Wandverkleidungssysteme: FAQs für die Praxis
Aluminiumverbundplatten ermöglichen schnelle Renovierung
Wandverkleidungsplatten bieten eine moderne, fugenlose Optik, ermöglichen eine schnelle Badrenovierung und lassen viel Spielraum bei der Gestaltung – entsprechend steigt ihre Nachfrage seit einigen Jahren kontinuierlich. Das Sortiment von HSK Duschkabinenbau wird regelmäßig an aktuelle Design- und Anwendungstrends angepasst. HSK-Schulungsleiter Stefan Hirnstein beantwortet im Folgenden zentrale Fragen zum Einbau des Wandverkleidungssystems „RenoDeco“.
Welches ist das häufigste Einsatzgebiet von „RenoDeco“?
Die Wandverkleidungen kommen besonders häufig bei Teilsanierungen zum Einsatz, etwa bei der Umgestaltung vom Wannen- zum Duschbereich. Damit lassen sich moderne und barrierearme Lösungen realisieren, die auf eine langfristige Nutzung des Badezimmers ausgelegt sind. Auch optische Gründe spielen eine Rolle – etwa bei der Überarbeitung älterer Bäder mit veralteten Fliesenbelägen. Aufgrund der geringen Aufbaustärke von nur 4 – 5 mm inklusive Kleber, kann die alte Fliesenfläche bei der Sanierung in der Regel bestehen bleiben, da die Wandverkleidungsplatten direkt darauf montiert werden können. Darüber hinaus werden die Platten zunehmend auch bei Komplettsanierungen, Neubauten oder nach Wasserschäden eingesetzt. Bislang wurden mit dem System mehr als 100.000 Bäder ausgestattet.
Stefan Hirnstein, Leiter Schulungen bei HSK Duschkabinenbau, ist Experte für die Lösungen rund um den Duschplatz.
Bild: HSK Duschkabinenbau
Wie vielseitig ist die Wandverkleidung in der Gestaltung?
Das Wandverkleidungssystem ermöglicht dank Digitaldruck die Umsetzung individueller Gestaltungswünsche – etwa durch eigene Bildmotive, sofern diese in ausreichend hoher Auflösung vorliegen. Alternativ stehen mehr als 500 moderne Dekorvarianten zur Auswahl, darunter klassische Stein- und Marmoroptiken ebenso wie Motive mit Natur- oder Landschaftsbezug. Damit lässt sich das Badezimmer gestalterisch vielfältig und nach persönlichen Vorlieben aufwerten.
Welches Zubehör gibt es für „RenoDeco“?
Für das Wandverkleidungssystem steht dem Handwerker optional ein abgestimmtes Abdichtungssystem zur Verfügung, das eine sichere Verarbeitung unterstützt. Die Dekorplatten lassen sich mithilfe schlanker Aluminiumprofile in verschiedenen Farbvarianten fugenlos verbinden – ob über Eck oder in der Fläche.
Ein komplett neuer Look in wenigen Tagen – mit „RenoDeco“ lässt sich die Teilsanierung im Badezimmer zügig und einfach umsetzen.
Bild: HSK Duschkabinenbau
Muss „RenoDeco“ genauso abgedichtet werden wie eine Fliese?
Die Vorgehensweise unterscheidet sich nicht von dem Einbau einer Fliese. Die Platten müssen genauso abgedichtet werden, wie die Norm es verlangt. Das bedeutet, die Duschwanne bekommt ein Wannendichtband und auch die Fläche muss gegen eindringendes Wasser geschützt werden. Das dazugehörige, selbstklebende Abdichtungssystem ist auf das Wandverkleidungssystem abgestimmt und lässt sich dank aufgesprühtem Primer auf unterschiedlichen Untergründen einsetzen – ohne zusätzliche Trocknungszeiten. Die Platte kann direkt aufgeklebt werden. Das spart Zeit, zusätzliche Anfahrten und am Ende auch Geld.
Großflächige Motive wie der „Oktopus“ strahlen dank Sechsfarbdruck mit besonders ausdrucksstarken Farben.
Bild: HSK Duschkabinenbau
Wie werden die Platten bearbeitet?
Die Bearbeitung der Wandverkleidungen funktioniert mit handelsüblichen Werkzeugen für die Plattenbearbeitung. Für Längsschnitte verwendet man eine Handkreissäge mit einer
Führungsschiene, für Ausschnitte auch eine Stichsäge und für Bohrungen eine Lochsäge oder auch einen normalen Spiralbohrer. Mit den Profilen können verschiedene Einbausituationen realisiert werden. Zum Beispiel Außenecken mit flächenbündigen Profilen, die selbstklebend auf die Plattenkante aufgesetzt werden. Außerdem kann die Platte mittels einer Fräskanttechnik geknickt werden, z. B. bei einem Vorwandsockel. Damit gestaltet der Profi einen profillosen Übergang wie aus einem Guss.
Welche Vorteile bieten die Wandverkleidungsplatten gegenüber Fliesen?
Das Plattenstoßprofil erzeugt eine nahezu fugenlose Verbindung mehrerer „RenoDeco“-Dekorplatten Stoß auf Stoß. Das Profil ist nicht sichtbar hinter den Designplatten. Gerade große Wandflächen können mit diesem System elegant verbunden werden, sodass die gesamte Fläche wie aus einem Guss erscheint.
Bild: HSK Duschkabinenbau
Dank ihrer geringen Stärke und der gewählten Materialkombination ist „RenoDeco“ ein Leichtgewicht: Eine Platte mit den Maßen 150 x 255 cm wiegt lediglich 14,5 kg. Das vereinfacht Transport und Montage erheblich. Die eingesetzten Materialien – Aluminium und Polyethylen – erleichtern zudem die Bearbeitung. Durch die Sandwichbauweise ist die Platte außerdem sehr widerstandsfähig. Der größte Vorteil ist jedoch eindeutig das schnelle Endergebnis, da keine Fliesen herausgestemmt, keine neue Grundlage geschaffen und nichts neu verfliest werden muss. Dadurch können die Handwerkspartner mehr Aufträge annehmen und den Kunden günstigere Angebote machen: eine echte Win-Win-Situation.
Wie beständig sind die Wandverkleidungen?
Die Wandverkleidungsplatten zeichnen sich durch eine hohe Kratz- und Stoßfestigkeit aus – ermöglicht durch ihren mehrschichtigen Aufbau und den Einsatz widerstandsfähiger Materialien. Der Plattenkern besteht aus Polyethylen (LDPE), beidseitig umgeben von Aluminium-Deckschichten. Statt der in der Branche häufig verwendeten Materialstärken von 0,15 bis 0,2 mm kommt eine 0,3 mm starke Aluminiumlage zum Einsatz.
Auf die Grundierung folgt ein Digitaldruck im Sechsfarbverfahren, der für eine brillante Farbwiedergabe sorgt. Mehrere robuste Lackschichten dienen der Oberflächenveredelung und machen die Platten besonders widerstandsfähig. Je nach Ausführung stehen verschiedene Oberflächenstrukturen zur Verfügung: Neben glatten Varianten in Hochglanz oder Seidenmatt sind auch strukturierte Oberflächen erhältlich, etwa mit Holz- oder Steinprägung.
