das Wasser.

Für die Abgasführungen der beiden Geräte konnten die bestehenden Schornsteine aus Schamotte verwendet werden. Jeder Brennwertkessel wurde separat über ein Kunststoffabgassystem angeschlossen, welches mit einer Länge von rund 13 m in die vorhandenen Schächte eingezogen wurde.

Alles geregelt

Um Einstellungen und die Überwachung der Geräte komfortabel zu gestalten, wurden die einzelnen Regelungsplattformen zusammengelegt. Dafür wurden die beiden integrierten ISR-Einheiten der Gas-Brennwertgeräte über Busleitungen um zwei externe Heizsystemmanager „ISR HSM-M“-Module erweitert. Somit ist gewährleistet, dass die beiden Wärmeerzeuger, die Solaranlage und alle weiteren Komponenten miteinander kommunizieren und die Anlage als Einheit auftritt. Die beiden externen „ISR HSM-M“-Regelungen mit Erweiterungsmodul „EWM W“ sind, wie die Hydraulik, aufgeteilt in Wohnbereich inklusive Warmwasserbereitung und Schwimmbad. Zusammen mit den Universalwandmodulen „ISR UWG“ konnte der bisherige Schaltschrank eingespart werden.

Zufriedenheit am Schluss

Die Familie hatte individuelle Vorstellungen, die es zu erfüllen galt. Gerade wenn es um ein bestehendes Heizsystem geht, das neu konzipiert und mit erneuerbaren Energien erweitert werden soll, ist Teamplay gefragt – SHK-Installateur und Hersteller müssen eng zusammenarbeiten, um eine abgestimmte Anlage zu schaffen. Dieser Herausforderung hat sich das Team um Johannes Flach gemeinsam mit Thomas Bönsch von Brötje gestellt. Der Erfolg gibt ihnen recht: Sämtliche Zielsetzungen des Kunden wurden umgesetzt. Der gewünscht hohe Anteil an regenerativen Energien wird von den Solarkollektoren gedeckt. Gleichzeitig konnte auf Außengeräte im Gartenbereich verzichtet werden. Die Betriebssicherheit wird mit der Kaskadierung der eingesetzten Geräte „BGB 70i“ gewährleistet. Zudem gelang es den Bauherren, durch Dämmarbeiten am Gebäude weitere energetische Einsparungen umzusetzen. Fazit von Johannes Flach: „Durch die gute Planung und Abstimmung hat alles funktioniert. Die gesamte Maßnahme konnte in zwei Wochen umgesetzt werden, binnen einer Woche stand bereits wieder warmes Wasser zur Verfügung. Das gelingt nur mit dem richtigen Sparringspartner an seiner Seite. Mit Brötje haben wir diesen gefunden.“

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