Mit Frischluft contra Corona

Dezentrale Lüftungsgeräte eröffnen Vorteile

Dass eine gute Luftzufuhr helfen kann, das Infektionsrisiko in Räumen zu senken, ist mittlerweile ebenso bekannt wie die Tatsache, dass Umluftanlagen zwar die Behaglichkeit fördern können, aber nicht die Raumlufthygiene. Fensterlüftung kann die sinnvollen Luftwechsel nicht zuverlässig garantieren, daher ist mechanisches Lüften mit hohen Außenluftraten die erste Wahl. Doch viele fragen sich, wie die Lüftungsanlage idealerweise arbeiten sollte.

Wolf Hartmann, Vorstandsvorsitzender der LTG Aktiengesellschaft (www.LTG.de), weiß um die Unsicherheit bei Nutzern und Betreibern. „Die meisten wissen: Die Virenlast im Raum lässt sich durch gute Frischluftzufuhr reduzieren. Doch welche Betriebsmodi die beste Lufthygiene schaffen, ist oft die Frage.“ Unsicherheit bestehe bei manchen auch bei der Frage, ob dezentrale Fassadenlüftungs­geräte hygienischer arbeiten können als eine zentrale Lüftungsanlage. Hartmann schafft Klarheit: „Fassadenlüftungsgeräte brauchen kein Luftkanal­system. Somit lässt sich eine Kreuzkontamination im Gebäude systembedingt vermeiden.“ Beim Fassadenlüftungsgerät sei auch kein „Luftkurzschluss“ – also das Ansaugen der gerade abgeführten, virenbelasteten Abluft – zu befürchten. „Die Virenlast im Raum wird durch ein Fassadengerät auf jeden Fall deutlich reduziert.“ Die geräteinternen Luftfilter seien ebenso unproblematisch, da sie in der Ansaugstrecke – dem Luftweg der unbelasteten Luft – angeordnet sind.

Hohen Luftwechsel erzwingen: so geht‘s

Zum Geräteeinsatz sagt Hartmann, der auch im Vorstand des VDMA-Fachverbands Allgemeine Lufttechnik aktiv ist: „Während der Covid-19-Pandemie muss der Energiespargedanke in den Hinter­grund treten und die Geräte sollten für höhere Luftwechsel eingestellt werden.“ Bei einer Zeitsteuerung kann das zum Beispiel durch erheblich längere Vor- und Nachlaufphasen außerhalb der Arbeitszeiten geschehen, Besprechungsräume sollten wegen der hohen temporären Raumbelegung ohnehin am besten durchgängig belüftet werden.

„Bei Einsatz von CO2-Sensoren lässt sich das inten­sivere Lüften durch Absenken des Schwellwerts [­z.B. Zielwert 500 statt 1000 ppm] erzwingen.“ Für Anwender der dezentralen LTG-Geräte „FVPpulse“ hat Hartmann einen ganz besonderen Tipp: Diese Geräte lassen sich auf Dauer-Zuluftbetrieb schalten, so dass bei gleicher Akustik doppelt so viel frische Luft über die Geräte in den Raum gefördert werden kann als normal und die verbrauchte über die Fenster verdrängt wird.

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2011-02

Gute Luft

Airflow Lufttechnik GmbH aus Rheinbach stellt eine neue Geräteserie vor. Die­se Geräte zeichnen sich durch ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, hohe Effizienz und flexiblen Montagevarianten...

mehr
Ausgabe 2009-03

Energieeffizient lüften

Die GEA Lufttechnik präsentiert anlässlich der ISH 2009 die neusten Produktinnovationen. Mit dabei sind Lösungen für das ressourcenschonende und wirtschaftliche Lüften von zum Beispiel...

mehr
Ausgabe 2014-06

Dachlüftungsgeräte

Die wetterfesten, kompakten Lüftungsgeräte vom Typ „Duplex Multi-N“ der Airflow Lufttechnik GmbH werden auf dem Dach installiert. Die sechs verschiedenen Modelle mit Volumenstromleistungen von 300...

mehr
Ausgabe 2020-04

Hybride Lüftungslösung für Musikschule

Dezentrale Fassadenlüftungsgeräte zur Energieeinsparung

Für die fassadenseitigen Räume, darunter die akustisch sensiblen Übungsräume erfolgt der Luftaustausch über Öffnungen in der Fensterfront. Bei höherem Luftbedarf kommen die dezentralen...

mehr
Ausgabe 2016-04

Optimiert und erweitert

Die „Duplex Multi Eco“-Lüftungsgeräte von Airflow mit Kreuz-Gegenstromwärmetauscher verfügen über optimierte Gehäuse und Ventilatoren. Alle Geräte der Serie entsprechen der ErP-Richtlinie....

mehr