Nürnberger
Frühlingsfest
der SHK-Branche

So war die IFH/Intherm 2018

Bei schönstem Frühlingswetter versuchten die 611 Aussteller der IFH/Intherm vom 10. bis 13. April 2018 zahlreiche Fachbesucher in die Messehallen zu locken. 40.490 Besuchern folgten dem Werben, was auch an den Themen lag, die Branche und Messe gleichermaßen beschäftigt: allen voran natürlich die Digitalisierung. 

Die IFH/Intherm 2018 zeigte – auch vor dem Hintergrund voller Auftragsbücher –, dass es der Branche dennoch wichtig ist, sich persönlich ein Bild von der Zukunft ihrer Gewerke zu machen. Und diese sieht positiv aus: In einer unabhängigen Umfrage sagten acht von zehn IFH/Intherm-Besucher, dass die wirtschaftliche Situation sich verbessern wird bzw. gleich bleibt. Die IFH/Intherm wurde ihrem Ruf als Messe der Entscheider gerecht. Sechs von zehn Besuchern sind bei Investitionen in den Betrieb bzw. Kaufentscheidungen ausschlaggebend. Dieser Umstand zahlte auch auf das Zufriedenheitskonto der Aussteller ein.
89 % der Firmen vergaben Topbewertungen hinsichtlich der Besucherqualität an ihren Messeständen.

Die IFH/Intherm bot an den vier Messetagen einen kompakten und schnellen Marktüberblick über Sanitär, Heizung, Klima und Erneuerbare Energien. Sie hat Themen und Informationsangebote dem deutschen SHK-Handwerk so aufbereitet präsentiert, dass dieses Wissen schnell und gewinnbringend in den eigenen Geschäftsalltag integriert werden kann. Dabei erwartete die Fachbesucher in diesem Jahr unter dem Messeschwerpunkt „Digital vernetzt“ ein Spektrum
an neuen Technologien sowie Fachvorträgen.

Digitalisierung

Die Möglichkeiten der Digitalisierung gewinnbringend für das eigene Unternehmen einzusetzen, ist eine der größten Herausforderungen der SHK-Branche. Die IFH/Intherm lieferte Antworten und fundierte Entscheidungshilfen, die Handwerker, Planer, Architekten und Verantwortliche der Wohnungswirtschaft bei der täglichen Arbeit in der Kundenberatung, Planung, Montage und Büroorganisation weiterbringen.

„Unsere Betriebe haben erkannt, wie wichtig das Thema Digitalisierung für ihren Geschäftserfolg ist“, sagt Dr. Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des SHK Fachverbandes Bayern. Dies bestätigt auch eine pünktlich zur IFH/Intherm abgeschlossene repräsentative Umfrage unter den bayerischen SHK-Innungsfachbetrieben.

Fast die Hälfte aller Betriebe hat bereits Schritte eingeleitet, digitale Geschäftsprozesse einzuführen, mehr als die Hälfte plant, in Zukunft Investitionen in die Digitalisierung des eigenen Unternehmens zu tätigen. Hierbei wird der durchschnittliche Investitionsbedarf mit zirka 21.000 € pro Betrieb für die nächsten drei Jahre angegeben. „Der große Teil der Investitionen im SHK-Handwerk erfolgt dabei ausschließlich über den Einsatz eigener Mittel. Demnach bedeuten die 21.000 € für unsere Unternehmen, unabhängig von Betriebsgröße und Jahresumsatz, ein hohes Investitionsvolumen. Wir müssen in Deutschland über neue Zuschussförderungen nachdenken, damit SHK-Unternehmen bei der Umsetzung von Zukunftsaufgaben, wie der Digitalisierung unterstützt werden“, ergänzt Dr. Schwarz.

Fachforum

Im Fachforum „Digital vernetzt“ informierten 20 Digital-Experten, Unternehmensberater und Aussteller in täglichen Vorträgen, worauf Handwerker bei der Digitalisierung des Betriebs unbedingt achten müssen und wie sie sinnvoll in neue Technologien investieren. Auf der angrenzenden Themenfläche stellten Aussteller digitale Produkte und Lösungen vor, die den Arbeitsalltag erleichtern: von „Mycrafty“, das „whatsapp“ für Handwerker über mobile digitalisierte Heizzentralen, die zur Überbrückung bei Heizungssanierungen beim Kunden eingesetzt werden, bis hin zum Produktdatenservice „Open Datapool“ des Zentralverbandes Sanitär, Heizung, Klima. Das Unternehmen Geocapture stellte sein GPS-Ortungs-, Telematik- und Zeiterfassungssystem vor, dessen flexible Bedienbarkeit und Auswertungen perfekt auf das Handwerk abgestimmt sind. So können sich die Monteure auch unterwegs direkt am Zeiterfassungssystem an- und abmelden. Fahrtzeiten und Arbeitszeiten beim Kunden werden direkt erfasst und für die Rechnungsstellung dokumentiert. Auch die neue App und Cloudlösung OBOB bietet eine Dokumentationslösung, um einzelne Bauschritte rechtssicher festzuhalten. Dabei werden Text und Bild automatisch in einer Datei gesichert, Projekten zugeordnet und gespeichert.

„Digital vernetzt“

73 der über 600 Aussteller in Nürnberg präsentieren zudem ihre digitalen Innovationen und Lösungen besonders prominent. Die Stände in den acht Hallen waren jeweils mit „Digital vernetzt“ gekennzeichnet.

„Dadurch bekommen die Besucher auch in den Hallen einen noch besseren Überblick. Jeder konnte sich mit Hilfe von 960 Vortragsminuten auf den neuesten Wissensstand bringen. Außerdem informierten 73 Firmen die SHK-Unternehmer, Fachplaner, Architekten, Experten der Wohnungswirtschaft sowie Vertreter des Großhandels in persönlichen Gesprächen über digitale Produkte und Lösungen. Für dieses umfassende Angebot gab es in der Befragung von 94,7 % der Besucher die besten Bewertungen. Wer darüber hinaus mehr über den Einsatz von digitalen Heizungen im Smart Home der Zukunft erfahren wollte, informierte sich beispielsweise über die EEBUS-Initiative. Auf dem Stand des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) bekam das SHK-Handwerk erstmalig auf einer deutschen SHK-Messe in Live-Demonstrationen intelligentes Energiemanagement präsentiert. Großer Vorteil für die Handwerker ist die einfache Installation nach dem Motto plug & play.

Aber auch weitere Themengebiete waren gefragt. Nach den wichtigsten Zielen für ihren Messebesuch befragt, waren Weiterbildung, Suche nach Neuheiten und die Pflege von Geschäftsbeziehungen die Top-3-Gründe. Dabei lagen in der Besuchergunst die Bereiche Sanitär- und Heizungstechnik gleich auf. Beide Themen waren auch die Schwerpunktthemen auf dem Forum Handwerk, das in den neu gestalteten Stand der SHK-Fachverbände integriert war. So erhielten die Fachbesucher dort beispielsweise Informationen über neue Lösungen in der Badvorfertigung sowie über die neue Badstudie der VDS, die auf der IFH/Intherm vorgestellt wurde.

Fazit

„Wir freuen uns, dass wir den Messebesuchern eine große Bandbreite an digitalen Lösungen kompakt präsentieren können“, erklärte Klaus Plaschka, Geschäftsführer der Veranstaltungsorganisation GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, im Umfeld der IFH/Intherm. Die beiden Beispiele „Digital vernetzt“ und EEBUS zeigten, wie die IFH/Intherm sich ergänzend zur Produktschau auch als Wissensplattform positioniert. Auch das Fazit der Messebesucher fiel bei 94 % sehr positiv aus. Aufgrund der auf der IFH/Intherm erhaltenen Informationen, sind sich 89 % sicher, dass sie vom 21. bis 24. April 2020 wieder die Messe in Nürnberg besuchen werden.

Stimmen zur Messe
 
„Die IFH/Intherm löste ihr Versprechen als Deutschlands wichtigste SHK-Messe im Jahr 2018 ein. Dies belegen eindrucksvoll die nach FKM-Richtlinien1 gezählten Aussteller und Besucher. Auch wenn die Entscheiderquote auf der Messe phänomenal war, denken wir sehr stark auch an die nächste Generation der Entscheider. Daher werden wir unser Fortbildungsangebot für 2020 gerne noch weiter ausbauen, um trotz hoher Auftragslage wieder mehr junge Gesellen und Meister für den Besuch zu mobilisieren.“ Klaus Plaschka, Geschäftsführer der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH
 
„Ausgehend von den Messeerfahrungen vor der IFH/Intherm und den vollen Auftragsbüchern unserer Betriebe, kamen viele Aussteller mit gespannten Erwartungen nach Nürnberg. Doch diese wichen bereits am ersten Messetag einer sehr positiven und zuversichtlichen Stimmung, die bis zum Schluss anhielt. Denn alle wissen, dass die IFH/Intherm die wichtigste Kontaktmesse zwischen Industrie und dem SHK-Handwerk darstellt. Erfreulich war auch zu sehen, dass der neu gestaltete Stand der SHK-Fachverbände mit seinem Beratungsangebot bei unseren Mitgliedern sehr gut ankam!“ Joachim Butz, Vorsitzender des IFH-Fachbeirats sowie Vorsitzender des SHK-Fachverbandes Baden-Württemberg
 
„Die IFH/Intherm war die einzige SHK-Messe, auf der sich nur eingeführte Industriemarken präsentieren. Dies machte sich unweigerlich in der hohen Angebotsqualität bemerkbar. Es freut mich ganz besonders, dass das Einzugsgebiet der IFH/Intherm sich dieses Jahr erneut erweitert hat. Auch in diesem Jahr kamen wieder mehr SHK-Kollegen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Außerdem geht ein Dankeschön an die Großhandelshäuser, die uns in der Besucherlogistik stark unterstützt haben.“ Michael Hilpert, Landesinnungsmeister des SHK-Fachverbandes Bayern

Über die IFH/Intherm

Organisiert von der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, findet die IFH/Intherm als Fachmesse für Sanitär, Heizung, Klima, Erneuerbare Energien im Messezentrum Nürnberg statt. Ideelle Träger der Messe sind die Fachverbände SHK Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen sowie der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V. (BDH). Der Fachverband SHK Sachsen-Anhalt fungiert als Kooperationspartner. Die IFH/Intherm informiert umfassend über Badausstattung und Sanitärtechnik, Energieeffizienz und Ressourcenschonung, Erneuerbare Energien, Trinkwasserbehandlung, Haus- und Gebäudeautomation, Klima- und Lüftungstechnik und Installationstechnik. Als Deutschlands wichtigste SHK-Messe in 2018 brachte die IFH/Intherm Handwerker, Industrie und Fachgroßhandel, Fachplaner und Architekten und Entscheider aus der Wohnungswirtschaft zusammen.

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