Wärme entspannt genießen

Wärme und Strom

Drei BHKW im 4-Sterne-Hotel

Eine komfortable, wirtschaftliche und zukunftsorientierte Lösung hat das 4-Sterne-Hotel „Hochkalter“ für die Wärmeversorgung gefunden, die auch bei Betreiber Michael Brandner dauerhaft für Erholung sorgt: Das Wellness-Hotel in den bayrischen Alpen bei Berchtesgaden hat sich für eine Modernisierung per Contracting entschieden. Seit Oktober 2010 versorgen drei gekoppelte Mini-BHKW das Hotel mit Wärme und Strom.


Nahe am Königssee und Watzmann vor Salzburg gelegen, ist das Hotel Hochkalter im Sommer Ausgangspunkt zum Bergsteigen und Wandern im Nationalpark sowie zum Skifahren im Winterurlaub. Entspannung und Erholung vom Alltag werden in der Urlaubsregion groß geschrieben.„Unsere Gäste sollen sich Zeit nehmen – für sich selbst, für Körper und Sinne. Bei uns können sie sich verwöhnen lassen und ihre persönlichen Energietanks füllen“, so Michael Brandner zur Philosophie seines Hotels. Doch während seine Gäste erfahrungsgemäß nach ein paar Tagen zufrieden, entspannt und mit reichlich neuer Energie gestärkt das Hotel verlassen, beherbergte der Hotelier in seinen Kellerräumen jahrelang einen unliebsamen Dauergast: eine alte Ölheizung. Sie verursachte durch ihren unnötig hohen Verbrauch stetig wachsende Kosten. Nun sollte mit den hohen Heizkosten Schluss sein; und das ein für alle Mal.

 

Heizungsglück liegt so nah

Die Lösung für das Hotel hatte Klaus Staudt, Fachhandwerker, Planer und BHKW-Spezialist aus Ubstadt-Weiher (www.staudt-hs.de), parat. „Seit fast 30 Jahren verbringe ich meinen Urlaub im Hotel Hochkalter. Schon lange war mir klar, dass das Hotel geradezu prädestiniert für die Wärme- und Stromerzeugung durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist“, erzählt Klaus Staudt. „Hier wird das ganze Jahr über unheimlich viel Strom benötigt und durchgehend geheizt, so dass sich ein BHKW rechnet.“ Obwohl das Heizungsglück so nah lag, musste der treue Hotelgast viel Überzeugungsarbeit leisten, bis er Junior-Chef Michael Brandner von seiner Modernisierungs-idee endgültig überzeugen konnte. Da die Wünsche des Hoteliers bezüglich des Heizungsbetriebs zudem ideal den Vorteilen eines Heizanlagen-Contractings entsprachen, stellte Klaus Staudt den Kontakt zum Neusser Contracting-Anbieter german contract (www.germancontract.com) her. Der deutschlandweit tätige Wärmeversorger ist mit seinen Modellen zur wirtschaftlichen Effizienzverbesserung ein bekannter Anbieter auf dem Contracting-Markt und bietet seinen Kunden aus Hotellerie und Gastronomie alle Leistungen aus einer Hand. Gemeinsam analysierte man den Energiebedarf und entwickelte eine Lösung für das 4-Sterne-Hotel.


Günstige Finanzierung

Eine zentrale Rolle bei der Entscheidungsfindung spielte für Michael Brandner die Frage nach der Finanzierung. Contracting ist eine wirtschaftlich attraktive Methode, moderne Heiztechnik zu installieren ohne für die Investitionskosten aufkommen zu müssen. Über einen vertraglich fixierten Zeitraum von 15 Jahren stellt german contract gegen eine monatliche Pauschale seinen Kunden die komplette Technik zur Wärmeerzeugung zu Verfügung. Ob gc darüber hinaus auch den jeweiligen Energieträger bereitstellt, entscheidet der Vertrag: Wer seinen Energielieferanten lieber selbst bestimmt, entscheidet sich für die Basisversion „Anlagen-Contracting“ und belässt es bei dem monatlichen Grundpreis.

Bei der Komfortvariante, dem Wärmelieferungs-Contracting, stellt das Neusser Unternehmen dem Kunden zusätzlich zur Technik auch noch die benötigten Energieträger wie Erdgas oder Heizöl zur Verfügung. Abgerechnet wird der zusätzliche Arbeitspreis über einen geeichten Wärmezähler. Hotelier Michael Brandner hat sich für das Anlagen-Contracting entschieden und bezieht seine Energie selbst.

 

Rundum-Service inklusive

Bei der Suche nach einer passenden modernen Heizlösung waren neben der Finanzierung auch die Erhöhung der Energieeffizienz und der störungsfreie Betrieb ein wichtiges Anliegen des Hotelbetreibers. Die Wärmelieferung durch german contract eröffnete ihm mehere Vorteile. Die Aufgaben des Contractors enden nämlich nicht mit der Abnahme der fertig installierten Wärmeerzeugungsanlage durch den Bezirksschornsteinfeger – im Gegenteil: Zu diesem Zeitpunkt beginnen sie eigentlich erst richtig, denn umfassende Service-Leistungen komplettieren die verschiedenen Contracting-Modelle. Neben dem Betrieb kümmert sich german contract auch um die Instandhaltung der installierten Anlagen.

In enger Zusammenarbeit mit lokalen Fachhandwerksbetrieben wie der Staudt GmbH stellt der Wärmeprofi einen 24-Stunden-Notdienst bereit, dessen Inanspruchnahme den Kunden nichts kostet und Versorgungssicherheit an 365 Tagen im Jahr sicher stellt. Dasselbe gilt für die regelmäßige Wartung und mögliche Reparaturen der Anlage. Contracting ermöglicht Gastronomen somit auch zeitliche Entlastung. Auf Wunsch bietet german contract zudem die permanente Fernüberwachung einer neuen Anlage an. So werden Probleme erfasst, bevor Gäste sie bemerken. Damit stellt das Konzept den einwandfreien Anlagenbetrieb sowie eine reibungslose Wärmeversorgung zu guten Konditionen sicher. „Wir benötigen rund um die Uhr Strom und Wärme. Sollte die Heizanlage ausfallen, habe ich einen Ansprechpartner, der sich um alles kümmert – und das ganz ohne Zusatzkosten“, fasst Michael Brandner die Vorteile des Contractings zusammen.

 

Entlastung für Umwelt

und Geldbeutel

Gemeinsam mit dem Neusser Dienstleister brachten Klaus Staudt und seine Handwerkspartner vor Ort die Energieversorgung des Hotels auf den neuesten Stand der Technik. Schon nach nur einer Woche waren die Montagearbeiten abgeschlossen und die neue Anlage konnte im Oktober 2009 in Betrieb gehen. Seitdem ergänzen drei Mini-BHKW, die sogenannten „Dachse“ der Firma SenerTec (www.senertec.de), die bestehende alte Ölheizung mit Warmwasserbereiter und Solaranlage. Diese mit Flüssiggas betriebenen Anlagen mit 37,5 kW Heizleistung und 16,5 kW elektrischer Leistung erzeugen über Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme direkt vor Ort und werden im Hotel genutzt. In den ersten fünf Monaten hatte Junior-Pächter Michael Brandner schon rund 8500 € Energiekosten eingespart. Auf das Jahr gerechnet sind das 20 000 € und etwa 80 t CO2.


Wärme und Strom mit dem „Dachs“

„Technisch ausgereifte BHKW wie der „Dachs“ im Hotel Hochkalter sind angesichts der Energiepreise und gesetzlicher Rahmenbedingungen selbst für kleinere Gewerbebetriebe und Privathäuser eine interessante Alternative zum konventionellen Bezug von Wärme und Strom“, erklärt BHKW-Fachmann Klaus Staudt. „Die kleinen Kraftpakete können wahlweise mit Heizöl, Rapsöl, Biodiesel oder Erd- und Flüssiggas betrieben werden und erzeugen direkt vor Ort gleichzeitig Strom und Wärme. Leitungs- und Transportverluste entfallen dabei fast komplett.“

So können BHKW die Primärenergie besser nutzen. Dadurch erzeugen sie etwa 47 % weniger CO2 als bei der konventionellen, getrennten Bereitstellung von Wärme und Strom. Aufgrund  ihrer hohen  Bedeutung für den Umwelt- und Ressourcenschutz werden BHKW vom Staat erheblich gefördert: Der Betreiber bekommt für jede vom BHKW erzeugte Kilowattstunde Strom einen KWK-Zuschlag. Darüber hinaus darf er überschüssigen Strom zu gesetzlich festgelegten Konditionen an den Netzbetreiber verkaufen und ist von der Energiesteuer, der Stromsteuer und Umlagen befreit.

„Das Hotel nutzt beispielsweise rund 140 000 kW/h Strom im Jahr“, erklärt Klaus Staudt. „Diese Menge an Strom wird allein durch die drei „Dachse“ produziert – so braucht Herr Brandner zukünftig also diese Strommenge nicht mehr zu kaufen.“


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